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Wie geht ihr mit euch selbst um? Beitrag # 1

02.06.2009, 22:36
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 02.06.2009
Beiträge: 4
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Wie geht ihr mit euch selbst um?
Hallo zusammen,
zum einen, ich bin ganz neu registriert hier und Interneterfahrungen kann ich nicht wirklich vorweisen. Bitte habt Geduld bis ich die Technik hier verstanden habe.
Ich möchte gerne mal meine Geschichte erzählen und erhoffe mir natürlich auch Rat, denn momentan sehe ich keine Lösung in mir, nur Angst wieder mal alles falsch zu machen.
Ich bin Mitte 30 und mein Ehemann hat gerade sein 40zigstes Jahrzehnt vollgemacht. Verheiratet sind wir seit über 15 Jahren und unsere eigentliche Beziehung ist sogar schon volljährig. Unsere Ehe ist eine relativ normale Ehe, es gibt Zeiten in denen es schwieriger ist den anderen zu lieben und andere Zeiten da ist die Liebe leicht wie eine Feder.
Vor einigen Jahren hatten wir, anlässlich eines Geburtstags die, zugegebenermaßen vielleicht nicht für jeden nachvollziehbare Idee, zu Ehren der alten Jugendzeiten mal wieder einen Joint kreisen zu lassen. Warum immer erwachsen sein? Ein Ausflug in die Jugendzeiten, nochmal spüren wie es ist, was verbotenes zu tun. Der Abend war auch entsprechend lustig.
Zu Hause angekommen hatten wir tierisch Lust aufeinander, naja, es hat nicht funktioniert. Ich hab es locker genommen und den Ausfall erstmal auf den Joint geschoben, kam ja bisher noch nie vor.
Mein Mann, tja, ich weiß nicht genau, ich dachte er hätte es locker genommen. Am nächsten Tag wollte er unbedingt den Sex nachholen,es hätte ihn geärgert, daß er seine Befriedigung nicht hatte. Tja, es ging wieder nix. Und da hat er begonnen einen ungesunden Kreislauf einzuläuten, mir war das anfänglich gar nicht bewußt. Wann immer er Zeit hatte, wollte er probieren, ob es funktioniert. Jede halbe Errektion wurde von ihm mit "Chakka" berufen. Mir war das eigentlich alles zuviel. Ein Chakka unter der Dusche und bei mir ging nichts. Ich war gefrustet, habe mir Sorgen gemacht, hab an mir gezweifelt und irgendwann angefangen nachzulesen.
Naja, das Internet war nicht gnädig mit mir und ich habe mich irgendwie in eine Sorgenspirale reingedacht. Mit meinem Mann über sein Handeln und meine Verzweiflung ob seines Tuns zu reden war nicht möglich. Wo wir sonst über alles reden konnten war da eine Mauer, die uns getrennt hat, die uns gelehrt hat, was Selbstzerfleischung heißt.
Nunja, ich wollte die Tipps vom Internet wenigstens weitergeben und habe ihm empfohlen zum Arzt zu gehen. Puh, auf diese Mauer war ich nicht gefasst. Absolut keine Plattform um überhaupt einen Gedanken darüber zu verschwenden, doch nicht für den Mann, der immer alles alleine in den Griff bekommen hat.
Nach einigen Wochen konnte ich nicht mehr. Ich war es satt zu jeder Zeit als Probiergehilfin zur Verfügung zu stehen. Ich habe schon immer viel Spaß an Sex und ich bin keine dieser Frauen, die auf Sex gut verzichten können. Ich mag variablen Sex aber ich bevorzuge die Penetration, zumindest ist sie mein krönender Abschluß von sehr, sehr gutem Sex. Mein Mann weiß das auch, aber er konnte nicht verstehen, daß es mir genau deshalb so schwer fällt, ihm immer wieder, bei jeder Möglichkeit, die er gesehen hat sozusagen zur Hand zu gehen.
Im Gegenteil, dieses Handeln hat mich in Selbstzweifel gestürzt. Auf der anderen Seite wollte ich nicht zu vehement meinen Standpunkt verteidigen, ich habe mich anfangs feige gefühlt, als ich erkannt habe, was ich da nicht mehr tun will. Später habe ich mir die Schuld daran gegeben, irgendwann dann auch ihm. Wir haben in diesen Monaten angefangen alles, was unsere Beziehung ausgemacht hat in Frage zu stellen.
Bis ich aus Verzweiflung einfach einen Arzttermin bei einem Urologen ausgemacht habe. Den Ärger mit meinem Mann hab ich in Kauf genommen und ihn mehr oder minder zum Gang dorthin erpresst. Aber es war mir wirklich wichtig, ich habe meine Ehe als kurz vor dem Scheitern empfunden. Es war meine persönliche Hölle, die ich in dieser Intensität der sich überschlagenden Emotionen noch nie durchleben mußte. Mein Hoffnungsschimmer war der Urologe. Der hat meinen Mann sehr gründlich untersucht, Blutfluß, Testosteronspiegel, volles Programm. Ergebnis - nichts. Körperlich ist der Mann gesund hat uns der Urologe gesagt, uns gemeinsam die Zusammenhänge von Stress, Psyche und Standfähigkeit erklärt, eine Probepackung Cialis hat er uns mitgegeben und erklärt, daß er kein Problem hat, das Medikament auch öfter aufzuschreiben. Wir sollten es ausprobieren.
Super, Lösung in Sicht, mein Mann hat sich das Argument mit zu wenig Schlaf vom Doc zu seinem Mantra gemacht, wann immer ich versucht habe mit ihm über den Arzttermin nochmal zu reden, eigentlich hauptsächlich über die Emotionen, die damit einhergingen, hab ich gehört, daß es doch an seinem Schlafmangel liegen würde.
Nun, nach einer eisigen Woche des Schweigens, dafür aber jeder Menge Schlaf wurden die Tabletten probiert. Eigentlich hatte ich schon keine Lust mehr, zuviel stand zwischen uns, aber trotzdem, sie haben funktioniert. Eine Tablette später ging es dann plötzlich ohne. Meine Welt schien in Ordnung.
In den folgenden Wochen hat mir mein Mann erklärt, daß ich zu viel Druck aufgebaut hätte, daß ich einfach völlig falsch reagiert hätte anstatt ihn zu unterstützen.
Hm, warum bringt es einem keiner bei, wie man damit umgeht? Wie man sich verhält ohne Druck aufzubauen, vor allem, wenn man sich selbst eigentlich unter Druck fühlt und ganz sicher ist alles dafür zu tun, damit ja kein Druck entsteht? Wie unterstützt man jemanden, der nicht in der Lage ist mit einem offen zu sprechen? Wie lebt man an der Seite eines Menschen, der sich und seine Errektionsfähigkeit zum goldenen Kalb erhebt und seine Gedanken nur noch darum kreisen lässt?
Aber, ich habe die Vorwürfe so hingenommen, ich war einfach zu sehr erleichtert, daß dieser Alptraum ein Ende hat. Und wir mußten ja jetzt die Scherben aufräumen von den Dingen, die wir zerbrochen haben. Wir haben plötzlich stundenlange Gespräche geführt, sogar teilweise hauptsächlich über Emotionen, ich glaube ich habe noch nie einen Menschen so tief in meine Seele und meine Verhaltensstrukturen blicken lassen. Aber es war gut so.
Wir haben unsere Beziehung sogar noch vertiefen können und hatten jetzt wunderbare Ehejahre, sicherlich auch mit Tiefs, aber auch viele Hochs und wir haben uns so sehr verbunden gefühlt. Sex war auch wieder das, was es vorher war, ein bereichernder Teil unseres Lebens. Mal öfter, mal seltener, aber doch war es immer Thema. Auch in unseren Gesprächen. Ich glaube, das war mit die schönste Erfahrung der letzten Jahre, wieviel Spaß wir schon am Gespräch über Sex hatten und wie sehr das unsere Kreativität beflügelt hat.
Nun, heute sitze ich verunsichert und ängstlich vor meiner Tastatur. Das Pfingstwochenende war eine Katastrophe, oder war es das doch nicht? Ich weiß es nicht. Irgendwie ging wieder nichts mehr. Ein Tag nichts, zwei Tage nichts, drei Tage nichts und heute habe ich Angst in mir.
Zum einen, weil ich bemerke, daß sich mein Mann schon wieder unter Leistungsdruck setzt, obwohl ich diesmal ehrlich nichts dazu gesagt habe, was er mir wieder als Druckaufbau auslegen könnte. Ich hab sein Nicht-können in einen Scherz gepackt und ihm versichert, daß alles in Ordnung ist. Ich habe ernsthaft versucht, die Erinnerungen zu mißachten und alles mit Gelassenheit zu sehen. Es war schonmal so und ging wieder vorbei, warum diesmal nicht?
Heute habe ich mitbekommen, daß er wieder auf Biegen und Brechen versucht sich selbst seine Erektionsfähigkeit zu beweisen. Ich habe versucht es zu ignorieren, aber es macht mir Angst. Ich habe tierische Angst davor, wieder durch die gleiche psychische Hölle gejagd zu werden. Ich habe Panik, daß diesmal meine Beziehung an den Verhaltensmustern kaputt geht, daß wir nicht wieder das Glück haben, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen.
Also habe ich versucht mit ihm heute zu sprechen. Ihm zu erklären, daß ich kein Problem habe damit, daß am Wochenende nichts ging, aber daß ich Angst habe, Angst vor der Belastung die ich damals schon fast nicht ausgehalten habe. Angst auch, weil ich diesmal nichts falsch machen will aber nicht weiß, wie ich es richtig machen kann.
Angst, daß er mir wieder hinterher Vorwürfe macht. Angst, daß diesmal so viel kaputt geht in diesem Wahn um Sex, daß ich es nicht aushalte, denn ich bin aufgrund einer familiären Situation sowieso schon emotional sehr sensibel.
Die einzige Antwort die ich bekommen habe, war die, daß er übermüdet sei (wobei ich wirklich keine Übermüdung oder erhöhte Streßfaktoren in den vergangegen Tagen bemerken konnte, eher im Gegenteil), er mich nicht in der Lage sieht, sein Problem zu lösen und ich keine Welle machen soll. Fühlt sich für mich an, als hätte ich eine Zeitreise gemacht. Paff, da waren die vergangenen Szenarien wieder vor meinen Augen. Die vielen Vorwüfe, die vorwurfsvollen Blicke, die Schuldzuweisungen, die Verzweiflung, der Verlust vom Selbstvertrauen. Dabei hab ich ihm noch nicht gesagt, daß ich seine Selbstversuche heute durchaus mitbekommen habe und die mir noch mehr Angst machen.
Ich weiß nicht mehr weiter, wie mache ich es denn richtig? Ich will doch meinem Mann kein Stein in seinem Weg sein. Ich mag ihm doch seine Situation nicht schlimmer machen als sie ist. Ich wäre bereit alles zu akzeptieren, wenn ich nur die Chance hätte Gewissheit zu haben, welcher Weg wirklich richtig ist.
Meine Emotionen kann er im Moment nicht wahrnehmen, das ist mir klar. Er ist in einem Kreislauf gefangen, diesmal so schnell, aus dem es schwer ist, sich rauszulösen, das ist mir schon bewußt. Aber ich kann seine Emotionen nicht klar wahrnehmen, er hat eine riesige Mauer um sich aufgestellt durch die ich nicht komme. Auf der anderen Seite der Mauer stehe ich nun alleine da mit meinen Ängsten, verunsichert wie ein kleines Mädchen.
Setze ich ihn unter Druck, wenn ich ihm von meiner Angst erzähle? Womit setze ich ihn denn eigentlich unter Druck? Wie erlebt ihr das? Wann wisst ihr, daß ihr Druck aufgebaut habt? Sind es die Worte? Sind es Reaktionen/Gesten?
Ich bin völlig hilf und ratlos, kann mir bitte jemand die genaueren Zusammenhänge erklären, die ich anscheinend nicht verstanden habe? Bitte, ich bin total verzweifelt, ich weiß nicht mehr, was zu fühlen ist richtig und was falsch?
She
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Wie geht ihr mit euch selbst um? Beitrag # 2

03.06.2009, 00:14
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Registriert seit: 04.03.2009
Beiträge: 80
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Hallo She,
zu erst einmal, Gefühle sind immer richtig - ob es Deine sind oder die Deines Mannes.
Dein Mann ist anscheinend wütend und hilflos, dass ihm etwas verloren zu gehen scheint, was ihn als Mann bestätigt, und was ein wesentliches Bindeglied zwischen Euch ist. Das ist aus seiner Sicht verständlich. Er tut das dafür, um es zu behalten, was er meint, tun zu können. Er hat noch keine andere - vielleicht adäquatere - Lösung und Maßnahme in Sicht, weil er sich dazu möglicherweise etwas eingestehen müsste, wozu er noch nicht bereit oder in der Lage ist.
Trenne Du zwischen Deinen Gefühlen und den seinen. Lass Dich nicht von den Gefühlen Deines Mannes anstecken. Wenn Dein Mann wütend ist, sei Du nicht wütend, dass er wütend ist. Lass ihm seinen Umgang mit seinem "goldenen Kalb". Dass Dein Mann eine Erektionsstörung hat, ist erstmal sein Problem. Distanziere Dich davon - innerlich. Solltest Du das schaffen, dann - aber erst dann - ist es möglich, ohne Druck auszuüben, Deinem Mann den Spiegel vorzuhalten, wie er mit sich und darüber hinaus mit Dir umgeht, und wie er mit seinen "Männlichkeitsbeweisen" innerhalb der Beziehung agiert.
Werde Dir darüber bewusst, dass Sex ein Liebesspiel ist und nicht dazu dient oder benutzt werden soll, sich oder dem anderen irgend etwas beweisen zu müssen. Biete ihm Sex als Liebesspiel an, wann immer es Dir danach gelüstet, und sage ihm vielleicht bei passender Gelegenheit, dass Du es nicht als Trainingsprogramm siehst. Sex ja - mit Liebe und innerer Zugewandtheit, aber nicht mit Stress. Distanziere Dich von der Qualität seiner Sexangebote.
Überlege Dir genau, wie wichtig DIR ein steifer Schwanz ist. Unbewusstes macht oft mehr Druck als Worte. Ich will damit nicht sagen, dass Du so weit kommen sollst, darauf verzichten zu sollen. Nur, werde Dir darüber klar, WIE wichtig es Dir ist. Und werde Dir darüber klar, dass die Sterne derzeit anders stehen und Du der Erektionsstörung gegenüber ohnmächtig bist. Diese Ohnmacht auszuhalten ist total schwer. Sie nicht aushalten können, macht Druck. Trotz alle dem kannst und sollst Du Deine Bedürfnisse äußern - und vor allem Dich abgrenzen.
Nun gibt es viel zu tun für Dich - Gefühle sortieren und abgrenzen.
Gutes Gelingen und liebe Grüße von
Estephania
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Wie geht ihr mit euch selbst um? Beitrag # 3

03.06.2009, 00:24
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Registriert seit: 17.01.2009
Beiträge: 30
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Hallo She!
Mann, Mann, Mann... - wenn man das so liest...
1. Du denkst eindeutig zuviel!
2. Dein Mann muss einmal verstehen lernen, wie eine Erektion zustande kommt.
3. Auf Kommando einen Ständer bekommen zu wollen, wenn man psychisch schon so belastet ist wie er ist wie russisches Rollet zu spielen und die Kugel ist der Ständer.
4. Diese Selbstversuche sind auf keinen Fall förderlich. Wenn man ständig onaniert oder was auch immer wird man mit der Zeit gesättigt und dann geht auch die meiste Zeit nichts mehr - vor allem wenn man älter wird.
4. Mit Tabs funktioniert es. Warum macht ihr euch dann so einen Stress. An Eurer Stelle hätte ich mir zB Cialis besorgt und dann einfach jeden 2 Tag zB 10 mg eingeworfen - dann ist er stets bereit (oder zB auf das Wochenende hin) 20 mg und das Thema Potenzproblem (was ja eh nur psychisch bedingt ist) existiert nicht mehr. Lieber setzt ihr Eure Beziehung aufs Spiel und macht Euch gegenseitig fertig.
Sag mal zu Deinem Mann er soll nicht "rumschwitzen" und besorgt Euch ausreichend Tabs und das Thema ist gegessen. Und das mit dem Stress und Schlaf etc. was sein psychisches Potenzproblem ausmacht soll er in den Griff bekommen.
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Wie geht ihr mit euch selbst um? Beitrag # 4

03.06.2009, 01:43
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Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 88
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Probleme sind dazu da gelöst zu werden
ich muss mich Luis anschließen, wenn ich oft diese Beiträge hier so lese, denke ich auch, mein Gott, warum macht ihr es euch denn alle so schwer, probiert hier und da mit allen Mitteln.
Liebe She, ihr hattet doch diese Krise schon einmal, warum kann man denn in einer langjährigen Beziehung nicht einfach mal sagen, hör auf den Kopf in den Sand stecken, wir haben das schon mal durch und ich will das nicht noch einmal, nimm die Tabletten.
Ihr macht euch eure Beziehung derart kaputt und es ginge so einfach mit den Tabletten zu lösen, das solltest du ihm klar machen. Das habt ihr doch schon einmal so praktiziert, warum denn jetzt nicht? Vor allem denke nicht, dass du Probleme hast und lass dich nicht so runterziehen. Setz ihm Grenzen, wenn du Sex willst, dann hab Sex und auch nur dann.
Meiner Meinung nach hast du das Recht dazu ihm zu sagen, dass du Angst davor hast, und wenn er blockt, würde ich ihm schon unmissverständlich klar machen, dass die Welt sich nicht nur um ihn dreht, sondern, dass eine Partnerschaft aus 2 Menschen besteht.
Vor allem wäre es mal wichtig zu klären, woher denn die Probleme kommen, wenn sie psychisch sind, da muss es durch irgendwelche Ursachen geben, denn es ist ja nicht typisch, dass es plötzlich nicht mehr geht, die ED stellt sich ja langsam ein, man merkt es also. ED tritt doch nicht über Nacht ein.
Selbstverständlich ist es schon wichtig auf den Partner einzugehen, aber doch nicht zu dem Preis, dass man sich selbst dabei vergisst. Verständnis zu haben ist sehr wichtig, ein offen gesprochenes Wort wirkt manchmal Wunder.
Wir Frauen haben sowieso die Gabe alles auf uns zu nehmen und lösen zu wollen, das funktioniert aber nun mal nicht. Man sollte meiner Meinung nach in einer Beziehung seine Gefühle nicht verschweigen, sondern äußern.
Estephania spricht von seinen Gefühlen, wenn ich allerdings deinen Bericht so lese, dann sieht mir das zwar nach Gefühlen aus, allerdings irgendwie benimmt er sich wie ein trotziges Kleinkind, nach dem Motto, ich will jetzt das das geht und versuche es mit allen Mitteln, was andere fühlen ist mir egal, im Zweifel sind dann auch noch andere schuld, für mich purer Egoismus. Er ist sicher verzweifelt, er muss sich aber seinem Problem stellen und es nicht noch mit seiner ständigen Probiererei noch verschlimmern.
Was ich jetzt sage, wird den meisten Frauen nicht gefallen, aber ich würde ihn vor vollendete Tatsachen stellen, würde ihm die Tabletten hinlegen und sagen, so nun nimm die und gut ist es. Ich habe es satt, mir das hier noch länger anzusehen, ich will nicht leiden und wenn du nicht in der Lage bist diesen Zustand
zu beenden, dann muss ich das eben tun, vielleicht braucht er das sogar, vielleicht scheut er sich einfach diesen Schritt zu tun, warum auch immer. ich würde keine endlosen Diskussionen mehr führen, gibt nur Stress und Streit.
Liebe She , ich kann dir nur raten, lass es nicht zu, dass es dir noch mal so ergeht. ich wünsche dir, dass du das mit ihm vernünftig klären kannst und bald wieder eine glückliche Beziehung führen kannst.
Lg
cheznouz
Geändert von cheznouz (05.06.2009 um 09:29 Uhr)
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Wie geht ihr mit euch selbst um? Beitrag # 5

03.06.2009, 22:41
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 02.06.2009
Beiträge: 4
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Guten Abend zusammen,
oh, jetzt hab ich mir erstmal ein paar Tränchen auswischen müssen, ganz, ganz lieben Dank für die überwältigenden Worte. Ihr habt mir eine große Menge Denk- und Sortierarbeit gegeben, ganz liebe und wundervolle Gedanken geschrieben, ich bin erstmal geplättet. Da sind einige Blickwinkel, die ich so noch nicht gesehen, eher vielleicht nur erahnt habe, wenn überhaupt.
Deshalb, weil ich darüber noch in mir arbeiten muß, vorerst nur eine kurze Frage, wegen den Tabletten.
Die vergangene Errektionskrise (dieses Wort gefällt mir und drückt für mich einfach besser aus, was unsere Situation anscheinend ist), ist ja schon einige Jahre her. Die damaligen Tabletten hatten das Verfallsdatum überschritten (denke ich mich zu erinnern, bin mir aber nicht mehr sicher), zumindest habe ich sie entsorgt.
Mir gefällt der Vorschlag, ihm einfach die Tabletten hinzulegen sehr gut, spiele ich diese Situation durch, gibt es mir ein gutes Gefühl, vielleicht wirklich einiges an Weg abzukürzen, bzw. einige Stolperfallen zu vermeiden und alles erträglich für uns zu gestalten. Es kann eine Möglichkeit sein für uns, uns nicht wieder in einen Strudel reißen zu lassen bzw. meinen Mann aus seinem selbstgemachten Studel leichter wieder aussteigen zu lassen.
Nun, ohne Rezept bekomme ich die Cialis ja nicht in der Apotheke. Internetangebote, naja, schon zu häufig schaurige Berichte über die Inhaltsstoffe gehört und deshalb möchte ich das nicht.
Ihn nochmal zum Arzt schleifen, OK, wenn es unbedingt sein muß würde ich mich der Situation nochmal aussetzen, ich gehe mal davon aus, daß er wieder ein Problem damit hat, so wie damals auch. Sicher bin ich mir aber nicht.
Geht es eigentlich, daß ich mir einen Termin bei dem Urologen von damals mache und ihn bitte mir, bzw. meinem Mann die Tabletten zu verschreiben? Oder muß der Patient da selbst vorstellig werden?
Ich würde das auch als eine Gesprächschance für mich sehen, so ein Urologe hat ja eigentlich mehr Erfahrung im Umgang mit Errektionskrisen, ED und Co, vielleicht kann ja er mir zusätzlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Oder seine Frau, die ist Urologin und auch in der Praxis.
Geht das eigentlich, daß ich, mal abgesehen vom Hintergrund des Tablettenrezeptes, ein Gepräch über meinen Mann und seine Probleme mit dem Arzt führe? Ich meine, darf der mir überhaupt Stellung dazu nehmen oder greift da die Schweigepflicht?
Damals war das einfacher, mein Mann hat mich mitgenommen, weil er mir nicht im Nachhinein noch von seiner Demütigung erzählen wollte, bis auf ein paar Untersuchungen hab ich also alles mitbekommen und konnte einfach fragen ohne mir über Schweigepflicht und sowas Gedanken zu machen.
Heute überlege ich mir, ob es nicht für mich gut wäre, wenn ich mit dem Arzt alleine sprechen könnte, ihm gegenüber könnte ich die Dinge so ausdrücken, wie sie mir auf dem Herzen liegen ohne jedes Wort vorher genaustens abzuwägen um ja meinen Mann nicht zu verletzen.
Ich habe für mich heute mal gemerkt, ja, es stimmt, ich neige dazu alles auf mich zu nehmen und sofern möglich auch zu lösen. Zumindest aber soviel wie ich irgendwie in mir an Kraft und/oder Emotionen und Verhalten mobilisieren kann, zu einer Lösung beizutragen.
Meinen Mann jetzt unter keinen Umständen zu verletzen, ihn ja nicht, auch nicht unbewußt unter Druck zu setzen, das hat immernoch höchste Priorität in mir. Dafür nehme ich (noch?) jeden Drahtseilakt auf mich und kontrolliere mich und meine Gefühle ständig, heute mal wieder den ganzen Tag lang.
Daß ich für ihn dasein, mich aber gleichzeitig auch abgrenzen muß, neu sortieren muß, das wurde mir erst als wirklich wichtig bewußt, als ich eure Antworten gelesen habe.
Ganz lieben Dank nochmal für all die Antworten, ihr habt mir das Gefühl gegeben, doch nicht ganz so alleine zu sein,
She
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Wie geht ihr mit euch selbst um? Beitrag # 6

03.06.2009, 23:11
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Registriert seit: 18.02.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 88
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tabletten
Hallo she
dein heutiger Bericht hört sich schon etwas optimistischer an, was die Tabletten angeht schreibe ich dir eine PN
lg
cheznouz
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Wie geht ihr mit euch selbst um? Beitrag # 7

04.06.2009, 10:07
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Registriert seit: 17.01.2009
Beiträge: 30
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Wenn ich mich noch einmal einmischen darf...
Wegen der Tabs. hast Du vermutlich schon einen Tipp bekommen.
Und schon wieder bist Du dabei ... grübel, grübel, grübel *gg* - ist ja fast schon süß.
Ist Dir eigentlich schon einmal aufgefallen, dass Du Dir eigentlich immer selbst im Weg stehst?
Wenn Du etwas wissen willst und Dich beraten lassen möchtest, wieso machst Du es nicht einfach? Denk nicht so viel nach - mach einfach! Ich kann verstehen, dass man abwägt und nachdenkt bei wichtigen Entscheidungen im Leben (wie zB kauf ich dieses Haus etc.).
Aber hier geht es eigentlich um nicht viel. Es geht um einen Arztbesuch und ein paar Fragen die Du beantwortet haben willst. Was soll schon großartig passieren. Hoffe Du verstehst was ich meine.
Und ihr müsst ja nicht über Deinen Mann sprechen. Du kannst ja über Situationen bzw. das Problem generell sprechen und Dich beraten und Tips holen.
Wenn Dein Mann schon "ohnmächtig" in dieser Situation reagiert, musst Du es nicht auch.
Wie geht man normalerweise um mit schwierigen Situationen?
1. Informationen einholen
2. Entschluss fassen
3. MUT beweisen (Mut heisst nichts anderes als meinem Urteil treu) und TUN (TUN - nicht unnötig trödeln)
Und das Handeln wird Dir ein gutes Gefühl geben. Das Handeln macht Dich stark. Du bist eine erwachsene Frau!
Eines sollte Euch klar sein. Ihr und nur Ihr steuert mit Eurem Denken Euer Leben. Als erstes steht immer der Gedanke. Also wo sollte man dann am besten als erstes Ansetzen um was zu verändern, zu verbessern etwas zu regeln.
Für viele Männer ist Impotenz eines der schlimmsten Sachen was "Mann" passieren kann. Und dass es da dann zu komischen Reaktionen kommt ist auch irgendwie klar.
Noch ein kleiner "Scherz":
Hol die Tabs. und "rammel" mal wieder anständig und dann scheint die Sonne auch gleich wieder am Horizont *ggg*.
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Wie geht ihr mit euch selbst um? Beitrag # 8

05.06.2009, 19:18
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 03.05.2009
Beiträge: 140
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Hallo She,
hier kommt noch ein kleiner Aufmunterungsgruss 
Ich hatte vor einigen Jahren einen Freund, der auch einfach mal einen plötzlichen "Aussetzer" hatte, und danach ging - einfach aus Gründen des inneren Drucks - einige Tage gar nichts mehr. Das ist überhaupt nicht besonders lang, was ich sagen will, ist, dass er genau so wie dein Mann reagiert hat, sowie er wieder eine Erektion hatte, wollte er sofort und auf der Stelle loslegen, die Erektion hielt dann nicht lange, und ich war innerhalb weniger Tage total frustriert - nicht wegen der Erektionsprobleme, sondern wegen seines Umgangs damit. Ich habe mich regelrecht benutzt gefühlt und ihm das (als es mir dann klar wurde - war halt selber noch jung und unerfahren...) auch gesagt, und zwar laut und deutlich.
Erstaunlicherweise hatte sich das dann den nächsten Tag mit den Erektionsproblemen wieder gelegt, und alles war wunderbar...
Ums mal ganz deutlich zu sagen, es ist SEIN Penis, der - aus welchen Gründen auch immer - gerade nicht tut, was von ihm erwartet wird.
Letzten Endes ist es also an ihm, sich darum zu kümmern.
Das einzige, was Du tun musst, ihm zu sagen, wie Du Dich damit fühlst,
und dass es sein Verhalten ist, das Dir Sorgen macht, und nicht seine Erektionsprobleme, denn die dürften ja behebbar sein.
Wenn er eine Grippe hätte, würdest Du Dich sicher auch nicht schuldig fühlen!
Ich wünsch Euch viel Erfolg,
liebe Grüsse!
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