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Allgemeines zum Thema Erektion, Potenzstörung, und Impotenz

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  Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten? Beitrag #1  
Alt 29.12.2011, 13:34
Maxpo
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 29.12.2011
Beiträge: 7
Standard Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten?

Hallo liebe Community,

möchte mich erstmal vorstellen: ich bin 31 Jahre alt, im großen und ganzen gesund, Raucher 5-10 Zig./Tag) und lebe seit ca. 1,5 Jahren in einer Partnerschaft. Vor 5 Jahren hatte ich Krebs und wurde ein Jahr lang mit Chemotherapie behandelt.

Ich hatte immer wieder mal, seit ich 16 bin das Problem, dass ich aus Nervosität keine Erektion bekam, allerding immer nur einmal, dann gings auch wieder.

Mit meiner letzten Freundin hatte ich eher selten Sex, es klappte aber fast immer. Also kein Problem.

Mit meinder jezigen Freundin hatte ich das Problem zu Beginn auch, dass legte sich allerdings so beim 2ten 3ten mal und dann war der Sex gut.

Dann war sie mal drei Wochen weg und in der Zeit machte ich einen Spermatest, der ergab, dass ich fast unfruchtbar bin (eine Nebenwirkung der Chemotherapie. Das belastete uns beide sehr. Un da begannen auch die Probleme mit meinem kleinem Lümmel

Ich denke ihr kennt das ja, manchmal gehts, dann wieder nicht, dann wieder nur mehr schlecht als recht, usw. Wenn ichs mir selbst mache (was ich, wenn wir uns nicht sehen, 2 bis 3 Mal pro Tag mache) steht er auch nicht immer perfekt, aber schon besser als mit meiner Freundin.

Dazu kam, dass sie (verständlicher weise) immer wenn es nicht ging sehr enttäuscht war, und die Stimmung nach so einer Panne immer ziemlich im Arsch war bei uns beiden...

So, vor sechs Monaten dann zum Urologen. Der sagt alles ok und verschreibt mir Cialis. Ich nehme dann entweder 5 oder 10 mg, und dann ist es meisten so, dass bei 10 mg die Post abgeht, bei 5 ist die Wirkung sehr verschieden. Von total gut, bis zur altbekannten Panne. Die Wirkung hält ca 2 Tage.

Wenn der Sex klappt, dann ist es auch meistens richtig gut, sodass wir beide meist gleichzeitig kommen. Ich mach mir aber dann den Stress, dass es immer soo gut sein muss. Bin Mittlerweile schon öfters richtig nervös, wenn ich weiss, dass wir heute wahrscheinlich Sex haben. Dabei ist sie aber eher verständnisvoll, aber weils schon so lange geht ziemlich genervt.

In letzter Zeit (nahm meistens 5mg) häuften sich die Pannen wieder und das ganze wurde wieder ein großes Thema in unserer Beziehung. Sie meinte ich solle doch eine Psychotherapie machen. (Sie macht auch eine wegen Panikattakcken) Und ich in eine Nach-Pannen-Tief :" Wenns das nächste mal nicht klappt, dann geh ich zum Therapeuten"

Nun komm ich zu meinen eigentlichen Fragen:

1. Geht ihr mit mir konform, dass meine Erektionsprobleme psychischer Natur sind, oder kann es doch eine Spätwirkung der Chemotherapie sein (hat da wer Erfahrung?)

2. Bringt eine Psychotherapie was? Wie lange dauert so was? Und möchte mir jemand vl. seine Erfahrungen schildern?

Danke schonmal für eur Tips und LG

Maxpo

Geändert von Maxpo (29.12.2011 um 13:44 Uhr)
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  Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten? Beitrag #2  
Alt 29.12.2011, 16:30
theElder1977
Benutzer
 
Registriert seit: 17.12.2011
Beiträge: 43
Standard

Ich sehe einige Parallelen zu meinen Erlebnissen, um ehrlich zu sein. Auch bei uns ist´s schon mal ein Drama, wenn es nicht richtig klappt. Habe mir mitlerweile eine Überweisung zum Psychodok geholt, denn ich glaube, dass ich ohne Hilfe da nicht raus komme. Warten hat mir absolut NICHTS gebracht. Von selbst eingeränkt hat sich definitiv nichts. Es ist, find ich, sogar noch schlimmer geworden. Früher ging wenigstens jedes 3. mal noch ohne chemische Hilfe, aber jetzt ist das so, dass ich absolut ohne die nicht mehr kann. Alleingang schon, aber im Spiel mit meiner Lebensgefährtin spinnt der Lümmel rum. Ständig hart, dann weich, dann hart, und und und...

Mein Rat: Hol dir eine Überweisung und warte nicht länger. Hat mir auch nichts geholfen und von allein geht es nicht weg fürchte ich.
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  Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten? Beitrag #3  
Alt 29.12.2011, 18:14
Maxpo
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 29.12.2011
Beiträge: 7
Standard

Danke Elder für deine Antwort. Würde mich freuen wenn du mir, wenn du beim Psychodok warst, über deine Erfahrungen berichten könntest-wenn du Lust hast natürlich...

Eigentlich denke ich auch, dass mittelfristig nur eine Psychotherapie helfen kann. Aber trotzdem habe ich Hemmungen davor, auch weil ich die Lösung ja eigenlich kenne. Ich müsste nur lernen mich beim Sex wieder fallenlassen zu können. Ob das mithilfe einer Therapie funktioniert?

Aber auf die Dauer mit Cialis arbeiten,dass ist für mich auch keine Lösung. Denn das immer richtig zu timen finde ich schwierig. Oft will sie nicht, wenn ich auf Pille bin, oder umgekehrt. Und die Kosten sind ja auch nicht zu verachten.
Dazu kommt dann natürlich auch die Angst, dass meine Freundin irgenwann wegen der fehlenden Potenz Schluss macht. Oder sich halt wen sucht, wo das Sexleben ein wenig einfacher ist...

Nun nochmal zum Thema Psychotherapie: Hat irgendwer hier Erfahrungen damit? Wieviele Sitzungen? Erfolge? Alleine oder mit Partnerin?

Kann man eigentlich mit einer Untersuchung beim Urologen wirklich körperliche Ursachen ausschließen? Bei mir hat er Ultraschall von Penis und Hoden gemacht, Urintest und Bluttest (mit Testosteron). Laut ihm war alles ok.

Danke schonmal für alle Antworten und Anregungen die (hoffentlich) noch kommen!

LG Maxpo

Geändert von Maxpo (29.12.2011 um 18:21 Uhr)
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  Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten? Beitrag #4  
Alt 29.12.2011, 22:06
theElder1977
Benutzer
 
Registriert seit: 17.12.2011
Beiträge: 43
Standard

Ich weiss EIGENTLICH AUCH was ich tun müsste, aber es hilft nicht es nur zu wissen. In so einer Therapie lernst du halt dein Selbstvertrauen wiederzuerlangen. So habe ich das zumindest gelesen.

Vom Experten bin ich jetzt mal weit weg, aber ich glaub bei Cialis brauchst du doch gar nicht "timen", da das doch langzeit wirkt - bis zu 36 Std hab ich gelesen. Da hast du mit Timing ja nichts mehr am Hut. Das war ja auch mein Problem. Wusste nie genau wann ich sie jetzt nehmen sollte, also die Viagra. Da empfahl man mir hier im Forum Cialis.

Die Angst, dass sie mal schluss macht, weil ich ihr keinen richtigen Sex bieten kann habe ich auch und die Scheiße macht mich echt fertig. Weiss genau wie du dich fühlst. Würde dir empfehlen die Cialis einzunehmen, dass du auf kein Timing achten musst und schau erst mal, dass du ein vernünftiges Sexleben mit ihr hinbekommst mit der Pille. Das versuche ich ejtzt auch. Weg von Viagra und lieber Cialis, dass auch mal ganz spontan was passieren kann. Neulich lag sie im Bett, hübsch gekleidet mit einem Hauch von nichts und ich hab mich gefreut wie ein kleines Kind. Da ich keine Zeit hatte so eine sch**ß Viagra einzunehmen ging das Ding natürlich ins leere.

Schon ein bischen "erleichternd", wenn man nicht so alleine mit dem Problem dasteht und man hier und da Parallelen sieht, nicht wahr? :-)
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  Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten? Beitrag #5  
Alt 30.12.2011, 03:39
Günther
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.06.2005
Ort: München
Beiträge: 275
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Hallo Maxpo,

Zitat:
Zitat von Maxpo Beitrag anzeigen
Kann man eigentlich mit einer Untersuchung beim Urologen wirklich körperliche Ursachen ausschließen? Bei mir hat er Ultraschall von Penis und Hoden gemacht, Urintest und Bluttest (mit Testosteron). Laut ihm war alles ok.
die Antwort ist ein klares Nein. Nicht alle Urologen kennen sich auf dem Gebiet der ED gut aus. Andere sind froh, wenn sie dieses Thema mit minimalem Aufwand abhandeln können. Natürlich gibt es auch viele engagierte Urologen mit hervorragenden ED-Kenntnissen, aber die muss man erst mal finden.

Ganz wichtig bei der Diagnose sind die Begleitumstände der ED und Risikofaktoren für Krankheiten, in deren Folge Erektionsstörungen auftreten können. Das muss in einem ausführlichen Gespräch geklärt werden. Aus dieser sog. Anamnese ergeben sich dann die weiteren sinnvollen Untersuchungen.

Zu deinen Untersuchungen hast du nur sehr wenig gesagt, daraus kann man keine Rückschlüsse ziehen. Es macht z.B. einen wesentlichen Unterschied, ob die Ultraschall-Untersuchung am schlaffen Penis vorgenommen wurde, oder sie während des Entstehens einer Erektion ausgeführt wurde. Und bei den Laboruntersuchungen spielt es natürlich auch eine Rolle, welche Werte mit welchem Ergebnis bestimmt wurden.

Zitat:
Zitat von Maxpo Beitrag anzeigen
Nun komm ich zu meinen eigentlichen Fragen:

1. Geht ihr mit mir konform, dass meine Erektionsprobleme psychischer Natur sind, oder kann es doch eine Spätwirkung der Chemotherapie sein (hat da wer Erfahrung?)

2. Bringt eine Psychotherapie was? Wie lange dauert so was? Und möchte mir jemand vl. seine Erfahrungen schildern?
Zunächst eine Frage: Nimmst du jetzt noch irgendwelche Medikamente (ich meine außer Cialis)?

Natürlich spielen bei dir psychische Probleme eine Rolle. Inwieweit auch noch körperliche Ursachen beteiligt sind, kann nur eine gründliche Untersuchung zeigen. Eine Psychotherapie ist für dich auf jeden Fall sinnvoll.

Ob dir eine Psychotherapie hilft, hängt u.A. wesentlich davon ab, ob du dich bei dem Therapeuten in guten Händen fühlst, ob also die "Chemie" zwischen dir und dem Therapeuten stimmt. In der 1. oder spätestens der 2. Sitzung sollten die Ziele der Therapie und ihre Dauer festgelegt werden. Mehr als 25 Stunden würde ich in einem Fall wie bei dir nicht akzeptieren. Außerdem kann man vereinbaren, dass nach der Hälfte der Zeit eine Zwischenbilanz gezogen wird.

Weitere interessante Informationen findest du unter
http://www.psychotherapiesuche.de/
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  Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten? Beitrag #6  
Alt 30.12.2011, 14:03
Maxpo
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 29.12.2011
Beiträge: 7
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Erstmal danke für eure netten Antworten.

Ja Elder es ist schon gut zu wissen, dass man mit seinem Problem nicht alleine dasteht, das erleichtert schon ein bisschen. Noch dazu wo es für mich schwierig ist mit jemandem aus meinem Freundeskreis oder gar meiner Familie darüber zu reden. Ist halt einfach ein peinliches Thema. Die Situation, die du geschildert hast kenne ich nur zu gut...ist echt zum kotzen.

@Günther. Danke für deine Infos. Ich nehme zurzeit keine anderen Medikamente. Ich denke auch, dass ich die Sache mit einem Therapeuten angehn werde. Ich befürchte nur, dass es in meiner Umgebung ein bisschen schwierig wird wen zu finden (wohne in einer mittelgroßen Stadt in Österreich). Hab mich schon ein bisschen schlau gemacht und bis jetzt noch keinen passenden gefunden. Aber da wird sich schon was ergeben.

Morgen treff ich nach einer Woche (Feiertage bei meiner Familie)meine Freundin wieder. Freu mich schon total und bin natürlich ein bisschen nervös Wenn ihr wollt kann ich euch ja uf dem laufenden halten.

LG
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  Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten? Beitrag #7  
Alt 30.12.2011, 14:36
theElder1977
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Registriert seit: 17.12.2011
Beiträge: 43
Standard

Das ist ein echtes Problem find ich. Wenn man mit niemandem drüber reden kann und den Mist mit sich allein ausmachen muss. Bei mir geht es jetzt einigermaßen. Bin von Haus aus schon ziemlich kommunikativ und da gibt es schon den ein oder anderen mit dem man drüber reden kann.

Was ich für wichtig halten würde wäre, wenn die Frauen sich auch einfach ein bischen austauschen würden und gerade erfahrene Frauen über ihre Erfahrungen, Tips und Tricks sprechen. Wie ich an meiner Freundin sehe sind die Damen auch manchmal ganz schön hilflos und das trägt dazu bei, dass die ganze Situation kippt. Weiss nicht wie man sie dazu ermutigen kann, aber für wichtig halte ich das allemal.
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  Psychotherapie sinnvoll, oder doch Pillen nehemen und abwarten? Beitrag #8  
Alt 30.12.2011, 15:28
Benutzerbild von Andrea
Andrea
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2009
Ort: NRW
Beiträge: 846
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Hier im Forum gibt es " Ladys Kummerkasten", das wäre eine Möglichkeit.
Ebenso ein Anruf bei der Impotenz-Selbsthilfe, oder google mal das Buch " Das stille Schlafzimmer",- vielleicht entspricht es Deinen Vorstellungen.

Als Kaffeeklatschthema ist ED meist erst bei älteren Frauen Gesprächsstoff.

LG

Andrea
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