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  Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter... Beitrag #1  
Alt 12.08.2009, 14:07
Kathy123
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 12.08.2009
Beiträge: 5
Standard Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter...

Hallo zusammen!
Da ich zur Zeit ziemlich durcheinander bin, hab ich mich mal im Internet auf die Suche begeben und hoffe, dass mir hier jemand einen Rat geben kann.
Also, ich bin 25 und in einen Mann verliebt (26). Wir unternehmen sehr viel miteinander, viel mehr, als das "normale" Freunde tun (tägliches stundenlanges Telefonieren usw.). Naja, ich hatte dann auf jeden Fall deshalb irgendwann auch den Verdacht, dass auch er Gefühle für mich hat, weil er mir so unglaublich große Aufmerksamkeit schenkt. Trotzdem ist er nie mal einen Schritt weiter gegangen. Ich habe ihm dann vor einiger Zeit meine Liebe gestanden, woraufhin er mir etwas gebeichtet hat, womit ich nicht gerechnet hätte.
Er ist Diabetiker und leidet deshalb an Impotenz. Ich war total schockiert, v.a. als er mir erzählte, dass er für sich das Thema Liebe und Beziehung abgeschrieben hat und sich damit abfinden will, alleine zu leben.
Jetzt bin ich irgendwie total hin- und hergerissen. Die Gefühle habe ich trotz allem noch für ihn, traue mich aber nicht, ihn nochmal wegen seines "Problems" anzusprechen, da ich mir vorstellen kann, wie niederschmetternd das für einen Mann sein kann.
Ich steh nun total ratlos da. Ich für meinen Teil denke, dass ich trotzdem eine Beziehung eingehen möchte, da Liebe ja nicht nur aus dem reinen und klassischen GV besteht. Allerdings weiß ich ja nicht, was er noch in der Lage ist, zu fühlen.
Vielleicht weiß ja hier von euch jemand einen Rat. Es würde mich sehr freuen!
LG, Kathy
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  Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter... Beitrag #2  
Alt 12.08.2009, 22:35
Benutzerbild von Ilkka
Ilkka
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.114
Standard

Hallo Kathy,

wenn du dich stark genug fühlst, mit der Krankheit des Mannes den du liebst und auch mit den damit verbundenen psychologischen Belastungen umgehen kannst, dann steht eurem weiteren Glück überhaupt nichts im Wege. Impotenz, oder besser ED, ist insbesondere für einen jungen Mann eine schwere Belastung. Aber, und das ist jetzt wichtig, bedeutet nicht das Ende von Sex, oder gar Liebe. Und es ist sicherlich für einen jungen Mann, zumal wenn er schon resigniert hat, schwer zu begreifen, dass er trotzdem die Liebe einer Frau erfährt. Und wenn er dann auf dem Gebiet der Sexualität sehr zurückhaltend ist, dann allenfalls deshalb, weil er für sich selbst Enttäuschungen auf diesem Gebiet vermeiden will. Das hat erst einmal überhaupt nichts mit dir zu tun.

Du solltest, nein du musst ihn darauf hin ansprechen und ihm versuchen klar zu machen, dass für dich ein erregierter Penis nicht das ein NoGo in einer Beziehung darstellt. Im Moment sieht er noch schwarz oder weiß, aber du kannst ihm helfen, indem du ihm das vermittelst.

Und eines ist sehr sicher, seine Gefühle sind durch seine Diabetes nicht betroffen. Und wenn er für dich Gefühle oder Liebe empfindet, dann hast du auch die Chance, die durch ihn selbst aufgebaute Barriere zu durchbrechen und ihm klarzumachen, dass eine ED für dich nicht das Ende vom Sex bedeutet und es viele andere Spielarten gibt, die sowohl dich wie auch ihn „befriedigen“ können. Und so ganz nebenbei, auch eine Erektion ist bei Diabestes mit den heute zur Verfügung stehenden Medikamenten durchaus möglich.

LG,
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  Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter... Beitrag #3  
Alt 13.08.2009, 16:54
Kathy123
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 12.08.2009
Beiträge: 5
Standard

Vielen Dank Ilkka! Ich bin echt froh, dass ich hier mal mit Leuten sprechen kann, die meine und seine Lage verstehen können. Natürlich hab ich nach wie vor Angst, mit ihm darüber zu sprechen, weil ich ihn nicht verletzen möchte. Aber selbst wenn es sich herausstellt, dass er trotz allem nur freundschaftliche Gefühle hat, ist es denk ich wichtig, ihm mal klar zu machen, dass eine Beziehung nicht nur aus Sex besteht. Aber vielleicht denken ja gerade Männer in dem Alter noch so.
Interessant fand ich auf jeden Fall, dass eine Erektion eventuell doch möglich ist und noch viel wichtiger, dass er auch eine Art von Befriedigung erfahren kann. Das war nämlich auch eine Sache, die mich beschäftigt hat, nämlich die, dass es im schlimmsten Fall ja so wäre, dass er Frauen zwar befriedigen kann (manuell, oral, usw.), aber im Grunde nichts zurückbekommt. Und immer nur zu geben ohne zu nehmen stelle ich mir auf Dauer nicht erfüllend vor.
Wie man sieht, geht mir ne ganze Menge durch den Kopf...und deshalb freue ich mich über jeden Rat, den ich bekommen kann!
LG, Kathy
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  Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter... Beitrag #4  
Alt 13.08.2009, 22:02
Benutzerbild von Ilkka
Ilkka
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.114
Standard

Hallo Kathy,

ich hoffe ja, dass hier auch noch andere Teilnehmer zu deinem Problem etwas sagen können. Ich meine, egal ob lediglich freundschaftliche Gefühle, oder eben Liebe, Aufklärung zu dem Thema Diabetes und den damit verbundenen Problemen ist keinesfalls verkehrt.

Ich habe gerade eine nach meiner Ansicht interessante Seite gefunden:

http://www.diabetes-news.de/info/ed/vorwort-ed.htm

Einfach mal durchlesen, kann zumindest nicht schaden.

LG,
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  Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter... Beitrag #5  
Alt 14.08.2009, 12:53
Frau Schmidt
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.05.2009
Beiträge: 140
Standard

Hallo Kathy,

willkommen im Ladie´s Forum

Ich hatte mal einen sehr guten Freund, der ebenfalls Diabetes hat, gleiches Alter wie Dein Freund jetzt, und auch jahrelang eine Beziehung vermieden hat, weil er EDs hatte.

Dann kam Viagra auf den Markt, und heute ist er glücklicher Papa

Ich bin keine Diabetesspezialistin, aber ich habe viel über ihn darüber erfahren, und mein Eindruck war, dass ein enger Kontakt zu einem auf Diabetes spezialisierten Arzt sowie einem Urologen das A und O ist in der Sache. Und natürlich Sport und eine absolut richtig eingestellte Ernährung.

Ich habe hier im Forum viel über Arginin gelesen, soviel ich weiss, fördert das die Durchblutung und stärkt die Gefässe - schaut Euch doch da mal um, vielleicht wäre es eine zusätzliche Hilfe?
Wenn Du das Wort Arginin mal in das Suchfeld oben links eingibst, oder unter "Körperliche Ursachen" im Forum nachschaust, findest Du vielleicht auch noch interessante Infos.

Was die Befreidigung angeht, habe ich sowohl meinen Freund als auch die im Forum anwesenden Männer befragt
Ergebnis meiner "Studie" war, dass Männer es auch dann schön finden, wenn ihr Penis verwöhnt und gestreichelt wird, wenn sie KEINE Erektion haben.

Soweit ich das sagen kann, kommt dann aber kein Orgasmus beim Mann zustande, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren
(MÄNNER, DIES WAR JETZT EIN WINK MIT DEM ZAUNPFAHL - WENNS DA WAS GIBT, DAS ICH WISSEN SOLLTE - RAUS DAMIT )

Lieber Gruss!
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  Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter... Beitrag #6  
Alt 14.08.2009, 16:38
Kathy123
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 12.08.2009
Beiträge: 5
Standard

Vielen Dank an beide! Ich werde mich gleich mal mit dem Link beschäftigen und dem Wink mit dem Zaunpfahl von Frau Schmidt schließe ich mich gerne an!
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  Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter... Beitrag #7  
Alt 17.08.2009, 20:05
Zarathustra
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 28.02.2009
Beiträge: 11
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Hallo Kathy,
Dein Beitrag hat mich sehr berührt, auch weil es mich auch etwas betrifft.
Deinen Freund kann ich gut verstehen, wenn er so deprimiert und resigniert ist wegen seinen Diabetes. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das er bereits mit 26 ED hat, die durch den Diabetes verursacht ist.
Natürlich kann ED eine Spätfolgeerkrankung des Diabetes sein. Aber mit Sicherheit noch nicht in dem Alter.

Frag ihn doch mal, wie lange er schon Diab. hat und wie hoch sein Hba1c -wert ist und ob er ständig höhere Blutzuckerwerte hat. Wenn er wirklich ED durch Diab. hätte müßte er auch noch andere Folgeerkrankungen haben, an Augen, Nieren, Beinen, Herz, Bluthochdruck usw., ich könnte hier die ganze Pallette aufzählen. Die Äußerungen deines Freundes deuten eher auf eine depressive Episode hin, bedingt durch den Diabetes. Bei Diabetikern garnicht so selten. Und wie man weiss ist eine Depression auch nicht gut für die Potenz.

Ich bin jetzt 45 Jahre alt und habe bereits 30 Jahre Diabetes.
Ich habe auch schon solche Depressiven Phasen hinter mir und reagierte genauso wie dein Freund, als mir damals vor 15 Jahren meine große Liebe begegnete, da zweifelte ich auch daran, ob es richtig ist eine feste Beziehung einzugehen. Was hatten wir damals diskutiert über unsere Beziehung und ob meine Liebste mit mir überhaubt glücklich werden kann mit so einen wie mir.
Zumahl meine Frau auch noch 11 Jahre jünger ist als ich.
Nun sind wir bereits seit 7 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder.
Seit einigen Jahren funktioniert es beim Sex natürlich auch nicht mehr so, wie früher, aber ob es allein vom Diabetes kommt, mag ich bezweifeln.
Ich denke, die gleichen Probleme hätte ich auch ohne Diabetes.
Deshalb nehme ich seit ca. 1 Jahr auch regelmäßig Viagra.
Was ich damit sagen möchte ist, dass es nicht das Ende bedeutet, die Diagnose Diabetes.
Dein Freund hat seine Diabeteserkrankung möglicherweise noch nicht so ganz akzeptiert und leidet deswegen an dieser psychischen ED und an Depressionen.
Und das mit dem GV siehst du schon verkehrt, ein "richtiger Mann" möchte mit seiner Partnerin natürlich auch richtigen Sex haben und nicht nur so ein wischiwaschi-gefummel. Da machst du dir was vor, das wird nicht funktionieren auf Dauer. Bei Frauen ist das nicht anders. Du wirst auch nicht glücklich auf Dauer.
Halte uns bitte auf dem laufenden, wie es Dir mit deinem Freund geht.
Viele Grüße

Zarathustra
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  Weiblich, ist verliebt und weiß nicht weiter... Beitrag #8  
Alt 17.08.2009, 20:33
Zarathustra
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Registriert seit: 28.02.2009
Beiträge: 11
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Nochmal Hallo Kathy,

voreilig habe ich meinen Beitrag beendet und losgeschickt.
Was ich Dir noch sagen wollte ist, das Du viel mit deinem Freund reden mußt.
Du mußt sehr viel Verständniss aufbringen für seine Lage, das schafft Vertrauen und Nähe, denn nur dann redet er auch über alles, was ihm so zu schaffen macht.
Bei mir war es jedenfalls so, ich habe eine sehr verständnisvolle Frau und wir reden sehr offen über alles. Das hilft wirklich.
So, das wars jetzt endlich.
Liebe Grüße,
Zarathustra
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