Hallo thor,
gerade in der Leistengegend ist es relativ normal, dass die Lymphknoten etwas größer und leicht zu tasten sind. Schmerzhaft sollten sie natürlich nicht sein. Schmerzende Lymphknoten können aber auch von einer Infektion kommen. Wenn Du eine schlimme Erkältung hast, spürst Du ja vielleicht auch öfter geschwollene Lymphknoten im Halsbereich, die schmerzen, wenn man sie berührt.
Du meintest sicher WOBenzym ? Das wirkt schon ganz gut gegen kleinere Entzündungen im Körper, aber wenn es wirklich eine hartnäckige Entzündung sein sollte, könnte es sein, dass man dir nur durch spezielle Behandlungen in den Griff bekommt, wie z.B. mit Kortison.
Weiß da aus dem Kopf nicht mehr genau, wie das Lymphsystem genau funktioniert. Ich denke, es ist komplett vom Blutkreislauf getrennt. In diesem Fall nützt wohl auch eine Bestimmung der Entzündungsmarker im Blut nicht viel. Aber eine Blutuntersuchung sollte auf jeden Fall mal gemacht werden - oder gab es da schon eine ?
Die sollen mal nicht nur das Standardblutbild machen, sondern auch nach den Entzündungswerten schauen. Wenn da nichts auffällt, ist das schonmal ganz beruhigend.
Ansonsten würde ich schon nochmal schauen, dass ich einen Arzt finde, der die Lymphknoten nochmal mit anderen Methoden untersucht. Entfernen lassen würde ich die auch nur ungern. Trotz Deiner Kittel-Allergie würde ich da nicht locker lassen

Ob die Lymphschwellung mit der Erektionsstörung zusammenhängt, ist von hier aus kaum zu sagen. Die Lymphknoten würde ich aber erstmal für das vorrangige Problem halten. Wenn dann irgendwann klar ist, dass mit denen alles in Ordnung ist, kannst Du beruhigter sein und Dich dann mit voller Energie der Erektionsstörung widmen. Es ist absolut nachvollziehbar, dass die psychische Komponente immer stärker wird, je länger die Störung dauert. Kannst Du denn einschätzen, ob die Probleme zeitlich mit irgendeinem anderen Ereignis zusammengefallen sind ? Oder hattest Du in diesem Zeitraum, als die Probleme anfingen, irgendeine Krankheit oder andere körperliche Probleme ?
Gehe auf jeden Fall nochmal zu einem Urologen. Der soll auch mal den PSA Wert im Blut überprüfen. Es kann aber sein, dass diese Untersuchung selbst bezahlt werden muss. Gar so teuer ist das aber nicht, und man kann damit recht zuverlässig Prostatakrebs ausschließen.
Frag den nochmal nach seiner Meinung, ob die geschwollenen Lymphknoten im Zusammenhang mit urologischen Problemen stehen könnten, oder an welchen Arzt Du Dich damit wenden könntest. Dich gleich zu einem Chirurg zu schicken, halte ich für übertrieben. Erstmal wäre da vielleicht ein Internist angesagt, der dann auch mal ein Ultraschall der Lymphknoten machen kann und die Blutwerte checkt. Ich würde das auf jeden Fall nicht auf die lange Bank schieben und einfach nochmal zum Arzt (vielleicht auch zu einem anderen) gehen.
Liebe Grüße,
Leseratte