Hallo liebes Forum,
ich habe mich vorhin hier angemeldet und auch einige Threads gelesen und stelle fest, dass mein Problem nirgendwo so richtig reinpasst bzw. evtl. eine Mischung aus vielem ist.
Mein Problem kurz zusammengefasst:
Ich benötige zum Erreichen und zum Erhalt einer Erektion eine relativ starke Stimulation, wenn diese Stimulation dann allerdings gegeben ist, ist sie wiederum so stark, dass ich nicht lange (30s - 3 Min in der Regel, an guten Tagen und mit viel Aufwand bis zu 10 Minuten) durchhalte.
Ich schaffe es durchaus, mehrmals täglich Sex zu haben, halte dann auch länger durch, bvor ich einen Orgasmus habe, allerdings wird es mit jedem Mal deutlich schwieriger, eine Erektion zu bekommen und diese zu halten, sodass oftmals während des GVs meine Erektion immer weiter nachlässt.
Hintergrundinformationen
Jetzt noch ein bisschen was zu mir und meinem Hintergrund.
Ich habe bereits sehr früh (mit 11) mein Interesse an Sexualität entdeckt, konnte alleridngs damit schlecht umgehen und damals außerdem diverse Probleme mit häufigen Agressionen etc., weswegen ich ein Außenseiter und depressiv war.
Mit 13 fing ich an, regelmäßig zu masturbieren, erst nur mit Kopfkino, später dann auch mit Pornos.
Mit 15 entdeckte ich mein Interesse an BDSM, belas mich im Internet darüber und masturbierte oft zu entsprechendem Kopfkino, später dann auch zu entsprechenden Pornos.
Mit 17 hatte ich dann mein erstes Mal mit einer 29-Jährigen, die ich nur kurz zuvor kennengelernt habe, ich würde das es eine Sexbasierende Beziehung nennen. Das ganze hielt allerdings nur 6 Wochen. Beim ersten Mal hatte ich (vermutlich durch Nervosität bedingt) Erektionsprobleme, die sich aber durch die sehr verständnisvolle Hilfe meiner Partnerin (oral) lösen ließen. Nach ein paar Malen klappte es dann auch ziemlich gut und wir hatten oft (jedes Wochenende mehrfach) guten Sex, ohne irgendwelche Erektionsprobleme. Die Pornos konsumierte ich weiter, masturbierte auch dazu, aber in vollem Bewusstsein, dass die Realität anders aussah, als es in diesen Filmchen dargestellt wurde. BDSM kam in dieser Beziehung nur sehr minimal vor (Beißen, Kratzen, leichte Fesselspiele).
Nach dem Ende der Beziehung hatte ich eine ziemliche Sexflaute für 1,5 Jahre. In dieser Zeit befasste ich mich eingehend mit dem Thema BDSM, besuchte einen Stammtisch zum Thema und fand es sehr reizvoll, allerdings mangelte es mir an der entsprechenden Partnerin. Bei den Pornos wurde ich in diesem Zeitraum immer extremer, wandte mich Filmen zu, in denen Frauen in einem sadomasochistisch angehauchten Kontext bösest misshandelt wurden.
Inzwischen bin ich 19, seit ein paar Monaten bin ich nun in einer festen Beziehung, mit der ich sehr glücklich bin. Wir praktizieren die diversesten BDSM-Praktiken, probieren vieles aus. Die ganze Zeit aber tritt das oben genannte Problem auf. Ein leichter Schmerz wirkt zwar bei mir ein wenig Erektionsfördernd, führt durch die stärkere Stimulation aber auch wiederum schneller zum Orgasmus.
Masturbieren tue ich nur noch sehr selten, eher als Sexersatz, wenn ich Lust verspüre und meiner Freundin grad nicht verfügbar oder nicht willens ist.
Noch zum körperlichen: Ich bin leicht übergewichtig, halte nicht allzuviel von Ausdauersport, fahre aber dennoch viele Strecken mit dem
Fahrrad. Des weiteren bin ich seit meinem vierten Lebensjahr beschnitten (könnte ja vielleicht relevant sein).
So, wie kann mir geholfen werden? Ein Besuch beim Urologen würde das Problem aufwerfen, dass ich das ganze meinen Eltern erzählen müsste, da ich Privat bzw. über die Beihilfe versichert bin und meine Eltern also den entsprechenden Betrag vorstrecken müssten und somit die Rechnung in Händen halten würden. Dies möchte ich möglichst vermeiden, würde es aber als letzten Ausweg hinnehmen. Meidkamente möchte ich generell möglichst vermeiden.
Jedem, der bis hierhin gelesen hat, möchte ich schonmal für diesen Aufwand danken. Ich hoffe auf konstruktive Lösungsvorschläge
Grüße,
Dunkelzahn