Hallo bahna,
es gab mal das GERÜCHT, dass Viagra für Augenkrankheiten verantwortlich sein könne. Das wurde daraus geschlossen, dass ein paar Leute, die plötzlich Probleme mit den Augen hatten, eben zufällig auch Viagra genommen haben. Eine Studie konnte so etwas nie nachweisen. Da sehr viele Männer Potenzmittel schon seit Jahren nehmen, hat man da sehr gute Statistiken. Die Häufigkeit von Augenkrankheiten nimmt nach heutigem Kenntnisstand nicht durch die Verwendung von Viagra und Co. zu. Jedenfalls ist bisher die Anzahl der Männer, die regelmäßig Viagra einnehmen und Augenprobleme bekommen haben, nicht größer, als bei den Männern, die KEIN Viagra nehmen.
Solche Gerüchte werden eben leider immer sehr schnell in die Welt gesetzt. Jemand wird plötzlich krank, bekommt ein Problem mit den Augen oder einen Herzinfarkt, und man fragt ihn, welche Medikamente er in letzter Zeit eingenommen hat. Wenn er dann sagt "unter anderem Viagra", dann wird sofort erst mal eine Warnung herausgegeben, dass Viagra eventuell diese Krankheit auslösen oder begünstigen kann.
Wenn dann genug Daten gesammelt worden sind, kommt jedoch immer wieder heraus, dass es einfach nur Zufall ist, und diese Augenprobleme oder andere Beschwerden immer im statistischen Mittelmaß liegen, also nicht wirklich auf Viagra zurückzuführen sind, sondern sowieso aufgetreten wären.
Mit diesen Informationen im Hinterkopf, kann ich Dir nur mit auf den Weg geben, dass dieses "Mücken sehen" eine sehr häufige Erscheinung ist, die früher oder später bei vielen Menschen auftritt und Du deshalb nicht auf Viagra und Levitra verzichten solltest, wenn sie Deine Lebensqualität merklich verbessern.
Von den Herstellern wirst Du keine weiteren Infos zu möglichen Nebenwirkungen bekommen, als im Beipackzettel stehen. Die wären schön blöd, per Mail oder Telefon die Info herauszugeben, dass es da möglicherweise doch noch die ein oder andere Nebenwirkung gibt, die sie bisher nicht im Beipackzettel vermerkt haben. Schon aus Gründen der eigenen Absicherung halten die Hersteller die Beipackzettel immer so aktuell wie möglich und führen jede kleine, mögliche Nebenwirkung auf, auch wenn viele davon nur bei ein oder zwei Probanden von hunderten oder tausenden aufgetreten sind und mit dem Mittel selbst wohl gar nichts zu tun haben.
Ausgeschlossen ist es natürlich nie, dass nicht vielleicht doch in vielen Jahren eine neue Langzeitstudie neue Nebenwirkungen herausfindet, aber daraus jetzt Konsequenzen zu ziehen, wäre übertrieben. Dann dürfte man nicht mal mehr einen Löffel Hustensaft zu sich nehmen.
Liebe Grüße,
Leseratte
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