Unlust
Hallihallo,
hab heute diese seite im netz entdeckt und möchte das forum gleich mal nutzen um auch eine frage zu stellen.
vorweg es geht nicht um mich, sondern um meinen freund (38)
nun zur schilderung des problems:
ich bin mit meinem freund 1,5 jahre zusammen.
es ist eine sehr harmonische Beziehung, sexuell läuft allerdings gar nichts.
anfangs hat er sich mit ausreden bezüglich seiner "unlust" aus der affaire gezogen...irgendwann wars dann jedoch nicht mehr zu leugnen.
wir habens natürlich mal probiert, es gab zwar eine kurze erektion (allerdings nicht sehr hart), die lust seinerseits war jedoch nicht zu spüren.
da von ihm eh nie eine sexuelle annäherung kam, und ich nach vielen enttäuschungen auch die lust verloren habe, liegt das sexleben bei uns quasi brach. ich wollte ihn ja auch nicht übereden müssen, da vergeht mir ja selbst alles.
auch sonstige befriedigungen scheinen ihm fremd.
er schaut weder pornos noch legt er selbst hand an.
er hat keinerlei interesse an sexualität. hat aber keinen ekel vor berührungen im intimbereich.
über das problem offen zu sprechen war auch nur schwer möglich. habs natürlich immer mal wieder angesprochen, ihn aber nicht unter druck gesetzt. für mich ist es ja auch nicht einfach.
da er nicht so gerne über sein "problem" spricht, weiß ich auch nur bedingt über seine sexuelle vergangenheit. bei den letzten beziehngen lief wohl auch nichts. ob diese daran gescheitert sind, verneint er jedoch. ich denke, dass er noch nie so wirklich verlangen gehabt hat.
ich habe mich dann übers internet ein wenig belesen und herausgefunden das durch betablocker (die er nimmt-wegen bluthochdrucks), und oder durch testosteronmangel eine verminderte Lust entstehen kann. es könnte natürlich auch sein, dass er a-sexuell ist - das verneint er allerdings. (das er vielleicht eher auf männer stehen könnte, verneinte er auch-nur so nebenbei.)
ihn selbst scheint das problem auch nicht sonderlich zu tangieren, (wie es in ihm drin aussieht kann ich natürlich auch nur vermuten)
jedenfalls hat er sich nie damit auseinander gesetzt/bzw. sich dazu informiert -davon gehe ich mal aus, da er von hormonmangel noch nichts gehört hatte.
nach langen hin und her, konnte ich ihn übereden einen urologen aufzusuchen. dort war er nun auch.
der urologe hat ihn wohl abgetastet (alles in ordnung) und befragt und möchte nun gerne gegen cash (80,- euro) mehrere tests durchführen: sonographische Untersuchung der schlagader des beckens und eine spezielle urinuntersuchung. dazu gibts dann wohl noch zwei pillen viagra obendrauf.
Meine Frage dazu: ist das normal, dass der urologe dafür geld kassiert um zu testen wie die sache nun "steht"? er ist ja schließlich nicht in den wechseljahren sondern seit langem mit diesem problem behaftet.
Und glaubt ihr, dass es sich wirklich um einen mangel handelt oder er doch asexuell ist?
ich würde mich sehr freuen von euch zu hören.
liebe grüße
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