|
|
Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
 |
|
Noch nie und nimmer Beitrag # 1

30.10.2009, 23:30
|
|
Neuer Benutzer
|
|
Registriert seit: 04.05.2009
Beiträge: 22
|
|
Noch nie und nimmer
Hallo,
ich lese schon sehr lange in diesem Forum mit, hatte aber selbst nie den Mut, meine Lebensgeschichte, was dieses spezielle Problem der Potenz betrifft, mitzuteilen. Meist beneide ich Euch um Eure Probleme im Zusammenhang mit Eurem Alter, ich habe nämlich die Mitte der 50 überschritten, habe von Anfang an versagt und warte/warte nicht auf eine erfolgreiche Penetration mit einer geliebten Frau. Ich weiß nämlich garnicht, ob ich noch Hoffnung haben soll. Von Hause aus absolut sexual- und Frauen-feindlich erzogen, hab ich !heimlich! im Alter von 25 meine erste Freundin gefunden. Nach sage und schreibe 2 Jahren Freundschaft hat sie mir angedroht, daß, wenn ich nicht mal langsam "dranginge", sie sich einen anderen suchen würde. Panik: also mal ganz verschämt angefasst, wenig später bei einer Gelegenheit versucht, mit ihr zu schlafen, ging natürlich schief, nichts bewegte sich mehr bei mir, statt dessen fing ich an vor Angst zu schwitzen und dachte mehr an Flucht denn an Beischlaf. Seitdem hat sich bei mir unauslöschlich eingebrannt: Du kannst das nicht, du versagst immer, das ist was für die anderen. Und was hab ich dieses Mädchen geliebt!! Bin dann fast 10 ! Jahre deprimiert allein geblieben. Dann hab ich wieder durch Zufall jemandE kennengelernt, es klappte aber von Beginn an nichts, wieder verlassen worden. Also wieder die Bestätigung, ich kann das nicht. Dann wieder allein, viele, viele Jahre, sehr deprimiert, nach außen aber immer der lebensfrohe, beruflich sehr erfolgreiche, gutaussehende, hochgewachsene, sportliche Traummann jeder Schwiegermutter. Und jetzt vor einem Jahr hab ich sie getroffen, die Frau, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen wollte. (Klar, sie hat mich angesprochen. Warum soll ich jemanden ansprechen, den ich ja anschließend enttäuschen müßte!) Ich, verliebt über alle Ohren, sie erfolgreich drei Monate hingehalten (obwohl ich sie wirklich körperlich begehrte!) ,auf Händen durch die Welt getragen, alles stimmte, Lebenseinstellung, Interessen, Äußeres, kein einziger Streit, wie gesagt, alles! Dann kam der Tag X. In ihrer wunderschönen, romantischen Wohnung wollte sie mehr (ich ja auch, wußte aber nicht, wie), ich war noch nicht ganz ausgezogen, da war ich schon naßgeschwitzt vor Versagensangst und mußte mich bereits abtrocknen, und, hab natürlich versagt. Sie war enttäuscht, sagte mir aber mit bedauerndem, aber süßen Ton: Was ist los? Ich druckste rum: keine Ahnung, was los ist. Hab mich dann irgendwie rausgeredet. Bei einem späteren 2. Versuch genau das gleiche und sie empfahl mir, mal einen Doc aufzusuchen. Hab mir dann ein Herz gepackt (genauso geschwitzt, wie beim Versuch....) einen Urologen besucht. Der stellt fest: körperlich einwandfrei, Nieraucher, seit viiiielen Jahren keinen Tropfen Alk, sportlich, absolut gesund, Testostheron stimmt, tägliche Morgenlatte, aber der Kopf spielt keinen Millimeter mit. Bin jetzt seit 3 Monaten in sexualtherapeutischer Behandlung (wir finden nix, bin aber auch nicht vom anderen Ufer!), mein Schatz hat mich aber vor 1 Monat verlassen, ohne Worte, ganz plötzlich, bin sicher, um mich nicht weiter zu verletzen. Sie, vor mir sexuell sehr aktiv und erfahren, trifft ausgerechnet auf mich, hatte wohl keine Hoffnung mehr, ich ja auch nicht wirklich. Habe übrigens mit den entsprechenden Tabletten die erwünschte Erektion, aber dann weiß ich nicht weiter. Panik krieg ich trotzdem, weil ich garnicht weiß, ob, wann und wie sie/ich zum Höhepunkt komme. Ich kann die Situation gar nicht genießen, mich nicht fallen lassen, beobachte und kontrolliere alles, frag mich ständig, ob es ihr gefällt, mein Denkapparat läuft auf Hochtouren. Sie hat mir mal vor einiger Zeit gesagt: Nein, Schatz, so geht das nicht! Der Satz hat mich dann entgültig gefällt. Nun lieg ich da, glaubt mir, wenn ich die letzten 40 Jahre Revue passieren lasse, fange ich jedesmal an zu heulen wie ein Schlosshund. Ich quäle mich durchs Leben, nehme jetzt Psychopharmaka und kenne keinen Lösungsweg, zu spät. Und meine Liebste fehlt mir mitsamt ihren Kindern, dieser Schmerz bohrt derzeit am meisten! Ihr glaubt mir nicht? Es war wie beschrieben, eher schlimmer. Jemand eine Lösung? Zumindest meine Botschaft: Erzieht Eure Kinder zu einer gesunden Sexualität! Hab mich jetzt drei guten Freunden erklärt, die konnten mir auch kaum glauben, waren völlig entsetzt. Niemand, der von meinen Versagensängsten nichts wußte, konnte je verstehen, daß mich meine drei Freundinnen verlassen konnten. Ich denke, daß schon viel über mich getuschelt wird, weil so'n Kerl immer noch/wieder alleine ist. Mein Therapeut, so empfinde ich es, macht mir überhaupt keine Hoffnung (darf er vielleicht nicht!?), sondern schiebt mich in die Richtung: Suchen Sie sich Ihre Lebensform! Gibt es wirklich nicht-homosexuelle Männer, die körperlich gesund nur aufgrund der Psyche nie in der Lage sind, "erfolgreich" mir einer Partnerin Sex zu erleben? Das wär ein Debakel.
|
Noch nie und nimmer Beitrag # 2

01.11.2009, 23:44
|
|
Neuer Benutzer
|
|
Registriert seit: 22.10.2009
Beiträge: 4
|
|
Lieber Mannomann,
Puh, was für eine schlimme Geschichte und ja, ich verstehe, dass Dir dagegen alle hier kursierenden Geschichten nichtig vorkommen, wenn man Deine daneben stellt. So ist es irgendwie auch wirklich... Dennoch sollte man die Probleme anderer nicht schmälern.
Auf Deine Frage kann ich Dir keine Antwort geben. Vielleicht gibt es sie, vielleicht auch nicht. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich auch bei Dir keinen Grund sehe, aufzugeben. Ich denke eher, es geht darum, die Dinge vielleicht mal vollkommen anders anzugehen. Das ist sicher nicht leicht, aber so, wie es jetzt ist, ist es das ja auch nicht. Dein Leidensdruck muss immens sein.
Nun, was kann eine Frau von gerade mal 31 Lenzen Dir gestandenem Mann erzählen? Nun, zumindest die Frauenperspektive.
Als ich die Geschichte mit Deiner Liebsten las, dachte ich mir, es wäre doch so einfach gewesen, wenn Du ihr Deine Geschichte so erzählt hättest, wie Du sie hier uns aufgeschrieben hast. Natürlich ist das nicht einfach für Dich, das verstehe ich, aber ich bin davon überzeugt, dass das der einzige Weg ist für Dich und letztlich auch der einfachste. Diesen Schatten musst Du überspringen und das so schnell wie nur irgend möglich!
Für uns Frauen ist Verstehen am wichtigsten. Klappt etwas nicht, gehen wir Frauen nämlich in erster Linie davon aus, dass es an uns liegt, dass an uns irgendwas "falsch" ist. Wir Frauen sind in diesen Dingen mindestens genauso unsicher wie Ihr Männer und es ist vollkommen egal, wie erfahren wir sind. Und je mehr wir für diesen Mann empfinden, desto unsicherer sind wir.  Gibt uns der Mann jedoch eine Erklärung, die wir verstehen können oder aus der wir verstehen, dass es nicht an uns liegt, ist alles soweit okay. Der Rest ist verhandelbar, sozusagen.
Natürlich verstehe ich, dass es Dir ungemein schwerfällt, die Katze aus dem Sack zu lassen und einer Frau Deine Geschichte zu erzählen, sobald sie Dir "an die Wäsche" will, aber nur so gibst Du ihr und damit Dir die Möglichkeit für mehr und, wer weiß, irgendwann die Lösung. Es mag sein, dass die jeweilige Frau geschockt auf Deine Geschichte reagiert, vielleicht auch etwas fassungslos guckt, aber das darfst Du absolut nicht persönlich nehmen! Das war auch meine erste Reaktion, doch das heißt nicht, dass ich keinen Respekt vor Dir habe, Dich als "unmännlich" wahrnehme oder kopftätschelndes Mitleid empfinde. Im Gegenteil: Ich finde es klasse, dass Du inzwischen den Weg zu Arzt, Therapeuten und in dieses Forum gefunden hast. Du bist bereit, daran zu arbeiten, willst Dich Deinem "Schicksal" nicht mehr fügen und nur so geht es!
Frau und auch Mann (da Du Dich ja inzwischen dem ein oder anderen anvertraut hast) sind also nur geschockt und fassungslos, weil so eine Geschichte zum Einen nicht alltäglich ist und Du zum Anderen wohl nicht dem entsprichst, wo man normalerweise sagt, "der kriegt keine ab". Letzteres ist ja auch nicht der Fall. Deine Angst hält Dich ja nur ab.
Ich bin also davon überzeugt, dass jede Frau da sehr verständnisvoll drauf reagieren würde. Wirklich jede! Sollte es eine Ausnahme geben, dann ist das die, die die Regel bestätigt und die hat Dich schlicht nicht verdient. Punkt, Ende, Aus!  Sie weiß dann bescheid, kann Deine Angst ein Stückweit nachvollziehen, wird wesentlich mehr Geduld mitbringen und so Schrittchen für Schrittchen mit Dir immer mehr machen. Ganz langsam und immer so, dass es Dir nicht zuviel wird und Du halbwegs entspannt bleibst. So würde ich es jedenfalls angehen, wenn ich jemanden wie Dich kennenlernen würde und er offen und ehrlich mit mir ist und mir sagt, was los ist, wie es ihm geht und was "darf" und was nicht. Es kann für eine Frau sehr schön sein zu sehen, wie Mann mehr und mehr Vertrauen aufbaut und sich mehr und mehr fallen lassen kann und vielleicht irgendwann jede Berührung einfach nur genießt.
Im Gegenzug wirst auch Du dann Schrittchen für Schrittchen bei ihr vorgehen, Dich langsam an sie rantasten und ihren Körper erforschen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und eine Frau, die Deine Geschichte kennt, wird von Dir auch nichts erwarten! Vorallem wird sie nicht erwarten, dass Du sie zum Höhepunkt penetrierst. Denn mal unter uns: Frauen "kommen" beim Koitus eher nicht oder nur ganz schwer. Bei mir ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit, weil da ungefähr 2847563 Faktoren zusammenkommen müssen, dass das geht. Meine beste Freundin kann so gar nicht "kommen". Natürlich finden wir es schön und es gehört auch irgendwo dazu, aber eine Frau befriedigen...nun, das geht anders viel einfacher und vorallem effektiver. Denn der klitorale Orgasmus ist auch in seiner Intensität nicht vergleichbar mit dem vaginalen und um den auslösen zu können, muss Dein kleiner Mann absolut nichts machen. Das sind Zungen- und Fingerspiele.
Klar, vielleicht scheut es Dir auch davor, weil Du Angst hast, was falsch zu machen. Aber wie gesagt, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und eine Frau hat einen Mund zum Reden. Sie wird sich schon äußern, wenn sie es gerne was leichter, fester, anders hätte. Mach Dir da keinen Kopf!
Ich denke, bevor der kleine Mannomann überhaupt mal stehen muss, sind sicher ein paar Wochen der gegenseitigen Erkundung ins Land gezogen und ich bin sicher, dass Deine Partnerin dabei nicht leer ausgeht!  Wichtig ist einfach nur, dass sie weiß, warum und wieso die Dinge so sind wie sie sind. Ganz einfach weil Dir wahrscheinlich nicht ins Gesicht geschrieben steht, dass Du noch nie mit einer Frau "zusammen" warst. Wer soll das denn riechen? Wenn sie es aber weiß, wird sie anders und vorallem besser damit umgehen.
Soviel erstmal zu der zwichenmenschlichen Perspektive.
Zu Deinem Therapeuten: Nun weiß ich nicht, was Ihr alles schon besprochen habt und ob er Dich nicht auch etwas dahin forciert, offen damit umzugehen (nur darin sehe ich die Lösung oder überhaupt eine Lösungsmöglichkeit) und Du Dich mit Händen und Füßen gegen diese Idee wehrst. Ich finde es aber schlimm, dass er Dich mehr oder minder aufzugeben scheint. Hallo?! 
Meine Meinung: Wechsel den Therapeuten! Vielleicht wäre eine Frau, die Dir somit auch Frauen "erklären" kann, besser? Denk mal drüber nach. Denn Dein Problem ist ja nicht anatomisch oder "klassisch" ED, sondern ich denke, Du hast einfach tierisch Angst vor Frauen und dann ist die Offenbarung Deiner Geschichte und das Rumkramen darin vor einer ebensolchen Vertreterin der hochgefährlichen Spezies Frau (   ) vielleicht auch ein Riesenschritt nach vorn. Ich hab echt den Eindruck, dass es weniger Versagensangst ist bei Dir, sondern Deine frauenfeindliche Erziehung, die somit irgendeine Angst vor ihnen auslöst.
Und nun noch ein Tip, den Du bitte, bitte nicht falsch verstehen sollst! Buch Dir mal ein Callgirl. Nein, ich meine das nicht als Scherz, das ist mein voller Ernst. Ein Callgirl ist ein wunderbares "Versuchsobjekt", denn da spielen Dir nicht irgendwelche Gefühle einen Streich. Es ist total egal, ob Du "versagst" oder nicht, Du kannst testen, wie sie darauf reagiert, wenn Du ihr Deine Geschichte erzählst (würd ich machen an Deiner Stelle!) und wie sie infolgedessen mit Dir umgeht. Ihr kannst Du ganz einfach sagen, dass Du einfach ein bisschen "üben" möchtest und ob sie Dir vielleicht ein paar Dinge "zeigen" will.
Denn eben WEIL es ein Geschäft ist, üben gegen Geld und KEINE Gefühle im Spiel sind ("wie findet sie mich, mach ich es richtig, reich ich ihr,..."), kann es gut sein, dass Du damit ein paar erste gute Erfahrungen sammeln kannst. Und ja, Callgirls sind teurer als Puff, dafür dafür ist die Atmosphäre viel intimer, was Dir wahrscheinlich besser täte.
Denk auch da mal drüber nach. Sei offen!
Ich hoffe, ich konnte Dir den ein oder anderen Denkansatz geben. Wichtig ist doch nur, dass Du weißt, dass Du als Mensch nicht weniger wert bist, nur weil Du noch nie mit einer Frau "zusammen" warst oder nicht "kannst". Dem ist nämlich nicht so! Und deswegen solltest Du meiner Meinung nach auch ruhig offen mit dieser Deiner Geschichte umgehen. Das wird Dir nur Vorteile bringen, denn auf einmal wird jeder verstehen, warum Du so bist, wie Du bist - insbesondere die Frauen, die in Dein Leben treten.
Gib uns Mädels die Chance zu verstehen, indem Du offen bist und Du wirst sehen, dass es Dir gedankt wird.
Ich wünsch Dir ganz viel Glück und alles Liebe!
|
Noch nie und nimmer Beitrag # 3

02.11.2009, 13:26
|
|
Neuer Benutzer
|
|
Registriert seit: 16.07.2009
Beiträge: 16
|
|
Also ich würde mal ganz kurz und bündig sagen: Du hast es versäumt dich in einen Bordell selbst zu kurrieren! 10 Jahre ohne Frau, obwohl du gesund und attraktiv bist. Da hätt ich schon mal 100 Euro investiert und mich von einer "Dame" verwöhnen lassen. Wenn ich auf die vollen Parkplätze einiger Borelle schaue, dann braucht man sich dafür nicht zu schämen, machen doch viele Männer. Die Prostituierten nehmen schon rücksicht auf nicht so sexuell Erfahrenen Männer. In Italien soll es ja gang ung gäbe sein, dass der Vater mit dem 18 Jährigen Sohn ins Puff geht, damit er es von einer profesionellen richtig lernt!
|
Noch nie und nimmer Beitrag # 4

02.11.2009, 22:07
|
|
Erfahrener Benutzer
|
|
Registriert seit: 27.02.2009
Ort: München
Beiträge: 180
|
|
Hallo Mannomann,
bevor ich auf Deinen Beitrag eingehe, möchte etwas zu meiner eigenen Person sagen. Bin Mitte 50 und wie Du wohlbehütet und sexualfeindlich aufgezogen worden. Auch sonst dürften wir viel gemeinsam haben (" beruflich sehr erfolgreiche, gutaussehende, hochgewachsene, sportliche Traummann"). Ich habe es allerdings frühzeitig geschafft, aus meiner hoffnungslosen Situation auszubrechen und die alles erdrückenden Versagensängste zu überwinden. Falls es Dich interessiert, dann kannst Du es hier in allen schauerlichen Einzelheiten nachlesen: http://www.erektion.de/meine-geschichte-2629.html. Ich kann mich, glaube ich, recht gut in Deine Lage hineinversetzen, zumal ich ein noch größerer Versager war, da ich es damals noch nicht einmal zum Austausch von Zärtlichkeiten mit Mädchen gebracht habe.
Allerdings bin ich der Meinung, dass es anderen sehr viel schlechter geht als Dir. Schau' Dich einmal in diesem Forum um oder google nach "absolute beginners". Es gibt allein in Deutschland zehntausende von Männer und Frauen Deines Alters, die noch nie einen anderen Menschen auch nur gestreichelt haben. Und Du hattest immerhin schon mehrere Beziehungen und sogar Sex (wenn ich Deine folgenden Sätze richtig interpretiere: " Habe übrigens mit den entsprechenden Tabletten die erwünschte Erektion, aber dann weiß ich nicht weiter. Panik krieg ich trotzdem, weil ich garnicht weiß, ob, wann und wie sie/ich zum Höhepunkt komme.").
Ich bin, wie gesagt, nicht ganz sicher, ob ich Dein Problem voll verstanden habe. Du bist in der Lage, eine Beziehung zu einer Frau aufzubauen. Wenn es aber zum Sex kommt, bist Du auf Grund von Versagensängsten wie gelähmt. Du bekommst mit Viagra eine ausreichende Erektion, GV ist möglich, Du kommst aber nicht zum Orgasmus??? Auch eine verständnisvolle Partnerin hilft hier nicht weiter. Stimmt das so? Vielleicht kannst Du das noch einmal klarstellen. Wäre eine Beziehung ohne Sex für Dich akzeptabel? GV ohne Orgasmus? Was ich auch nicht verstehe: Du trinkst keinen Alkohol, schluckst aber Psychopharmaka! Hej, was ist los?
Da mir einiges nicht klar ist, möchte ich jetzt nicht gleich mit irgendwelchen konkreten Vorschlägen kommen, aber eine Strategieänderung ist sicher unerlässlich. Du solltest Dich erst einmal auf den reinen, körperlichen (käuflichen?) Sex konzentrieren. Wenn es hier voran geht, wird es auch mit Deiner nächsten Beziehung besser laufen. Wie gesagt, das ist jetzt sehr allgemein gehalten, sicher werden ich oder andere hier in den nächsten Tagen etwas konkreter werden.
Bis dahin alles Gute und Kopf hoch,
Mischa
|
Noch nie und nimmer Beitrag # 5

03.11.2009, 16:37
|
|
Neuer Benutzer
|
|
Registriert seit: 04.05.2009
Beiträge: 22
|
|
Hallo und vielen Dank erst mal für das Verständnis. Selbst beim Nachschauen auf eventuelle Antworten oder Kommentare hab ich jedes mal feuchte Hände bekommen, in der Annahme, daß man meine Geschichte als übertrieben oder erfunden abtun würde  . Es tut schon mal gut, daß man mit dem Problem nicht alleine in der Welt steht. Es tut auch gut, die Geschichte überhaupt einmal rauslassen zu können. Und es tut erst recht gut, daß es Menschen gibt, die ernsthaft versuchen, sich in meine Lage zu versetzen und Lösungswege aufzeigen!!! Die Idee mit dem Callgirl ist mir auch schon durch den Kopf gegangen, aber da hab ich noch "Berührungsängste" mit, weil ich nicht weiß, wie ich mein Anliegen formulieren soll und wo/wie ich an eine Verständnisvolle gelange. Ein neutraler Ort ist dafür sicher besser als das eigene Heim, oder? Kommt noch das Gefühl dazu, die Frau, die ich so sehr liebe, zu betrügen. Egal, ob sie mich längst verlassen hat. So bin ich nun mal. Ich werde mich aber damit in nächster Zeit sicher auseinandersetzen.
Zu dem Ratschlag, einer möglichen nächsten Partnerin gleich vorweg die volle Wahrheit zu gestehen, möchte ich auch noch Stellung nehmen. Ich hab das bisher vermieden, weil ich befürchtete, sie könnte mich schon vor dem ersten Versuch (mehr war's ja nie) verlassen, weil bei mir ja doch nichts zu erwarten ist. Dazu kam die Gewissheit, daß jedwede Partnerin ja mit jedem Jahr erfahrener geworden sind, während Mannomann auf dem Stand "Petting mit 14 Jahren" "stehen"-geblieben ist. (Originalton!) Das kann einem schon jeden Lebensmut verhageln, obwohl die Freundin sich bei vollständigem Wissen um meine Situation sich eines anderen Tons bedient hätte.... hoffe ich, nein, wäre wohl so. Aber es ist so unglaublich schwer, ja unmöglich, zumindest für mich, sich in die Gedankengänge einer Frau hineinzuversetzen. Da war Deine ausführliche Schilderung, liebe Sun 78, für mich schon Gold wert. Und Jackomo und Mischa, ihr habt sicher recht mit Euren Vorschlägen. Ich glaube ja selbst, daß ich nach ein paar Erfolgserlebnissen mehr Selbstvertrauen gewinnen kann. Ist ja bei anderen Tätigkeiten genauso, und hier haben wir es ja mit der normalerweise natürlichsten aller "Tätigkeiten" zu tun.
Mein Therapeut hat mir auch letztens viel mehr Mut gemacht, als bisher. Somit werde ich erst mal bei ihm bleiben. Ich war aber auch bislang kaum in der Lage viel zu sprechen, sondern hab mehr geheult als gesprochen. Von wegen wir finden nichts, wie ich anfangs geschrieben hatte, arbeiten wir inzwischen an einem stark verdrängten Kindheitserlebnis. Ihr glaubt garnicht, wie in welch entfernte Hirnwindungen man das versteckt, wo es dann ein Leben lang unbewußt gärt. (Allerdings denke ich auch, daß die Dunkelziffer viel größer ist und trotzdem viele Betroffene gelernt haben, damit umzugehen, oder?) Allein schon aus dieser Tatsache resultiert mein Grundgedanke zum Thema Sex>>> Es ist etwas grundsätzlich Verbotenes und Schmutziges, ich muß aufpassen nicht erwischt zu werden (obwohl ich ja nicht der Täter war, so hatte er es doch geschafft, mir das schlechte Gewissen zu übertragen. Auf jeden Fall, NICHT erwischt werden, sonst wäre ich schuld gewesen! Dann nix wie weg, Flucht! Und von meinem Therapeuten habe ich gelernt, daß Adrenalin ein extrem starker Hinderungsgrund für eine Erektion ist.) Ich mußte so mit ca. 11-12 Jahren einem Exhibitionisten über längere Zeit "dienlich" sein und konnte mich aufgrund meiner Erziehung niemandem anvertrauen und um Hilfe bitten, es waren andere Zeiten als heute. Was hab ich mich geekelt, aber ich war wie gelähmt vor Entsetzen. 12-jährige damals sind nicht zu vergleichen mit 12-jährigen von heute. Wenn ich wüßte, wo, bzw. ob der noch lebt, ich glaub, ich würd ihn...... Die Distanz zwischen dem vorherrschenden Fühlen und Reagieren auf die Bedrohung Sex auf der einen und rationalem Wissen um die Schönheit der Beschäftigung damit und dem womöglichen Genuß auf der anderen Seite ist bei mir noch viel zu groß. Aber der Wunsch auf Genuß ist da!
Für kommenden Donnerstag hab ich mir allerdings etwas (für mich!) ganz Großes vorgenommen und hoffe, daß meine Erwartungen erfüllt werden. Ich werde an dieser Stelle berichten.
Die Psychopharmaka sind recht leicht und die Einnahme kontrolliert auf ein halbes Jahr begrenzt, um meine latent vorh. Suizidgedanken (gewesenen) zu bändigen. Ist aber auch eine Sche...jahreszeit. Ich fühl mich z. Zt. auch recht stabil und denke, daß sich in dem halben Jahr bei mir irgendetwas in Richtung Lösung des Problems tun wird/muß. Ich geh's ja erst seit ca 3 Monaten an. Der Verlust meiner letzten Freundin (hab mit dem Ausdruck 'Partnerin' ein Problem, weil dazu eben mehr gehört) schmerzt allerdings immer noch sehr, weil, da, wo ich liebe "wächst kein Gras mehr". Ich habe nämlich meine "Strategie" seit 35 Jahren auf einen anderen Sektor verlegt, nämlich ein fürsorglicher, großzügiger, verständnisvoller und bedingungslos liebender Freund zu sein = die einzige Chance, eine Freundin zumindest eine Zeit lang für mich zu interessieren, aber vielleicht erstickt die eine oder andere daran!? Wenn die "letzte und ganz große Liebe" sich nochmal melden sollte, ist die Frage, ob ich ihr die ganze Wahrheit nachträglich schildern soll in der Hoffnung, daß sie so reagiert, wie sun78 es für möglich hält, oder ob ich sie so verschrecke, daß alle Chancen vertan sind. Sie hatte mich explizit gefragt, ob ich denn wüßte, was ich von ihr verlange und wie lange es denn mit der Therapie noch dauern würde. Ob das nun der Grund war oder ein anderer, kann ich nur mutmaßen. Jedenfalls begründete sie selbst die mangelnde Erektionsfähigkeit auf eventuell mangelhafte Attraktivität ihrerseits, was ich ihr immer und immer auszureden versucht habe. Sie hätte doch nur mal in den Spiegel zu schauen brauchen, so "klasse" war, nein, ist sie. Das war gleichzeitig Teufelskreis, und Sackgasse, aus der wir nicht herausgefunden haben.
Well, im Moment geh ich viel raus mit Freunden und jogge, was das Zeug hält. Auch ein gutes Medikament!
Mannomann!
|
Noch nie und nimmer Beitrag # 6

03.11.2009, 18:18
|
|
Neuer Benutzer
|
|
Registriert seit: 04.05.2009
Beiträge: 22
|
|
Sorry, Mischa, hab ganz vergessen, auf Deine Fragen einzugehen. Ich weiß aus dem Selbstversuch, daß die Tabletten wirken, trau mich dann im konkreten Moment nicht, sie zu nehmen, weil ab dem Moment ja "alles" perfekt ablaufen muß, was ich nur aus dem Film kenne. Wie fange ich an, wo fange ich an, bis zum Ausziehen hab ich ja ausreichend Erektion auch ohne Tablette, aber wehe, ich laß "die Hüllen" fallen, dann geht das Drama los. Mir laufen förmlich binnen Sekunden die Schweißperlen den Rücken hinunter, ich bin in einer Minute so "appetitlich" verschwitzt, wie nach 15km Joggen, ohne mich auch nur bewegt zu haben. Das ist für den Partner unzumutbar! Die Gedanken rasen, ich möchte mich auf der Stelle in Nichts auflösen, muß mich beherrschen, nicht zu heulen vor der Freundin, dann eine riesige Leere in meinem Kopf und das Warten auf ihre Reaktion, die ja kommen wird. Die Angst ist unbeschreiblich, ohne zu dramatisieren. Ich weiß, wie bescheuert das klingt, wenn ich das hier be(schreibe), ich kann's aber nicht anders beschreiben. Ich sitz hier an der Tastatur, versuche mir aus dem Gedächtnis die Situation, die inzwischen schon Monate her ist, möglichst präzise vorzustellen und Euch verständlich (nicht nachvollziehbar, denk ich) zu schildern, da laufen mir wieder die Schweißperlen den Rücken runter. Es reicht schon die bloße Vorstellung!
Mannomann
|
Noch nie und nimmer Beitrag # 7

04.11.2009, 09:39
|
|
Neuer Benutzer
|
|
Registriert seit: 16.07.2009
Beiträge: 16
|
|
Da hilft nur Hypersensibilisierung! Geh ins Bordell, erzähl dein Anliegen einer Prostituierten. Für Geld machen die alles. Also ich habe mal gehört, Ukrainerinen sollen sehr gute Liebesdienerinen sein. Spar dir das Geld für den Psychotherapeuten und investier in handfestes!
|
Noch nie und nimmer Beitrag # 8

04.11.2009, 18:14
|
|
Neuer Benutzer
|
|
Registriert seit: 04.05.2009
Beiträge: 22
|
|
Hi Jackomo,
Du hast mit ziemlicher Sicherheit recht. Nur bei dem Gedanken, so jemanden auch nur anzurufen oder anzusprechen, krieg ich weiche Knie und mehr. Und in der konkreten Situation kein Wort raus. Ich war bis vor ca. 12 Jahren sehr oft beruflich in einem noblen Hotel in D, wo ich an der Bar regelmäßig mein Feierabendbierchen zu mir genommen hab und wo regelmäßig 3-4 sehr gepflegte Damen auftauchten, die mir ein Kollege mal als Nobelprostituierte vorstellte. Die wären mir nie als solche aufgefallen, ich hatte überhaupt keine Antenne dafür, fand sie zwar sehr hübsch und elegant, aber da ich auch regelmäßig dort war, warum sollten die Damen nicht regelmäßig dort zu tun haben. Nach dem Motto: Honi soit qui mal y pense! Ich hab mir fast "in die Hosen" gemacht, als die danach auch noch "freundlich" wurden und mir und meinem Kollegen verschiedene Vorschläge machten. Das war meine erste und letzte -Berührung- mit dem Metier und ich hab meinen gesammelten Vorrat an Ausreden verbraucht, um nur ja nicht mitgehen zu müssen. -Angst essen Seele auf- Immerhin waren sie sehr höflich und haben sich nicht lustig über mich gemacht (zumindest in meinem Beisein)  Da war ich so um die 40 und dachte nur: Was für'ne Welt! Und hielt's immer noch für'ne Ausnahme. Schätze, so denkt heutzutage nach dem 15. Lebensjahr niemand mehr. Vielleicht auch, außer mir, damals schon keiner  Manchmal muß ich über mich selbst schmunzeln, .....wenn's nicht so traurig wär.
So "gut" bin ich im Moment drauf!
Ob das nochmal was wird!?
Für morgen hab ich mich auf ETWAS eingelassen, das wird mir diese Nacht den Schlaf rauben, aber da muß ich jetzt durch! Das "ETWAS" heißt Tantra-Massage und nachdem ich viel darüber gelesen habe, bin ich sicher, daß ich da garnix zu tun brauche, außer Augen zu und durch, stillhalten. Und vielleicht (und hoffentlich) so langsam lockerer werden. Wegen der fehlenden Nachtruhe von heute wird mir das vielleicht sogar gelingen. Ich glaub, das Massageöl kann sie sich sparen, so wird der Angstschweiß mich einhüllen.... Die Ärmste, aber das ist die Philosophie, das "Opfer", in dem Fall ich, ist 100%iger Empfänger, die Masseurin ausschließlich Gebende. Hurra, ich muß nicht funktionieren!!!
Aber darf auch nicht weglaufen..... Hmm.
Ist das'n Anfang?
Mannomann
|
 |
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Andere Themen im Forum Psychologische Ursachen von Impotenz, Potenzstörung
|
| Thema |
Datum |
Autor |
Antworten |
Letzter Beitrag |
Erstes Mal, eigentlich Katastrophe
Erstes Mal, eigentlich Katastrophe: Hey,
ich bin 20 und habe letzte Woche das...
|
20.07.2009 |
meisenpeter |
11 |
16.07.2011 04:49 |
Penis bleibt nicht Steif beim Sex
Penis bleibt nicht Steif beim Sex: Hallo Zusammen,
tja, auch mich hat ein...
|
26.06.2009 |
uphuk |
1 |
01.07.2009 00:18 |
ich bin am verzweifeln immer kurz davor klappts nicht
ich bin am verzweifeln immer kurz davor klappts nicht: Hallo erstmal ich habe folgendes problem:und zwar...
|
18.05.2009 |
miki1986 |
2 |
23.05.2009 08:15 |
Ich und Erektionsprobleme
Ich und Erektionsprobleme: Ab und an habe ich EDs. Ich habe mal versucht die...
|
17.09.2008 |
JustMeBerlin |
0 |
17.09.2008 21:25 |
|