Du hast geschrieben ihr führt eine Wochenendbeziehung - eventuell wäre es insgesamt förderlich (falls es eben beruflich/örtlich) möglich ist, wenn es nicht bei einer Wochenendbeziehung bleibt, sondern ihr beide versucht das auszudehnen. Das würde es Deinem Freund u.U. erlauben ein wenig Stress ausserhalb des Berufs abzubauen weil man sich im häuslichen Leben gegenseitig unterstützen kann.
Weiterhin meintest Du, er könne mit dem rauchen nicht aufhören. Da stellt sich mir die Frage ob z.B. Du auch rauchst. Wenn beide Partner rauchen und einer soll aufhören, dann funktioniert das natürlich nicht. Wenn dann müssen es beide hinbekommen. Wenn ihr dann auch mehr als nur eine Wochenendbeziehung hättet wäre es auch leichter den anderen quasi insgeheim zu "überwachen" bzw anzuspornen.
Ich an Deiner Stelle würde insbesondere das Rauchproblem als erstes angehen und zumindest auf eine Reduzierung drängen. Du musst ihm glaubhaft klarmachen, daß es dich ungemein stört wenn er raucht wenn ihr zusammen seid. Bei seinem hohen Konsum wären vermutlich auch Ersatznikotinquellen (Kaugummis, Pflaster) eine sinnvolle Ergänzung. Wenn Du ihm immer noch jede Menge bedeutest, dann wird er auf entsprechenden Druck hin sicherlich ein wenig nachdenklich und probiert es evtl. doch mit der Reduktion oder dem kompletten Verzicht.
An Deiner Stelle würde ich auch vorsichtig andeuten, daß Du unbedingt mehr über eure Probleme mit ihm sprechen willst. Da er offensichtlich nicht dazu in der Lage ist von sich aus zu sprechen oder Gespräche zuzulassen, wäre u.U. auch hier ein wenig Druck in der Art "Sprich mit mir oder wir sprechen irgendwann garnicht mehr miteinander, weil ich dann nicht mehr hier bin..." sinnvoll. Wenn ihm etwas an der Beziehung liegt, dann wird er auf entsprechend deutlich gesetzte Signale anspringen wie die Motte aufs Licht.
Mit "entsprechend deutlich" meine ich jetzt nicht unbedingt, dass Du ihm sofort die Pistole auf die Brust setzt, aber eben auch nicht komplett nur um den Brei herum redest. Sprich ihn evtl. einfach auch offen darauf an, dass er bei solchen Gesprächsversuchen blockiert Du aber dennoch
unbedingt mit ihm darüber reden willst, weil es mittlerweile auch
für Dich ein großes Problem darstellt. Eventuell blockt er auch dabei ab - wenn Du aber in einer Situation mit ihm sprichst, wo er quasi nicht flüchten kann, muß er zuhören - und dann wird er das gehört, selbst wenn es nur ein Monolog Deinerseits war, verarbeiten.
Wie gesagt:
wenn Du ihm immer noch sehr viel bedeutest (was wir doch mal hoffen wollen

) und wenn er kapiert, dass sich die Beziehung ganz drastisch ihrem Ende nähert, wenn er so weitermacht, dann wird er sein Verhalten ändern - wenn aber weder bei ihm noch bei Dir eine ordentliche gefühlsmäßige Grundlage vorhanden ist, dann wird sich das auf Druck von Dir ebenso zeigen und dann wäre die von Dir angedeutete Trennung vermutlich die beste Lösung, so traurig das im Einzelfall auch sein mag.
> Geht es jemandem ähnlich wie mir? Ich bin verzweifelt und hab nur noch Chaos im Kopf!
Jepp - in gewisser Hinsicht geht es mir mit meinem Problem ähnlich - in meiner Beziehung bin ich zwar derjenige mit dem ED-Problem, aber der für mich eigentlich immens wichtige "physische Support" (sprich Zärtlichkeiten aller Art) fehlt mir immer mehr, da meine Freundin jegliche Zärtlichkeiten sofort mit meinem/unserem Problem assoziert und sie deshalb auf quasi garnichts mehr Lust hat. Nicht mal auf simples kuscheln aufm Sofa während eines gemeinsamen Fernsehabends.
> Ich trage mich mit dem Gedanken mit ihm Schluss zu machen (nicht nur wegen dem Sex sondern weil ich auch das Gefühl habe wir passen nicht so zueinander wie es sein sollte).
Und auch das ist mir persönlich schon durch den Kopf geschossen, wobei ich mittlerweile die Hoffnung hege, daß viele der momentanen Probleme sich in Rauch auflösen, wenn mein Problem keins mehr ist und das ist für mich auch ein großer Beweggrund an meiner momentanen Beziehung dennoch weiter festzuhalten.
Gruß
Münchner