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Wie wird es bloß weitergehen? Beitrag # 9

18.12.2011, 22:12
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 13.12.2011
Beiträge: 11
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@ Max: Diese Sache mit der ED nimmt mich schon länger ziemlich mit und ich merke, wie meine Kraft schwindet jede Nacht mit ihm das Bett zu teilen, zu sehen, wie er nachts eine Erektion bekommt und dennoch kein Interesse hat. Es tut unsagbar weh. Nicht mal unbedingt das Problem das er nicht kann, sondern dass er nicht mal anderweitig Zärtlichkeiten austauscht. Darum würde ich so weit laufen, dass mich niemand findet. Ich brauche Abstand um mir darüber klar zu werden, ob es überhaupt noch einen Sinn hat mit uns, oder eben um den Absprung zu schaffen. Ich mache mir oft Gedanken darüber, was denn aus ihm wird, wenn ich gehe.
@ theElder: Ja, es mag wohl sein, dass er sich verschließt, aber das ist wirklich keine Lösung! Er braucht Hilfe, aber er sucht sich keine und nimmt auch keine an, wenn andere eine für ihn suchen. Er sieht es nicht als allzu starkes Problem an, denn immerhin bin ich noch da. Ob er sich nun wirklich selbst befriedigt weiß ich nicht, ich hab ihn mal gefragt, weil es ja so wirklich nochmal zeigen würde, dass es ein rein psychisches Problem ist, aber er verneint es. Ich fühle mich macht- und hilflos. Es gibt Tage, da würde ich sofort einen Schlußstrich darunter ziehen wollen und dann wieder doch nicht, weil ich sehe, dass er mich doch braucht.
ED ist sicherlich für einen Mann eine sehr unangenehme und peinliche Sache, aber ich denke schon, dass es auch genug Frauen gibt, die es gar nicht so schlimm finden, wenn denn alles andere gut läuft. Eine Frau braucht nicht nur Sex, sondern auch und vorallem andere Berührungen, Liebe, ein in den Arm nehmen. Wenn es ihr nur um Sex geht, dann liebt sie meiner Meinung nach nicht wirklich. Sex gehört dazu, ist aber nicht alles.
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Wie wird es bloß weitergehen? Beitrag # 10

19.12.2011, 00:07
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 09.06.2005
Ort: München
Beiträge: 275
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Hallo Sonnenfee,
Zitat:
Zitat von Sonnenfee
Ob er sich nun wirklich selbst befriedigt weiß ich nicht, ich hab ihn mal gefragt, weil es ja so wirklich nochmal zeigen würde, dass es ein rein psychisches Problem ist, aber er verneint es.
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da gehst du von falschen Voraussetzungen aus. Selbstbefriedigung ist auch mit schlaffem Penis möglich. Wenn ein Mann sich selbst befriedigt, kann man daraus also nicht schließen, dass seine ED psychisch bedingt ist.
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Wie wird es bloß weitergehen? Beitrag # 11

19.12.2011, 01:22
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Moderator
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Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.114
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Hallo Sonnenfee,
dein Titel dieses Threads war ja "Wie wird es bloß weitergehen".
Wenn ich mir deine Geschichte so vor Augen führe, dann ist die Erektionsstörung deines Mannes, wenn es denn tatsächlich so sein sollte, inzwischen eher ein Nebenkriegsschauplatz. Aus meiner Sicht haben wir hier die Geschichte einer zerrütteten Ehe vor uns und nicht nur die isolierte Problematik von Erektionsstörungen und den daraus entstandenen Folgen.
Ich werde dir nicht raten, dich zu trennen und die Scheidung anzustreben. Ich rate dir aber sehr, dich einmal in einer ruhigen Minute ganz alleine hinzusetzen und 2 Dinge zu tun:
- Du nimmst dir 2 Blatt Papier und schreibst auf das eine Blatt, was dir zum jetzigen Zeitpunkt an deinem Mann noch gut gefällt. Auf das andere Blatt schreibst du, was dich zum jetzigen Zeitpunkt sehr stört, dir fehlt, oder du schlecht findest. Dinge, die vor mehr als 2 Monaten vorgefallen sind, bleiben außen vor.
- Dann nimmst du dir ein weiteres Blatt Papier und schreibst auf, welche negativen Konsequenzen auf dich (und nur auf dich) zukommen könnten, wenn du dich von deinem Mann trennst, indem du die Scheidung einreichen würdest.
Und diese Aufzeichnungen auf den 3 Blatt Papier schaust du dir die nächsten Tage und Wochen regelmäßig an und ergänzt diese Aufstellung bei Bedarf. Und nach spätestens 3 Monaten triffst du deine Entscheidung, wie immer diese auch aussehen mag.
Viele Grüße
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Wie wird es bloß weitergehen? Beitrag # 12

19.12.2011, 07:30
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 13.12.2011
Beiträge: 11
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Einen schönen guten Morgen, die genauso wie ich gleich zur Arbeit müssen...
Liebe Ilkka
Danke für Deine Ratschläge, ich werd´s tun. Aber so ganz Recht hast Du mit Deiner Vermutung nicht. Zum Anfang unserer Beziehung und dann Ehe klappte alles hervorragend, ich hatte keinen Grund mich zu beschweren. Natürlich gab es auch mal ne Flaute, sowas ist ja normal. Aus der Flaute wurde von einem Tag zum nächsten ein Nichts mehr und auch sämtliche Berührungen meinerseits wurden abgewiesen. Das war für mich der größte Schmerz. Natürlich ging er dann auch zum Arzt, zwangsläufig, weil ja ein Kinderwunsch bestand und es so nicht klappte. Seine Hormone sind soweit ok, nur der eine Wert war zu hoch, was daher kommt, weil er einen tubulären Hodenschaden hat. Der Testosteronwert ist sehr gut. Aber auch der Arzt sprach von einer ED, denn so ohne weiteres schreibt ein Urologe keine Cialis auf und verordnet auch keine Gespräche beim Sexualtherapeuten. Leider hat er alles abgebrochen und sich dem Problem ergeben und gepaart mit der Lustlosigkeit etwas gegen das Problem zu tun und sich trotzdem um Berührungen zu bemühen hat zu der Zerrüttung unserer Ehe geführt. Aber man liebt nicht, wenn man sich dem Schicksal so einfach hingibt, oder? Ich habe doch versucht zu kämpfen und auch jetzt, wo ich eigentlich keine Zukunft mehr für uns sehe, versuche ich doch nochmal Ansätze zu finden, was man noch tun kann, um ihn da "rauszuholen". Wenn vielleicht nicht mehr für uns, aber dann zumindest für das, was danach kommt.
Hat denn jemand vielleicht Adressen, wo man gute Therapeuten findet für solche Probleme?
Viele Grüße
Sonnenfee
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Wie wird es bloß weitergehen? Beitrag # 13

19.12.2011, 14:51
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Moderator
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Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.114
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Zitat:
Zitat von Sonnenfee
Aber man liebt nicht, wenn man sich dem Schicksal so einfach hingibt, oder? Ich habe doch versucht zu kämpfen und auch jetzt, wo ich eigentlich keine Zukunft mehr für uns sehe, versuche ich doch nochmal Ansätze zu finden, was man noch tun kann, um ihn da "rauszuholen".
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Liebe Sonnenfee,mit „Zerrüttung der Ehe“ meinte ich auch lediglich den jetzigen aktuellen Zustand, so wie er sich mir darstellt. Klar, du hast deinen Mann geheiratet, weil du ihn geliebt hast und er dich sicher auch. Und du liebst ihn möglicherweise immer noch. Nur was nützt deine einseitige Liebe und dein Kampf, wenn da keinerlei Liebe zurückkommt und er auch nicht nur im Ansatz erkennen lässt und bereit ist, für den Erhalt eurer Beziehung auch etwas zu tun?Ich habe auch bewusst geschrieben, dass du die Dinge aus Sicht von „heute“ aufschreiben sollst, wohl wissend, dass fehlende Liebe und Zuwendung nach einer Fehlgeburt sehr tiefe Wunden hinterlassen. Insbesondere dann, wenn ein Kinderwunsch bestand und du zu dessen Erfüllung alles in deiner Macht stehende getan hattest. Nur Dinge, die in der Vergangenheit liegen, lassen sich leider nicht mehr ändern. Und deshalb macht es auch keinen Sinn, diese aufzuschreiben.Aber irgendwann muss mit dem einseitigen Leiden auch Schluss sein, obwohl ich immer wieder erstaunt bin, wie leidensfähig manche Frauen sind. Und das ist jetzt nicht negativ gemeint, sondern eher anerkennend. Aber das Leiden kostet Kraft und diese Kraft ist viel sinnvoller für eine neue Zukunft zu investieren, wenn damit das Leiden entfällt.Viele Grüße
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