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Lady’s Kummerkasten

Erektionsprobleme sind nicht nur Männersache! Hier könnt ihr euch austauschen, eure Sorgen aber auch euren Frust loswerden und euren Partner besser verstehen lernen.


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  wie kann ich ihm helfen Beitrag #9  
Alt 28.05.2009, 23:59
Günther
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.06.2005
Ort: München
Beiträge: 261
Standard

Hallo gehtnicht,
ich habe mir gerade noch einmal deinen 1. Beitrag durchgelesen. Danach kann ich mir gut vorstellen, dass dir deine Entscheidung nicht leicht gefallen ist, schließlich hat dir dieser Mann sehr viel bedeutet. Ich bewundere deine Konsequenz und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du mit deiner Entscheidung gut und zufrieden leben kannst.

Ich hoffe für deinen Ex, dass ihm deine Gründe für die Trennung klar geworden sind (oder noch werden). Dass es eben nicht seine Erektionsprobleme waren, sondern wie er damit umgegangen ist. Ob ihm diese sicher auch für ihn schmerzliche Erfahrung hilft, in Zukunft seinem Problem nicht mehr auszuweichen? Ich würde es ihm auf jeden Fall wünschen.
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  wie kann ich ihm helfen Beitrag #10  
Alt 29.05.2009, 09:04
Miamoto
Benutzer
 
Registriert seit: 24.09.2007
Beiträge: 69
Standard

Es ist leider nur allzu menschlich:
Bei ALLEN existenziellen, mentalen Problemen, sei es ED,
sei es Alkoholismus......
Erst wenn der Betroffene SO TIEF in der Schei**e steckt,
dass der Leidensdruck ZU groß wird, ist der Betroffene
bereit sich helfen zu lassen!
So lange das Problem negiert wird, passiert NICHTS!
Und so lange man die Verantwortung abwälzen kann,
was er ja getan hat (DU bist wohl nicht geduldig genug),
gibt es auch keinen Grund etwas zu unternehmen.

Traurig, aber so ist es nun mal!
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  wie kann ich ihm helfen Beitrag #11  
Alt 30.05.2009, 12:30
trudine
Benutzer
 
Registriert seit: 01.12.2008
Ort: Dänemark
Beiträge: 81
Standard

Liebe gehtnicht,

es tut mir sehr leid, zu hören, dass er nun völlig abblockt. Aber es war fast zu erwarten, nachdem er das Problem soviele Jahre vor sich her geschoben hat.

Ich kann Dich sehr gut verstehen, mir ging es genauso (vielleicht hast Du meinen thread "er kann nicht" gelesen).
Wenn man von dem Mann, den man so sehr liebt, immer wieder abgeblockt und damit zurückgestossen wird, geht das unglaublich an die eigene Substanz.
Obwohl ich eine gut aussehende, attraktive Frau bin war ich zum Schluss mit meinem Selbstwertgefühl auch völlig am Ende - obwohl ich ganz genau wusste, dass es nicht richtig ist.

Er ist absolut nicht in der Lage etwas zu ändern und schiebt Dir die Schuld zu: "Dir fehle wohl die rechte Geduld, wenn es so weit wäre dann würde er auch etwas unternehmen". Wenn WAS so weit wäre?
Mein Liebster hat mir damals zum Schluss vorgeworfen, ich würde immer nur an Sex denken - ja, das habe ich auch und das ist normal, wenn man keinen Sex hat.
Zärtlichkeit, Sex, Begehren und das Gefühl begehrt zu werden ist ein Grundbedürfnis, das man weder verleugnen noch dem anderen vorenthalten darf.

Du hast geanu richtig gehandelt. Wärest Du mit dem Mann auch noch zusammen gezogen, hättest Du den Rest Deines Lebens ohne die Erfüllung dieses Grundbedürfnisses leben müssen. Das hält keiner auf Dauer aus.

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute
Trudine
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  wie kann ich ihm helfen Beitrag #12  
Alt 30.05.2009, 13:55
Benutzerbild von Knutschkugel
Knutschkugel
Moderator
 
Registriert seit: 26.12.2006
Beiträge: 960
Standard

Wie kommt ihr darauf, dass der Mann eine Angststörung hat? Auch kann man meiner Meinung nach nicht sagen, dass er ein Problem hat.

Nicht, dass ich jetzt falsch verstanden werde. Ich finde sein Verhalten auch befremdlich und auch ich könnte damit nicht umgehen aber dennoch hat ER kein Problem. DU hast ein Problem und zwar das Problem, dass du an einen Mann geraten bist, dessen Wünsche und Bedürfnisse von deinen Wünschen und Bedürfnisse um Lichtjahre entfernt sind. Solange die Welt für ihn in Ordnung ist und er kein Problem mit seiner Lustlosigkeit hat, wird sich da nichts ändern, denn IHM fehlt ja nichts.

Es läuft hier immer wieder auf das selbe hinaus. Ihr Frauen seid unzufrieden, macht euch Gedanken, organisiert Besuche beim Urologen und und und aber solange das Objekt der Begierde keinen Handlungsbedarf sieht, wird sich nichts ändern. Klingt hart, ist aber so.

Somit bleiben nur zwei Möglichkeiten. Entweder den Mann so akzeptieren wie er ist oder sich anderweitig orientieren...

Das heißt jetzt nicht, dass man sich als Frau keine Gedanken machen und sich nicht kümmern soll aber man muss von dem Gedanken los kommen, dass man als Frau etwas ändern oder beim Mann ein Umdenken provozieren kann. Entweder er will oder er will nicht. Und solange ER nicht unter der Situation leidet, sieht er auch keinen Handlungsbedarf.
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  wie kann ich ihm helfen Beitrag #13  
Alt 02.06.2009, 22:17
Frau Schmidt
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.05.2009
Beiträge: 140
Standard

Hallo Knutschkugel,

in einigem hast Du direkt nicht komplett unrecht (uff, das fiel mir aber jetzt nicht leicht, das zuzugeben ) - ich würde mir nur wünschen, dass mehr Männer auch so klipp und klar sagen würden, dass sie am gegenwärtigen Zustand nichts ändern mögen, aus welchem Grund auch immer - ist ja auch völlig legitim.

Solange wir Frauen da keine absolut eindeutigen Signale bekommen, neigen wir wohl schon dazu, den Mann bzw. die Beziehung mit ihm "retten" zu wollen, natürlich schon auch aus egoistischen Motiven,
und wundern uns, was das denn nun für ein Hin und Her ist die ganze Zeit.

In jedem Fall, es ist sicher für beide Partner enorm wichtig, sich bei aller Liebe auch ein bisschen abzugrenzen und sich immer mal zu fragen,
wer, wie Du sagst, eigentlich gerade das Problem hat - und für das eigene Fühlen und Handeln die volle Verantwortung zu übernehmen.
Nicht aber für das des Partners.

Lieben Dank für den Denkanstoss,
auch wenn ichs eigentlich ja selber weiss,
rutsche ich doch manchmal in die Verhaltensweise von Oberschwester Hildegard
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  wie kann ich ihm helfen Beitrag #14  
Alt 03.06.2009, 01:04
estephania
Benutzer
 
Registriert seit: 04.03.2009
Beiträge: 80
Standard

Hallo Knutschkugel,

das sind Worte, die mir gefallen, und die ich an anderer Stelle schon ähnlich formuliert habe.

In diesem Zusammenhang wäre doch vielleicht mal das Thema unter Frauen zu diskutieren, wieso sich Frau auf die ED des Mannes "stürzt" - wie oben, statt mal die Beziehung zu beleuchten. Es steht immer der Mann im Fokus, und die Frau leidet, und dann oft in masochistischer Weise.

Manchmal kommt es mir so vor - wenn ich die eine oder andere Geschichte lese - als würden Frauen mit ihrem Angedeihen das ganze Geschehen damit nur noch verstärken. Eine psychisch bedingte ED hat ihren Grund - einen Grund neben dem Teufelskreis, der sich entwickelt hat, wenn es ein-, zwei- oder dreimal nicht funktioniert hat. Dieser Grund hat den Rückzug zur Folge - die ED - so meine Meinung. Und dann kommt Frau mit ihrem "Wohlwollen", und für den Mann läuft der Film nochmal ab, weswegen er den Rückzug angetreten hat. Das ist eine unglückliche Konstellation, keine Frage. Ich würde so etwas Projektion nennen. Vielleicht auf beiden Seiten.

Und damit das niemand merkt und man nicht bei sich schauen muss, hält man sich ein bisschen länger beim Thema ED auf

Viele Grüße von Estephania
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  wie kann ich ihm helfen Beitrag #15  
Alt 29.03.2010, 16:43
gehtnicht
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 25.05.2009
Beiträge: 4
Standard liebe ist.....

Hier bin ich wieder,

allen Unkenrufen zum Trotz, wir haben es gemacht. Gesucht, gefunden, zusammengezogen. Wir sind ein Team und wir schaffen das, und dann fing er an: der Nervenkrieg
Für meinen Freund gingen erst mal alle Wünsche in Erfüllung, ich war jeden Tag da, habe gekocht, gewaschen, getröstet, aufgeräumt.. besonders nach dem Umzug. Wir haben eine wundeschöne, sehr grosse Wohnung bezogen. Ich war in seiner Welt angekommen.
Alles könnte perfekt sein. Aber... ein wenig kuscheln ist genug. Nicht immer das Thema Sex anfangen... lass uns erst einmal, so begannen alle Sätze. Ich habe gebeten, gebettelt, ultimaten gestellt und diverse "Bestrafungen" ausgedacht. Nichts hilft, wurde schlimmer.
Ich habe mich in meine Arbeit vergraben und bin aus dem Weg gegangen, aber unsere Nähe hat gelitten.
Schliesslich ist mein Sohn in der Schule unheimich abgesackt, ein Familienleben gibt es nicht mehr und meine Hormone turnen durch mein Leben, so das ich an nichts mehr denken kann.

Der Dauerstreit zerrt an allen Nerven.
Schliesslich und endlich erklärt mein Freund sich bereit den Arzt aufzusuchen. Ein Aufatmen für mich .. dann der besagte Tag: Wir haben mal wieder eine Nacht im gemeinsamen Bett verbracht, wir schlafen seit dem Umzug getrennt.
Er muss in die Arbeit und gibt mir einen Kuss vor dem Duschen, ich möchte ihn noch einmal in den Arm nehmen, aber er winkt ab.. er würde sonst wieder einschlafen. Ich höre wie er in sein Zimmer geht, sein Wellensittich ist unheimlich aufgeregt. Verschlafen gehe ich die Treppe runter und platze in sein Zimmer.. wollte sehen was denn da los ist:
da sitzt er.. der mir sagt das er keine Libido hat, das er nichts empfindet.. vor Pornofilmen am pc und mastubiert.

Ich war wie vor den Kopf geschlagen.
Kein Ton, bin einfach gegangen. Er wollte erklären, aber ich wollte nichts hören. Er erklärt mir später das er das oft gemacht hat, bis ich zu ihm gezogen bin. Das er keine Erektion bekommt, aber manchmal einen Orgasmus.

Bei Realer zärtlichkeit reicht aber der Reiz bei längen nicht aus.
ich bin geschockt. Bin verärger, gekränkt, fühle mich betrogen, verraten.

Ich sehe kaum noch Hoffnung für uns, er schon.
Ich kann ihn nicht mehr berühren, will von ihm nicht berührt werden. Wir reden vom Thema aber es trifft mich nicht mehr.

Ich bin wie betäubt. Er hat Angst das ich gehe.

Er wünscht nun eine Paartherapie.. ich weiss nicht ob ich nochmal aus dem Albtraum aufwache.

Bitte helft mir.
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  wie kann ich ihm helfen Beitrag #16  
Alt 30.03.2010, 17:00
Benutzerbild von Ilkka
Ilkka
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 1.869
Standard

Hallo gehtnicht,

ich kann gut verstehen, dass das Erlebte ein Albtraum für dich gewesen sein muss. Wenn der Mann, den du liebst und mit dem du auch Sex haben möchtest, sich permanent entzieht und dich abweist, ist das schon schlimm genug. Wenn er sich aber stattdessen dann Pornos „reinzieht“ und dadurch den Blick und die Erregung an einer realen Frau verliert, dann ist ein Punkt erreicht, an dem man (Frau) ein Ultimatum setzen muss. Entweder er lässt das sein oder du trennst dich von ihm. Leider ist das aus meiner Sicht der einzige Weg. Ich kann dich gut verstehen, deinen Partner allerdings nicht.

Wenn er jetzt eine Paartherapie vorschlägt, dann ist das zwar ein möglicher Weg wieder zusammen zu finden. Aber es braucht Kraft und viel Zeit und diese Kraft kann man nur dann aufbringen, wenn nicht schon wirklich etwas zerstört wurde. Und, ob du die Kraft nach über 10 Monaten des Abwartens und der jetzt durchlebten Enttäuschung noch hast, kannst nur du selbst beantworten. Helfen bei deiner Entscheidung, kann dir hier leider niemand.

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut,
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