Hallo, Ostern 2007 wurde mir ein Hoden entfernt. Seit Jahren hatte auch meine Erektionsfähigkeit nachgelassen und auch Cialis und Co halfen nicht. "Er" wollte einfach nicht mehr hart werden.
Nach dieser Operation jedenfalls bemerkte ich Veränderungen an mir, wie z. B. brüchige Fingernägel, Schweißausbrüche, Hautveränderungen.
Mein Hausarzt riet mir, doch mal mit meinem Urologen zu sprechen. Der empfahl mir, auf eigene Kosten eine Testosteron-Untersuchung machen zu lassen (knapp 120 Euro). Da kam heraus, daß mein Wert mit 2,1 viel zu niedrig lag - der Wert, den ein Mann in meinem Alter (51) haben sollte, sollte mindestens um 7 bis 9 liegen. Also ließ ich mir Nebido spritzen - eine Ampulle jeweils 145 Euro und jedes viertel Jahr eine Weitere. Alles natürlich auf eigene Kosten.
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten - nachts wurde ich wach und freute mich wie ein kleiner Junge, daß "Er" wieder hart wurde. Auch meine Stimmung hellte sich schlagartig wieder auf und die anderen beobachteten Nebenwirkungen gingen zurück.
Dann begann mein Kampf gegen Windmühlen.
Da dieses Präparat nicht in der IGEL-Liste steht, müsste es ja der Arzt normal verordnen können. Dieser weigerte sich aber und empfahl mir, mich an meine Krankenkasse zu wenden. Diese verlangte zunächst ein Attest (10 Euro). Promt kam die Aussage, daß der Arzt dies dann doch verordnen könne... und so ging es immer weiter hin und her.
Heute habe ich jedenfalls eine "Einzelfall-Prüfung" und der Arzt darf mir - und nur mir- das Präparat spritzen. Alle anderen, die keine Lust zum Kämpfen haben, müssen bezahlen...
Dachte, es wäre mal interessant, hierüber zu berichten....
Euer
harald1schmidt@web.de