Hallo,
vielleicht mal eine kleine Vorstellung: Bin 18, jungfrau, verzweifelt. Wie so manche hier

Name gibts erstmal nicht, muss ja nicht gleich jeder meine Probleme googeln können.
Meine erste "Erfahrung" liegt schon länger zurück, fast ein Jahr schon. Den genauen Tag weiß ich garnicht mehr.
Damals hatte ich eine "beste Freundin", die seit einigen Jahren auch einen festen Freund hatte, zu meinem Glück nur per Fernbeziehung.
Wir haben uns in der Schule kennen gelernt, uns eigentlich sofort gut verstanden und viel Zeit miteinander verbracht. Wir beide sind bzw. waren recht schüchtern, wenn es ums Kontakte-Knüpfen geht, deswegen hat das alles etwas länger gedauert.
Naja, das ganze hat sich irgendwie entwickelt, sie hatte öfters Streit mit ihrem Freund, ich hab ihr dann zugehört und sie vertröstet. Wir waren einfach füreinander da, wenn ich Stress in der Familie oder Schule hatte, hat sie mir geholfen.
Durch einen doofen Zufall habe ich einmal gesehen, wie sie sich über MSN mit ihrem Freund gefetzt hat. Der hat ihr vorgeworfen, sie würde von mir schwärmen und ihn garnicht mehr lieben, Vertrauen gebrochen usw.
Der doofe Zufall ging natürlich noch weiter, weil ich grade in ihrer höchsten Not (sozusagen...) in der Nähe war.
Etwas seltsames hatte diese Freundschaft schon immer, sie hat teilweise auffällig meine Nähe gesucht. So wollte sie öfters, das ich bei ihr übernachte, sie ist auf dem Sofa nah an mich gerutscht usw.
Dabei muss ich zugeben, ich habe mir absolut *nichts* böses gedacht. Wir waren richtig gut befreundet, wieso nicht mal bis spät abends vor dem TV hocken, ein paar Bier trinken und über alles quasseln, was uns einfällt.
Eigentlich eine richtig schöne Freundschaft, wie ich sie mir Jahre herbei gewünscht hatte.
Wie jeden Abend zuvor auch, durfte ich mir eine Hälfte von ihrem 3-Meter-Bett aussuchen und wir haben uns hingelegt. (Sowas nennt man glaub ich naiv, oder?

)
An genau diesem Abend kam sie aufeinmal in meine Hälfte gerutscht, hat sich meinen Arm geschnappt und sich an mich gekuschelt.
Vorher schon hat sich bei unseren Treffen gelegentlich weiter unten etwas gerührt. An diesem Abend hätte man für den perfekten Leuchtturm nurnoch eine Glühbirne gebraucht...
Um es abzukürzen, es ist nichts weiter passiert. Irgendwann ist sie eingeschlafen, ich hab sie dann schlafender Weise auf ihre Seite verfrachtet, und versucht, das "kleine Problem" zu lösen. Irgendwann war dann auch dort der Blutdruck wieder normal und ich bin eingepennt.
Das setzte sich dann immer so fort, vor dem schlafengehen, beim begrüßen, ... wurde ausgiebigst geknuddelt. Mir hats gefallen, bzw. war ich hin und weg und die Welt rosarot.
Dabei blieb es aber auch. Da es für sie scheinbar OK war, der Freund nichts wusste und ich das auch als "Freundschaft" verstehen konnte, wurde eben weiter gekuschelt.
Interessant wurde es, als sie eines morgens erzählte, sie hätte von mir geträumt. In ihrem Traum war es heiss, versaut und geil, stundenlang.
Die letzte Hälfte der Geschichte musste sie meinem Rücken erzählen, weil sich meine Jeans schon verdächtig ausbeulte

Aber selbst nach dieser Offenbarung ist nichts passiert.
Ich hatte mir geschworen, niemals so ein A*schloch zu sein, das so eine Chance ausnutzt. Die Chance war wirklich gut, die Braut heiss, der Freund nervig, ich spitz wie sau...
Naja, es kam es kommen musste. In den Ferien war sie bei ihrem Freund, der ging ihr wieder auf den Nerv, Chaos, Streit, Schluss.
Und seitdem hing sie noch mehr an mir. Eines nachts bin ich wach geworden und sie hatte sich förmlich um mich gewickelt.
Sicherheitshalber hatte ich die Nudel schon doppellagig verstaut, nicht das sie auf dumme Gedanken kommt. Ich war ja nur der beste Freund, der macht sowas nicht...
Das war die Vorgeschichte. Ich glaube, Männer und Frauen können einfach keine Freunde sein, irgendwann müssen die sich einfach an die Wäsche.
Irgendwann hat sie mich etwas überrumpelt. Daran war ich natürlich auch nicht unbeteiligt, immerhin hatte ich ihr von meinen Gefühlen einen kleinen Teil gebeichtet...
An jenem Abend sollte "es" dann passieren.
Wieso auch nicht, mein erstes Mal, dazu noch mit so guter Bestückung. Da sie, drei Monate später, immernoch irgendwie an ihrem Freund hing und der seine Liebe quasi täglich vermeldete, hat sie mir gleich eine Ansage erteilt: Ohne Liebe, ohne Konsequenzen, aber vielleicht mit Aussicht auf mehr.
Abends gab es ein kleines Bier, zum lockermachen. Die Katastrophe nahm dann ihren Lauf.
1. Akt: Vorspiel. OK, kennste, hasste vorher gegoogelt. Zum Glück weiß die das nicht, die würde vor Lachen aus dem Bett fallen.
Ähh ja. Küssen? Cool. Kennste? Ne. Mist.
Da waren sie, die Probleme. Ungelogen, irgendwelche heissen Knutsch-Spielchen mit 13,5 gab es in meiner Jugend nicht, ergo auch die Erfahrung dazu nicht.
Also ich allen Mut zusammen genommen, ihr erklärt, was los ist. Sie nahms mit Humor und meinte, sie hätte schon Erfahrung und würde mir das schon beibringen.
Die Vorfreude war nur von kurzer Dauer. Anstatt das die über mich her fällt und mir alle möglichen Tricks zeigt, zieht die ihr Shirt aus.
Das hat mich so geschockt, das sie erstmal oben ohne neben mir lag und meinte, ich sei der erste Typ den sie trifft, der nicht gleich zugreift. Zum zugreifen war mehr als genug vorhanden, nur irgendwie war ich gedanklich noch ganz wo anders

Gut, erstmal massieren und Rücken kraulen (massieren weiter vorne...).
Scheinbar hat sie so einen ich-unterwerfe-mich-Fetisch, d.h. sie hat verlangt, das ich ihr sage, was sie tun soll.
Dabei hat sie natürlich nicht gesagt, was sie gerne tun würde. Hmmm, eigentlich wollte ich doch ihre Erfahrung etwas ausnutzen und mir ne kleine Starthilfe geben lassen... Auch Essig.
Was dann folgte und fast drei Stunden dauerte, hat mich fast zur Verzweiflung getrieben. In meinem Kopf tummelten sich tausend Gedanken, was sie denn alles mit mir anstellen könnte. Leider auch 1001 Argumente, wieso sie das besser lässt. Küssen - kann ich nicht, blamiere mich bis auf die Knochen. Mal Hand anlegen - findet sie als Einstieg sicher abstoßend, vielleicht mag sies nicht. Und so weiter.
Deswegen endete das alles in einem Frage-Antwort-Spielchen. Ich habe versucht, aus ihr raus zu bekommen, worauf sie Bock hätte. Sie hat mich immer abgewimmelt, mit Argumenten wie "Du musst das einfordern, sonst Platzt der Knoten nie", "Hab keine Angst, ich bin viel versauter wie du", "Ich sag das schon, wenns mir nicht gefällt".
Das geht doch nicht!
Ich kann doch nicht beim ersten Mal da liegen und sagen, du, nach da unten und sieh zu. Also versucht, irgendwas mit ihr anzustellen. Wollte nicht, ich muss fordern, sie macht. Verdammt.
Nach drei Stunden hab ich mich dann zu einem "Küss mich" hinreissen lassen. Das schien mir die kleinste Blamage zu sein. Erwartungsgemäß hatte ich keinen Plan von nix, saß wie ein Pfahl im Bett und sie machte sich ans Werk. Whoa, die wusste, wie das geht.
Das setze sich dann so fort, mit zwischenzeitlichen Pausen, weil ich mal wieder was fordern musste.
Irgendwann durfte ich dann auch mal bei ihr ran, zumindest manuell. Schön, ja gut, und nu? Also wieder was fordern.
Du, nach da unten, naja ist sicherlich bekannt.
Voller Stolz wurde mir noch erzählt, dass sie zwei Jahren üben musste, im den richtigen "Grip" zu kriegen.
Vielleicht hätte sie noch länger üben sollen, mir gefiel sogar die Tapete besser wie das, was sich da abspielte. Es fühlte sich so an, als würde jemand einen lauwarmen Stahlring an der absolut unsensibelsten Stelle hin- und herbewegen.
Der Ex-Freund war beschnitten, ich nicht, deswegen meinte sie, das würde weh tun, wenn man da Hand anlegt. Tipp: Niemals versuchen, zu erklären, wies einem besser gefallen könnte. Selbst mit den best-gewähltesten Worten endets im Chaos.
Also ging es bei ihr weiter, im Handbetrieb. Etwas Zunge wollte die Dame auch haben, fragte noch, ob das ein Problem wäre.
Alles easy, das scheint ihr zu gefallen, dann gibts auch Zunge und 1000€ in bar. Wenigstens das klappt mal.
Probleme hatte ich damit keine, ich fand das weder abstoßend noch sonst irgendwie seltsam.
Als sich schon erste Krämpfe im Nacken ankündigten und ein Schlauchboot auch ganz angebracht gewesen wäre, hätte ich dann auch gedurft. Also "hinein", nur mit was anderem.
Tja, da kamen wieder die Probleme. Inzwischen war es halb sechs morgens. Nachdem sie die Decke weggeworfen hatte war mir auchnoch kalt an Stellen, wo ich es nicht gebrauchen konnte.
Selbst ein verzweifelter Weckruf hatte keinen sichtbaren Erfolg.
Kurzum, es ging nichts mehr bei mir. Sie ging erstmal ins Bad, um die Chose trocken zu legen.
Zum Höhepunkt hat wahrscheinlich nicht mehr allzu viel gefehlt, zumindest war sie schon recht zappelig und laut... Wobei die Steigerung von *keine Reaktion* zu *stöhn* auf mich auch recht eigenwillig wirkte, teilweise hätte ich wetten können, ihr würde das nicht gefallen.
Später kam von ihr kein großer Kommentar, ihr hat es angeblich gefallen, schade das bei mir nix ging, naja passiert, vielleicht wann anders nochmal...
Nach der Aktion habe ich mich erstmal zuhause verkrochen und geschämt. Statt (wie erwartet) kein Wort mehr mit mir zu reden, ist sie dann plötzlich sauer, weil ich ihr kein seitenlanges Feedback gegeben habe. Hm.
Danach ging es eigentlich nurnoch bergab. Wahrscheinlich habe ich mich nurnoch falsch verhalten, wir haben uns ein paar mal gestritten und reden seitdem kein Wort mehr miteinander.
Über das Thema hat keiner mehr geredet, meistens sind wir wegen Kleinigkeiten explodiert.
Um die Freundschaft tut es mir heute noch leid. Ich kann mir aber nicht vorstellen, das sich das je wieder einrenkt, bzw. müsste ich mich auch erstmal tagelang mit ihr ausquatschen, bis ich ihr überhaupt wieder in die Augen schauen könnte. Schade eigentlich, es hätte doch bei der bloßen Freundschaft bleiben sollen.
Soviel erstmal zu dieser Geschichte. Vielen Dank an die Leser, das ihr bis hierhin durchgehalten habt.
Wahrscheinlich habe ich mich jetzt als worst-lover-of-the-universe geoutet. Macht aber nix, das wusste ich vorher schon.
Jetzt brauche ich nur mal einen guten Rat.
Mir kommt die ganze Aktion im nachhinein ziemlich verkorkst vor. Das Problem ist nur, sowas hinterlässt seine Spuren.
Auch nach einem Jahr denke ich gelegentlich daran und frage mich, wie das weitergehen soll.
Eigentlich hatte ich nie große Probleme mit den Weibern. Ein paar gute Freundinnen kenne ich schon seit zig Jahren, auch mal neue kennen lernen ist kein großes Thema.
Nach der Aktion habe ich nur irgendwie das Problem, zu glauben, das ich Partnerschafts-Unfähig bin.
Das ich unerfahren bin ist eine Sache. Wenn eine Beziehung was taugt, denke ich mal ist es kein Problem da offen mit umzugehen. Irgendwann war ja jeder mal unerfahren, ich muss halt noch ein bisschen mehr lernen für mein Alter.
Mein Problem ist dabei, dass sich eine Grund-Unsicherheit irgendwie eingeschlichen hat. Will sagen, ich habe Angst, das selbst wenn man offen damit umgeht und es probiert, ich wieder scheitere.
Es ist mir inzwischen lieber, nichts in die Richtung anzufangen, weil ich mir quasi sicher bin, das alles wieder in einer Enttäuschung endet.
Das beim "zweiten ersten Mal" nicht gleich die absolute Heldentat folgt ist mir schon bewusst. Nur was passiert, wenn ich sogar eine Partnerin finde, die es öfter probieren will und es einfach nie richtig klappen will?
Gibt es so hoffnungslose Fälle?
Eigentlich war ich schon vorher nie der richtige Aufreisse-Typ mit Selbstbewusstsein bis zum Mond. Nur seit dieser Aktion habe ich irgendwie einen Knicks weg. Manchmal glaube ich auch, das "er" eh zu klein ist, nicht hart genug wird, etc.
Einfach diese verdammten Selbstzweifel.
Weiß jemand gute Tipps, wie man das hinter sich lassen kann?
Danke schonmal!
P.S.: Ich weiß nicht, ob mein Geschreibsel hier schon zu weit geht. Falls das hier so nicht in Ordnung geht, bitte kurze PN, dann ändere ich das, oder löschen