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Krankheitsbedingte Ursachen von Impotenz und Potenzstörung

Krankheiten wie z.B. Diabetes oder auch gewisse Medikamente zur Behandlung von Krankheiten können Potenzstörungen zu Folge haben. Hier findest Du Rat oder auch Trost, bezüglich krankheitsbedingter Potenzstörung, von anderen Mitgliedern.


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  Psychische oder medikamentöse Ursache? Beitrag #1  
Alt 10.03.2010, 20:08
Zumsel
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 10.03.2010
Beiträge: 4
Standard Psychische oder medikamentöse Ursache?

Liebes Forum,

ich nehme seit einiger Zeit täglich 5 mg Bilol (Betablocker) gegen Bluthochdruck und 1 mg Finpecia (Propecia Generikum) gegen erblich bedingten Haarausfall. Beide Medikamente erfüllen soweit ihren Zweck und ich habe bisher keine Nebenwirkungen festgestellt.

Nachdem ich ein Jahr lang Single war, habe ich inzwischen wieder eine Beziehung, mit der ich auch schon mehrmals Sex hatte. Meine Ex-Freundin verhütete mit der Pille und wir hatten jeweils ohne Kondom Sex. Es gab, vor allem in Stressphasen, hin und wieder Steh-Schwierigkeiten, lief in den meisten Fällen aber gut. Mit der neuen Beziehung hingegen klappt es überhaupt nicht. Während des Vorspiels steht er wie ne Eins, doch dann, wenn wir zur Sache kommen wollen und ich ein Kondom überziehe, erschlaft er meist und lässt sich dann kaum mehr aufrichten, weil halt das ganze Selbstvertrauen plötzlich weg und die Stimmung futsch ist, viele von euch werden das ja kennen.

Ich bin mir nun im Unklaren über die Ursachen. Einerseits verderben die Kondome wirklich jedes Mal die ganze erotische Stimmung, es könnte also eine rein psychologische Sache sein. Andererseits habe ich von beiden Medikamenten, die ich nehme, schon gelesen, dass sie häufig zu verminderter Potenz führen.

Jedenfalls spiele ich nun mit dem Gedanken, mir im Internet generisches Viagra oder Cialis zu besorgen, auch wenn mir das nicht so angenehm ist. Ich bin 23 Jahre alt und will nicht für den Rest meines Lebens von diesen Pillen auch noch abhängig sein, ich hab schon die anderen beiden.

Was würdet ihr mir raten? Vielen Dank für helfende Ratschläge.

Geändert von Zumsel (10.03.2010 um 20:15 Uhr)
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  Psychische oder medikamentöse Ursache? Beitrag #2  
Alt 10.03.2010, 22:58
Manfred 55
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 06.06.2008
Beiträge: 370
Standard

Kondome sind Erektionskiller.
Dazu gibt es einen ganz guten Thread:

http://www.erektion.de/mit-gummi-gehts-nicht-2639.html

Mit Bilol und Finpecia kenne ich mich nicht aus.

Ich denke aber, wenn du zu viele Pillen nimmst, ist das nicht gut.
Es gibt zu viele Nebenwirkungen.

Entscheide dich also, ob dir die Haare erhalten bleiben sollen oder die Erektion.
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  Psychische oder medikamentöse Ursache? Beitrag #3  
Alt 11.03.2010, 00:25
Frau Schmidt
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.05.2009
Beiträge: 140
Standard

Hallo,

ich erinnere mich, schon einige Male gelesen zu haben,
daß die Betablocker recht häufig ursächlich für Erektionsprobleme sind,
kuck mal, ob Du hier im Forum nicht über die Suchfunktion etwas dazu findest, oder alternativ auf der Seite der Selbsthilfegruppe für erektile Dysfunktion.

Eventuell gibt es Alternativmedikamente, bzw. die Option, durch ein paar veränderte Lebensumstände (jaja, Sport und Gemüse und so ), weniger Betablocker zu benötigen als jetzt.

Prinzipiell würde ich sagen, laß Dir Zeit, schau Dir Deinen Körper gut an - kannst Du, wenn Du mit Dir alleine und ganz entspannt bist, eine Erektion bekommen?
Falls ja, spielen vielleicht doch eher die Kondome und die Aufgeregtheit in der neuen Beziehung eine Rolle dabei.

Und ein Penisring ist ein gutes Hilfsmittel bei Erektionsproblemen, kostet nicht die Welt, sieht sexy aus und schlucken mußt Du ihn auch nicht

Auf keinen Fall solltest Du Dir Viagra oder ähnliches einfach so bestellen und das zusammen mit den beiden anderen Medis nehmen,
ohne vorher einen Arzt gefragt zu haben - am Ende gibts Wechselwirkungen, die Du so nicht haben willst.

Also im Zweifelsfall: ab zum Arzt

Lieben Gruß.

Geändert von Frau Schmidt (11.03.2010 um 00:42 Uhr)
Mit Zitat antworten
  Psychische oder medikamentöse Ursache? Beitrag #4  
Alt 11.03.2010, 13:14
Benutzerbild von Andrea
Andrea
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2009
Ort: NRW
Beiträge: 846
Standard

Hallo Zumsel,

sieh in den Bericht unseres Moderators Illka vom 2.03.2007 !!!!!!!!!!!!!!!!

LG.
Andrea

http://www.erektion.de/bluthochdruck...nd-ed-987.html

Geändert von Ilkka (11.03.2010 um 16:49 Uhr) Grund: Link zu dem Beitrag eigefügt
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  Psychische oder medikamentöse Ursache? Beitrag #5  
Alt 11.03.2010, 18:05
Benutzerbild von Ilkka
Ilkka
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.114
Standard

Hallo Zumsel,

Ich weiß ja nicht, was „seit einiger Zeit“ bedeutet, aber mit Bilol (Wirkstoff BISOPROLOL) und Finpecia (Wirkstoff FINASTERID) hast du mitten in die „Kiste“ mit Medikamenten „gegriffen“, die bekannt für ihre negativen Auswirkungen auf die Erektionsfähigkeit sind, oder zumindest sein können.

Ich meine, gegen erblich bedingten Haarausfall gibt es zurzeit keine anderen Mittel als den Wirkstoff FINASTERID, aber, da dieser direkt in den Testosteronhaushalt eingreift und damit erhebliche Nebenwirkungen haben kann (nicht muss), sollte man(n) schon abwägen, was einem wichtig ist.

Bei dem Betablocker Bilol, oder dem Wirkstoff BISOPROLOL, sehe ich das allerdings kritischer. Du bist 23 Jahre alt und in diesem Alter sollte (von wenigen Ausnahmen abgesehen) kein Betablocker notwendig sein. Eine Änderung der Lebensgewohnheiten helfen da meist schon weiter, um auf diese Tabletten verzichten zu können. Alle Beta-Rezeptorenblocker können zu einer Testosteron-Abnahme und damit zu einem Verlust der Libido und damit auch zu Erektionsstörungen führen. Hier solltest du einmal ein ernsthaftes Gespräch mit deinem Arzt führen und auch selbst alle „Register ziehen“, mit dem Ziel, davon wegzukommen.

Ich denke, dass die Kombination aus der Einnahme von Finasterid und Bisoprolol, zusammen mit der durchaus nicht erektionsfördernten Manipulation mit einem Kondom, dein momentanes Problem bewirkt. Klar, kann man auch da mit einem der bekannten PDE-5 Hemmer „gegensteuern“, aber es ist immer viel besser die Ursache anzugehen als die Auswirkung.

Ich an deiner Stelle würde den genetisch bedingten Haarausfall akzeptieren (einen schönen Mann kann nichts entstellen), Sport treiben, Rauchen (wenn das zutrifft) einstellen oder zumindest reduzieren, Stress versuchen zu vermeiden und mich über mein verbessertes Sexualleben freuen. Aber, da muss jeder selbst wissen, was ihm wichtig ist.

Gruß,
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  Psychische oder medikamentöse Ursache? Beitrag #6  
Alt 12.03.2010, 20:37
Zumsel
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 10.03.2010
Beiträge: 4
Standard

Vielen Dank für alle Antworten.



Zitat:
Zitat von Frau Schmidt Beitrag anzeigen
Prinzipiell würde ich sagen, laß Dir Zeit, schau Dir Deinen Körper gut an - kannst Du, wenn Du mit Dir alleine und ganz entspannt bist, eine Erektion bekommen?
Ja, problemlos. Wie gesagt, auch während des Vorspiels gibt es keine Schwierigkeiten.

Zitat:
Falls ja, spielen vielleicht doch eher die Kondome und die Aufgeregtheit in der neuen Beziehung eine Rolle dabei.
Das hoffe ich. Wir hatten auch schon wenige Male problemlosen tollen Sex, was wohl auch eher für die psychologische Ursache spricht.

Zitat:
Auf keinen Fall solltest Du Dir Viagra oder ähnliches einfach so bestellen und das zusammen mit den beiden anderen Medis nehmen,
ohne vorher einen Arzt gefragt zu haben - am Ende gibts Wechselwirkungen, die Du so nicht haben willst.

Also im Zweifelsfall: ab zum Arzt
Das ist sicher vernünftig. Wobei ich nicht weiss, ob der Arzt zu den Wechselwirkungen mir soviel mehr sagen kann, als man im Internet findet.



Zitat:
Zitat von Ilkka Beitrag anzeigen
Ich weiß ja nicht, was „seit einiger Zeit“ bedeutet, aber mit Bilol (Wirkstoff BISOPROLOL) und Finpecia (Wirkstoff FINASTERID) hast du mitten in die „Kiste“ mit Medikamenten „gegriffen“, die bekannt für ihre negativen Auswirkungen auf die Erektionsfähigkeit sind, oder zumindest sein können.


Eben. Schon verflixt, dass so viele Sachen zusammen kommen müssen. Vielleicht sind die Ursachen auch gar nicht so klar entweder medikamentös oder psychologisch, sondern erst die Kombination von beidem verursacht die Probleme. Ach ja: Bilol seit ca. drei Jahren, Finpecia seit etwa eineinhalb Jahren.

Zitat:
Ich meine, gegen erblich bedingten Haarausfall gibt es zurzeit keine anderen Mittel als den Wirkstoff FINASTERID, aber, da dieser direkt in den Testosteronhaushalt eingreift und damit erhebliche Nebenwirkungen haben kann (nicht muss), sollte man(n) schon abwägen, was einem wichtig ist.


Da ist für mich die Sache klar. Ich bin mit meinem Leben zur Zeit sehr zufrieden und glaube, dass sich das bei fortschreitendem Haarausfall stark ändern würde. Das einzige Mal, als ich den letzen Jahren über mehrere Tage down war, war, als ich mich zu fest mit dem Haarausfall beschäftigt habe. Ich bin 23, ich will einfach noch nicht mir kahlrasiertem Schädel rumlaufen. Dazu kommt, dass ich von einer Hirnoperation eine ziemlich grosse Narbe am Hinterkopf habe, die man bei kurzem Haar wohl deutlich sehen würde. Dank den Finasteriden habe ich den Haarausfall ziemlich genau an der Grenze dessen, womit ich mich noch anfreunden kann, gestoppt und bisher auch noch keine Nebenwirkungen festgestellt, abgesehen eben von den Erektionsproblemen, falls die denn tatsächlich von den Finasteriden herrühren. Und ja, ich sehe auch die Ironie darin, seine Attraktivität auf das andere Geschlecht zu erhalten ohne dann die Früchte ernten zu können ;-).

Zitat:
Bei dem Betablocker Bilol, oder dem Wirkstoff BISOPROLOL, sehe ich das allerdings kritischer. Du bist 23 Jahre alt und in diesem Alter sollte (von wenigen Ausnahmen abgesehen) kein Betablocker notwendig sein. Eine Änderung der Lebensgewohnheiten helfen da meist schon weiter, um auf diese Tabletten verzichten zu können. Alle Beta-Rezeptorenblocker können zu einer Testosteron-Abnahme und damit zu einem Verlust der Libido und damit auch zu Erektionsstörungen führen. Hier solltest du einmal ein ernsthaftes Gespräch mit deinem Arzt führen und auch selbst alle „Register ziehen“, mit dem Ziel, davon wegzukommen.


Der Arzt war es ja, der sie mir verschrieben hat. Der hohe Blutdruck ist bei mir wohl erblich bedingt. Zu meinen Lebensgewohnheiten: Ich rauche sehr wenig (so zwei, drei Zigaretten pro Monat, keine Untertreibung), versuche mehrmals wöchentlich Sport zu treiben, habe Idealgewicht und versuche mich einigermassen ausgewogen zu ernähren. Vielleicht trinke ich etwas mehr Alkohol, als optimal wäre - Studentenleben halt - krankhaft ist mein Konsum aber sicher nicht. Verminderte Libido habe ich bei keinem der beiden Medikamente festgestellt, die ist kerngesund ;-).

Zitat:
Ich denke, dass die Kombination aus der Einnahme von Finasterid und Bisoprolol, zusammen mit der durchaus nicht erektionsfördernten Manipulation mit einem Kondom, dein momentanes Problem bewirkt.


Ja, das wird's wohl sein.

Zitat:
Klar, kann man auch da mit einem der bekannten PDE-5 Hemmer „gegensteuern“, aber es ist immer viel besser die Ursache anzugehen als die Auswirkung.
Natürlich, mein Gefühl sagt mir auch, dass es nicht das Richtige sein kann, zwei Beschwerden medikamentös zu behandeln und dann bei deren Auswirkungen mit einem dritten Medikament Gegensteuer zu geben. Aber mal ganz konkret gefrat: Welche negativen Auswirkungen können denn diese
PDE-5 Hemmer haben, insbesondere, wenn ich z.B. nur eine Pille wöchentlich verwenden würde? Gemeinhin liest man ja nur von harmlosen Nebenwirkungen.

Zitat:
Ich an deiner Stelle würde den genetisch bedingten Haarausfall akzeptieren (einen schönen Mann kann nichts entstellen), Sport treiben, Rauchen (wenn das zutrifft) einstellen oder zumindest reduzieren, Stress versuchen zu vermeiden und mich über mein verbessertes Sexualleben freuen. Aber, da muss jeder selbst wissen, was ihm wichtig ist.
Tönt alles gut, sind aber wie gesagt alles Sachen, die ich entweder schon so halte oder eben für mich momentan nicht in Frage kommen.
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  Psychische oder medikamentöse Ursache? Beitrag #7  
Alt 12.03.2010, 22:38
Frau Schmidt
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.05.2009
Beiträge: 140
Standard

Hallo Zumsel,

ich kann das mit dem Haarausfall sogar verstehen.

Mir ist es ziemlich wurscht, ob ein Mann noch alle Haare hat oder nicht,
aber ich selber würde auch keinen Haarausfall haben wollen.

Ich kann schon nachvollziehen, daß Du das nicht möchtest.

Was die Wechselwirkungen angeht - na, das möcht ich doch meinen, daß sich ein Arzt damit auskennt!

Aber, nach dem, was Du schreibst, ganz ehrlich, ich würd einfach noch ein bißchen Zeit ins Land gehen lassen und sehen, wie sich das in den nächsten Wochen so entwickelt.

Wie gesagt, Probleme mit Kondomen und überhaupt am Anfang einer neuen Beziehung können durchaus Erektionsprobleme verursachen - vielleicht macht Ihr einfach beide einen Aidstest und verhütet dann hormonell, ohne Kondome?

Und les Dir mal den Threat von Illka durch, auf den Andrea hingewiesen hat - im Zweifelsfall andere Betablocker beziehungsweise: gleich einen anderen Arzt.

Lieben Gruß
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