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Allgemeines zum Thema Erektion, Potenzstörung, und Impotenz

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  Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr... Beitrag #1  
Alt 29.01.2011, 03:03
Rogue
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 29.01.2011
Beiträge: 16
Standard Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr...

Guten Abend,

Eins vorweg: Meine "Leidensgeschichte" ist eine etwas längere, und da ich nicht genau weiß was zum Verständnis wichtig ist, schreibe ich lieber ein paar Worte zuviel als zu wenig. Aber ich versuche mich natürlich der Leserlichkeit halber eher kurz zu halten. Vielleicht wirkt das alles ein wenig ungeordnet und ziellos, aber ich versuche mir das auch ein Stück weit von der Seele zu schreiben.

Kurze Vorinfo:
Ich bin 25 Jahre alt, ernähre mich normal mit einer kleinen Schwäche für Fast Food, esse zum Ausgleich aber auch sehr viel Obst und Gemüse. Ich bin mit 75 kg auf 1.85 recht schlank und auch ein wenig sportlich, hatte aber für 1-2 Jahre auch mal ein wenig zuviel auf den Rippen. Rauchen tue ich nicht, trinken hingegen schonmal gerne am WE und dann auch ein wenig mehr, von Zeit zu Zeit.

Ich habe das Problem, dass mein Penis nicht so ganz möchte, wie ich will. Ich bin dazu fähig vollständige Erektionen zu kriegen, allerdings dauern diese immer nur eine recht kurze Zeit an und nehmen schnell und ohne Berührung extrem schnell ab. Zusätzlich habe ich auch das Gefühl im Stehen nur sehr schwer zu einer Erektion zu kommen, und gleichzeitig ist es auch so, dass ich sehr oft halbe Erektionen bekomme, bei denen der Penis aber nicht vollkommen steif wird, egal was ich dann tue. Im Sitzen klappt es besser, ich habe das Gefühl dass es z.B. auch besser klappt wenn er Richtung Basis leicht abgeklemmt wird, z.b. von der offenen Hose, aber vielleicht ist das inzwischen auch reine Einbildung/Paranoia.
Momentan bin ich single, allerdings war es auch in meinen Beziehungen so, dass es zwar oft zum Sex gekommen ist, aber mein Penis während des Beischlafs an Standfestigkeit abgenommen hat und die Erektion im allgemeinen nicht unbedingt verlässlich war. Also, zusammengefasst - vollständige Erektion ab und an möglich, aber ich kann mich nicht drauf verlassen. Mit den nächtlichen Erektionen ist es so eine Sache, kann man ja immer schwer einschätzen, aber eine richtige Morgenerektion habe ich sehr, sehr selten, stattdessen ist der da mal so halberregt und manchmal auch ein wenig mehr. Ich habe mich allerdings beim Sex relativ früh unter Druck gesetzt, weil ich früher Panik hatte im entscheidenden Moment das Kondom nicht übergestreift zu bekommen - was dann zwecks schwindender Potenz auch wirklich der Fall war. Manchmal frag ich mich, ob diese Probleme vielleicht den psychischen Grundstein gelegt haben, aber eigentlich bin ich auch davon überzeugt, dass es auch körperliche Ursachen gibt.

Ich weiß nicht, ob das ganze psychischer oder physischer Natur ist, aber es existiert mit wechselnder Heftigkeit seit fast 5 Jahren. Mal gibt es Phasen in denen ich das Sexleben als erfüllend und gut funktionierend empfunden habe, dann gab es wieder Zeiten in denen mich das ganze runtergezogen und an den Rand der Depression gebracht hat. Durchgängig war das Problem dass ich nie unbedingt so der Marathonpartner war, heißt, ich konnte nicht unbedingt stundenlang. Täglicher Sex war aber oft drin, aber auch hier eben das Problem der wechselnden Standfestigkeit.. Meine Ex-Freundin mit der ich bis heute guten Kontakt habe versichert mir, dass ihr die Male, wo ich versagt habe, wenig bis nichts ausgemacht haben, aber meine Niedergeschlagenheit und mein Scham eben ein Riesenproblem gewesen sind. (Nur zur Info: Die Beziehung ist nicht daran zerbrochen)

Ich war auch bereits zweimal bei Urologen. Das erste Mal im Alter von 19 Jahren, doch der hat meine Bedenken sehr schnell als jugendliche Verirrung abgetan, kurz abgetastet und dann gesagt ich sollte doch mal testweise Viagra nehmen, welches er mir auch verschrieben hatte - eben, damit ich mal sehe, dass das alles klappt. Hab ich aber leider nie gemacht, vielleicht ein Fehler, denn dann wäre das Selbstvertrauen diesbezüglich vielleicht nicht so angeknackst. Trotzdem hat mich der Besuch im Nachhinein eher enttäuscht, verstanden oder ernstgenommen hab ich mich nicht gefühlt
Das zweite Mal war ich neulich beim Urologen. Dort wurde das Testosteron getestet, was Normalwerte ergab, und auch kurz noch eine genauere Untersuchung per Tasten und Ultraschall (Müsste es heißen, oder?) unternommen. Auch hier kein Befund. Dafür aber eine Überweisung an einen Psychotherapeuten, den ich Anfang/Mitte-Februar nun sehen werde. Erst danach habe ich gelesen, dass es ja eine Reihe verschiedener Testmöglichkeiten gegeben hätte, die eventuelle physische Probleme hätte aufdecken können. Naja, wurde eben alles nicht gemacht.

Jetzt ist es so, dass ich nach einjähriger Pause zum ersten Mal seit langer Zeit wieder an einer Dame interessiert bin, und ich sie wirklich so sehr mag, dass ich mir vorstellen könnte da etwas ernsteres draus werden zu lassen. Und das bringt mich natürlich wieder in die missliche Lage, dass mir das Problem einerseits eben ausgesprochen peinlich ist, aber man es ja am Anfang irgendwie doch aussprechen muss, wenn man sich näherkommt und den anderen nicht verletzen will. Die Frau ist es mir wert, mich diesbezüglich zu öffnen, auch wenn sich mir beim Gedanken darna, dass sie das vielleicht total von mir wegscheucht den Magen umdreht. Das ist letztendlich auch der Grund, warum ich mich aufgerafft habe jetzt endlich was zu tun und mich aus dieser Spirale befreien zu wollen. Gleichzeitig habe ich aber auch Angst vor dem letztendlichen Ergebnis. Ich weiß, das alles liest sich extrem nach reinem Kopfproblem, aber ich habe eben selber das Gefühl, dass es irgendwie auch körperliche Ursachen hat, weil es ja wirklich so lange und so konstant Probleme macht. Ich hoffe, dass ich das Problem dieses Mal irgendwie für mich in den Griff kriegen kann, habe aber abschließend noch ein paar Fragen.

1.) Gibt es bestimmte körperliche Schädigungen, die auf mein beschriebes Bild zutreffen würden. Würde ein venöses Leck in Frage kommen, oder würde das ganze da eher gar nicht mehr funktionieren?
2.1) Bevor ich einmal Potenzmittel teste, wovor ich jetzt ggf. keine Scheu mehr hätte, würde ich gerne wissen wie es mit weiteren physischen Tests aussieht. Könnte mich der Psychotherapeut überweisen, so dass bei mir z.B. der Schwellkörpertest durchgeführt wird etc?
2.2) Das Problem ist auch, dass ich Student bin und mir teure Zahlungen nicht leisten kann, darum hoffe ich da auf Übernahme, da das ganze sonst meinen finanziellen Rahmen komplett sprengen würde. Vermutlich kann ich mir den Kram wie SKIT und dergleichen aber nicht leisten, oder? Wie sieht es mit einem Blutbild aus, zum Test auf Diabetes etc? Wird das übernommen oder muss ich dann selbst zahlen?
3.) Ist es ratsam sich ggf. einfach mal über Mittelchen das Selbstvertrauen zu holen?
4.) Wie verhalte ich mich jetzt allgemein am klügsten? Der Gang zum Therapeuten, der auf dieses Thema übrigens spezialisiert ist, ist ja bereits ausgemacht, aber was dann? Um was kann ich ihn gezielt bitten?

Ich wäre ausgesprochen dankbar für eventuelle Erfahrungsberichte, Meinungsaustausch und vor allem Ratschläge auch abseits der mir gestellten Fragen. Vielen Dank fürs Lesen dieser Textwand, ich hoffe ich wirke nicht zu bescheuert. Bei Unklarheiten bitte einfach nachfragen, ich habe sicherlich hier und dort auch etwas vergessen.

Geändert von Rogue (29.01.2011 um 03:12 Uhr)
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  Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr... Beitrag #2  
Alt 31.01.2011, 23:46
Günther
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Registriert seit: 09.06.2005
Ort: München
Beiträge: 275
Standard

Hallo Rogue,

Zitat:
Zitat von Rogue Beitrag anzeigen
Ich habe das Problem, dass mein Penis nicht so ganz möchte, wie ich will. Ich bin dazu fähig vollständige Erektionen zu kriegen, allerdings dauern diese immer nur eine recht kurze Zeit an und nehmen schnell und ohne Berührung extrem schnell ab. Zusätzlich habe ich auch das Gefühl im Stehen nur sehr schwer zu einer Erektion zu kommen, und gleichzeitig ist es auch so, dass ich sehr oft halbe Erektionen bekomme, bei denen der Penis aber nicht vollkommen steif wird, egal was ich dann tue. Im Sitzen klappt es besser, ich habe das Gefühl dass es z.B. auch besser klappt wenn er Richtung Basis leicht abgeklemmt wird, z.b. von der offenen Hose, aber vielleicht ist das inzwischen auch reine Einbildung/Paranoia.
So richtig habe ich das nicht verstanden. Was meinst du, wenn du sagst, dass deine Erektionen immer nur kurze Zeit bestehen? Geht deine Erektion während des GV oder der SB zurück? Dass deine Erektion ohne jede Stimulation extrem schnell ab nimmt, ist ja nicht ungewöhnlich oder krankhaft.

Deine Schilderung vermittelt mir den Eindruck, dass du dich bzw. deinen Penis sehr intensiv beobachtest, immer mit dem Hintergedanken: wie lange hält er noch durch? Das wäre natürlich Stress pur, und Stress ist nun mal ein schlimmer Erektionskiller.

Zitat:
Zitat von Rogue Beitrag anzeigen
Momentan bin ich single, allerdings war es auch in meinen Beziehungen so, dass es zwar oft zum Sex gekommen ist, aber mein Penis während des Beischlafs an Standfestigkeit abgenommen hat und die Erektion im allgemeinen nicht unbedingt verlässlich war. Also, zusammengefasst - vollständige Erektion ab und an möglich, aber ich kann mich nicht drauf verlassen.
Dafür kann es einleuchtende Gründe geben. Wenn dich die Partnerin nicht besonders erregt oder du mit den Gedanken wo ganz anders bist (z.B. Sorgen, beruflicher oder privater Stress, wichtige Aufgaben, die du noch erledigen musst, usw.) dann ist das nun mal so.

Zitat:
Zitat von Rogue Beitrag anzeigen
Ich weiß nicht, ob das ganze psychischer oder physischer Natur ist, aber es existiert mit wechselnder Heftigkeit seit fast 5 Jahren. Mal gibt es Phasen in denen ich das Sexleben als erfüllend und gut funktionierend empfunden habe, dann gab es wieder Zeiten in denen mich das ganze runtergezogen und an den Rand der Depression gebracht hat.
Wenn du längere Phasen hattest, wo der Sex nach deiner Einschätzung gut war, dann spricht das ehe für psychisches Problem.

Zitat:
Zitat von Rogue Beitrag anzeigen
Durchgängig war das Problem dass ich nie unbedingt so der Marathonpartner war, heißt, ich konnte nicht unbedingt stundenlang.
Das ist allerdings ein großes Problem ... wenn du Porno-Star werden möchtest. Ansonsten hat die Formel "Guter Sex = stundenlanges Rammeln" nicht viel mit der Realität zu tun.

Zitat:
Zitat von Rogue Beitrag anzeigen
Ich war auch bereits zweimal bei Urologen. Das erste Mal im Alter von 19 Jahren, doch der hat meine Bedenken sehr schnell als jugendliche Verirrung abgetan, kurz abgetastet und dann gesagt ich sollte doch mal testweise Viagra nehmen, welches er mir auch verschrieben hatte - eben, damit ich mal sehe, dass das alles klappt. Hab ich aber leider nie gemacht, vielleicht ein Fehler, denn dann wäre das Selbstvertrauen diesbezüglich vielleicht nicht so angeknackst. Trotzdem hat mich der Besuch im Nachhinein eher enttäuscht, verstanden oder ernstgenommen hab ich mich nicht gefühlt
Das zweite Mal war ich neulich beim Urologen. Dort wurde das Testosteron getestet, was Normalwerte ergab, und auch kurz noch eine genauere Untersuchung per Tasten und Ultraschall (Müsste es heißen, oder?) unternommen. Auch hier kein Befund. Dafür aber eine Überweisung an einen Psychotherapeuten, den ich Anfang/Mitte-Februar nun sehen werde. Erst danach habe ich gelesen, dass es ja eine Reihe verschiedener Testmöglichkeiten gegeben hätte, die eventuelle physische Probleme hätte aufdecken können. Naja, wurde eben alles nicht gemacht.
Diese Erfahrung, nicht ernst genommen zu werden, machen leider viele junge Männer.

Die Überweisung an den Psychotherapeuten ist sinnvoll. Es gibt kaum ein Mann, bei dem selbst ursprünglich rein organisch bedingte Erektionsstörungen nicht auch psychische Probleme hervorrufen, die ihrerseits die Erektionsstörungen aufrecht erhalten oder sogar verstärken können. Eine scharfe Trennung zwischen organisch und psychisch bedingten Erektionsstörungen gibt es daher in der Praxis eher selten. Es gibt auch keine Untersuchung, die ganz eindeutig auf rein psychische oder rein körperliche Ursache hinweist.

Zitat:
Zitat von Rogue Beitrag anzeigen
Jetzt ist es so, dass ich nach einjähriger Pause zum ersten Mal seit langer Zeit wieder an einer Dame interessiert bin, und ich sie wirklich so sehr mag, dass ich mir vorstellen könnte da etwas ernsteres draus werden zu lassen. Und das bringt mich natürlich wieder in die missliche Lage, dass mir das Problem einerseits eben ausgesprochen peinlich ist, aber man es ja am Anfang irgendwie doch aussprechen muss, wenn man sich näherkommt und den anderen nicht verletzen will. Die Frau ist es mir wert, mich diesbezüglich zu öffnen, auch wenn sich mir beim Gedanken darna, dass sie das vielleicht total von mir wegscheucht den Magen umdreht.
Das ist zweifellos eine schwierige Situation. Aber ich habe es auch öfter miterlebt, dass so ein Gespräch eine Beziehung vertieft. Wenn deine Traumfrau gleich wegläuft, wenn du ihr erzählst, dass du dich gerade zu Beginn einer neuen Beziehung ziemlich unter Druck fühlst, weil du ihr gerne auch körperlich etwas Besonderes bieten möchtest, dann ist sie vielleicht doch nicht die Richtige.

Zitat:
Zitat von Rogue Beitrag anzeigen
1.) Gibt es bestimmte körperliche Schädigungen, die auf mein beschriebes Bild zutreffen würden. Würde ein venöses Leck in Frage kommen, oder würde das ganze da eher gar nicht mehr funktionieren?
2.1) Bevor ich einmal Potenzmittel teste, wovor ich jetzt ggf. keine Scheu mehr hätte, würde ich gerne wissen wie es mit weiteren physischen Tests aussieht. Könnte mich der Psychotherapeut überweisen, so dass bei mir z.B. der Schwellkörpertest durchgeführt wird etc?
2.2) Das Problem ist auch, dass ich Student bin und mir teure Zahlungen nicht leisten kann, darum hoffe ich da auf Übernahme, da das ganze sonst meinen finanziellen Rahmen komplett sprengen würde. Vermutlich kann ich mir den Kram wie SKIT und dergleichen aber nicht leisten, oder? Wie sieht es mit einem Blutbild aus, zum Test auf Diabetes etc? Wird das übernommen oder muss ich dann selbst zahlen?
3.) Ist es ratsam sich ggf. einfach mal über Mittelchen das Selbstvertrauen zu holen?
4.) Wie verhalte ich mich jetzt allgemein am klügsten? Der Gang zum Therapeuten, der auf dieses Thema übrigens spezialisiert ist, ist ja bereits ausgemacht, aber was dann? Um was kann ich ihn gezielt bitten?
Du machst dir viel zu viele Gedanken. Es ist gut, dass du bereits einen Termin bei einem Therapeuten hast. Lass das doch einfach mal auf dich zu kommen. Wenn es ein guter Therapeut ist, dann wird er sehr schnell mit dir die Ziele der Therapie besprechen und eventuell begleitenden Maßnahmen vorschlagen.
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  Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr... Beitrag #3  
Alt 01.02.2011, 01:03
Rogue
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 29.01.2011
Beiträge: 16
Standard

Hallo Günther,

vielen lieben Dank für deine Antwort schon einmal!

Zitat:
Zitat von Günther Beitrag anzeigen
So richtig habe ich das nicht verstanden. Was meinst du, wenn du sagst, dass deine Erektionen immer nur kurze Zeit bestehen? Geht deine Erektion während des GV oder der SB zurück? Dass deine Erektion ohne jede Stimulation extrem schnell ab nimmt, ist ja nicht ungewöhnlich oder krankhaft.
Das als auch die Tatsache, dass ich manchmal gar keine vollständige Erektion bekomme oder diese trotz Stimulation langsam zurückgeht. Die Eichel wird zum Beispiel oft nur richtig prall, wenn ich den PC-Muskel anspanne.

Zitat:
Deine Schilderung vermittelt mir den Eindruck, dass du dich bzw. deinen Penis sehr intensiv beobachtest, immer mit dem Hintergedanken: wie lange hält er noch durch? Das wäre natürlich Stress pur, und Stress ist nun mal ein schlimmer Erektionskiller.
Das ist in jeder Hinsicht ein großes Problem bei mir, ja. Selbst wenn ich keinerlei körperlichen probleme haben sollte, wovon ich aber nicht ausgehe, wird es auch für mich enorm schwer werden das abzustellen. Ich mache mir da riesige Sorgen und sorge mich inzwischen mehr um Sex als dass ich mich drauf freue. Ich weiß, dass das ein Riesenproblem ist. Ich weiß allerdings nicht, ob man sich die eigene Erektion so vollkommen "kaputtdenken" kann, zumindest auf nächtliche Erektionen und dergleichen dürfte sich das ja z.B. nicht so extrem auswirken, oder?


Zitat:
Wenn du längere Phasen hattest, wo der Sex nach deiner Einschätzung gut war, dann spricht das ehe für psychisches Problem.
Auch in diesen Phasen hatte ich immer wieder meine Probleme - was man aber vielleicht auch darauf zurückführen kann, dass ich in diesen Phasen meine Angst nie ganz verloren habe. Da weiß ich nicht, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war, wie man so schön sagt.

Zitat:
Das ist allerdings ein großes Problem ... wenn du Porno-Star werden möchtest. Ansonsten hat die Formel "Guter Sex = stundenlanges Rammeln" nicht viel mit der Realität zu tun.
Das ist nicht mein Anspruch, tut mir leid wenn das so rüberkam. Ich hatte schon schönen Sex auch innerhalb weniger Minuten, und so lange es nicht nach 2-3 Stößen vorbei ist, finde ich die Zeit eigentlich eher sekundär. Nur um das nochmal klarzustellen.

Zitat:
Die Überweisung an den Psychotherapeuten ist sinnvoll. Es gibt kaum ein Mann, bei dem selbst ursprünglich rein organisch bedingte Erektionsstörungen nicht auch psychische Probleme hervorrufen, die ihrerseits die Erektionsstörungen aufrecht erhalten oder sogar verstärken können. Eine scharfe Trennung zwischen organisch und psychisch bedingten Erektionsstörungen gibt es daher in der Praxis eher selten. Es gibt auch keine Untersuchung, die ganz eindeutig auf rein psychische oder rein körperliche Ursache hinweist.
Interessant, das habe ich nicht gewusst. Danke dafür.

Zitat:
Du machst dir viel zu viele Gedanken. Es ist gut, dass du bereits einen Termin bei einem Therapeuten hast. Lass das doch einfach mal auf dich zu kommen. Wenn es ein guter Therapeut ist, dann wird er sehr schnell mit dir die Ziele der Therapie besprechen und eventuell begleitenden Maßnahmen vorschlagen.
Das sowieso, ich werde da ja auf jeden Fall hingehen, nur Sorge ich mich halt ein bisschen um das, was da rauskommen könnte und wollte schonmal einen Schritt weiterdenken, weil ich bei jeder Diagnose gar nicht genau weiß was auf mich zukommt, oder wie ich mich am klügsten verhalte.

Für weitere Antworten, natürlich auch von anderen Usern, bin ich ausgesprochen dankbar.
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  Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr... Beitrag #4  
Alt 01.02.2011, 12:59
Rogue
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Noch eine kleinere weitere Ergänzung, hatte ich glaube so konkret nicht erwähnt:
Wie bereits gesagt wurde bei mir damals auch der Testosteronwert getestet, ich erreichte hierbei einen Wert von 16.2. nmol/l. Ist das ein normaler und gesunder wert? Mir wurde damals, sofern ich mich recht erinnere, mitgeteilt, dass ja, aber ich lese bereits dass ab unter 15 nmol/l Störungen der Libido auftreten können. Was ist denn da nun korrekt?
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  Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr... Beitrag #5  
Alt 01.02.2011, 15:57
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Ilkka
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Hallo Rogue,

der Normbereich für das Gesamt-Testosteron liegt bei 12...31 nmol/l bzw. 3,5...9,0 µg/l (identisch mit ng/ml). Insofern liegt dein Wert im Normalbereich für Männer im Alter von 20...29 Jahren.

Die Frage, ob dann im Einzelfall wie bei dir, bei 16,2 nmol/l schon Libidostörungen auftreten können, wird dir noch nicht mal ein Arzt sicher beantworten können.

Fakt ist aber, von einem Testosteronmangel kann man bei dir noch nicht sprechen.

VG,
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  Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr... Beitrag #6  
Alt 01.02.2011, 18:04
Rogue
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In Ordnung, danke für die Auskunft. Wenn noch jemand Meinungen hat, nur her damit - auch bitte sagen, wenn ich mich irgendwo unklar ausgedrückt haben sollte. Ist so ziemlich das erste Mal dass ich über die ganze Sache reden.
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  Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr... Beitrag #7  
Alt 08.02.2011, 17:40
Rogue
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Ich war heute beim Fachmann für die psychische Seite des ganzen, nachdem ich ja schon urologisch durchgechecked worden bin. Das ganze wurde jedoch relativ kurz abgefrühstückt. Ich hatte ihm gerade mal vermittelt dass ich zwar Erektionen bekommen kann, diese jedoch nur ausgesprochen kurz halten kann. Dann meinte ich, dass ich mich schon im Internet schlau gemacht hätte und diesbezüglich über das Problem des "venösen Lecks" gestolpert wäre, woraufhin er meinte das hätte er auch schon in Betracht gezogen.

Naja, so oder so haben wir für nächste Woche einen weiteren Termin ausgemacht, bis dahin muss ich eine Reihe von mehr oder minder sinnvollen Fragebögen ausfüllen die ich ihm dann mitbringe. Dann überweist er mich wohl auch einen Urologen, der mich auf das potentielle Leck untersuchen wird. Psychisch geht es mir nicht gerade so gut - mit besagter Dame wird's wirklich ernster und jetzt mache ich mir natürlich Druck, fühle mich aber auch nicht bereit ihr bereits irgendetwas zu gestehen. Gott, ärgert mich das alles.

Egal, ich hätte hier noch kurz eine Frage: Wenn es ein venöses Leck ist, würde sich dies mit Potenzmitteln beheben lassen? Ich spiele ohnehin mit dem Gedanken es mal mit den entsprechenden Generika zu versuchen, wäre ja auch nicht verkehrt um es mal in der Hinsicht weiter zu testen. Den Besuch beim Urologen nehme ich natürlich so oder so trotzdem war.
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  Verdacht auf ED, anstehende Untersuchung und mehr... Beitrag #8  
Alt 08.02.2011, 19:19
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Ilkka
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Zitat:
Zitat von Rogue Beitrag anzeigen
Egal, ich hätte hier noch kurz eine Frage: Wenn es ein venöses Leck ist, würde sich dies mit Potenzmitteln beheben lassen?
Klare Aussage, NEIN. Ein Potenzmittel wie Viagra & Co kann vielleicht die Auswirkungen in Hinblick auf eine Erektion oder deren Standfestigkeit mildern, die Ursache bleibt aber erhalten.

Aber, mache dir erst einmal nicht so viele Gedanken in dieser Hinsicht. Ein venöses Leck kann man nur durch umfangreiche Untersuchungen feststellen. Und solange diese noch nicht durchgeführt wurden, ist es eher kontraproduktiv, zu sehr und intensiv darüber nachzudenken.

Probiere doch einfach einmal einer der PDE-5 Hemmer aus, dann bist du schlauer. Du weißt doch, nur Versuch macht kluch. Und wenn du ansonsten gesund bist, stellt das ja auch kein Risiko dar.
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