In den letzten 12 Monaten habe ich eine Vielzahl von Methoden zur Potenzsteigerung ausprobiert (Kürbiskerne, Beckenbodengymnastik, Argenin, DHEA ...). Das meiste hat wenig oder nichts gebracht, aber drei Methoden erwiesen sich als ausgesprochen wirkungsvoll, darunter das klassische Krafttraining.
Hormoneller Aspekt
Durch Krafttraining kann der (freie) Testosteronspiegel um 20% erhöht werden (Quelle: Handbuch Anti Aging & Prävention). Das hört sich nicht unbedingt dramatisch an. Man muss aber wissen, dass der natürliche Hormonspiegel zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr nahezu konstant hoch ist, um dann pro Jahr um ein bis zwei Prozent abzusinken. (Quellen:
http://www.netdoktor.at/laborwerte/f...tosteron.shtml oder
http://www.kup.at/journals/abbildungen/gross/350.html). Ein 55-jähriger, der seinen Testosteronspiegel um 20 Prozent erhöht, erreicht damit nahezu die Maximalwerte der 20 bis 40-jährigen. Also wenn das kein lohnenswertes Ziel ist!
Psychischer Aspekt
Bekanntlich spielt sich Sex hauptsächlich im Kopf ab. Kann man im Fitnessstudio auch seinen Kopf trainieren? Ja, natürlich! Jeder Mann, absolut jeder, hat den Wunsch, körperlich stark zu sein. Das steckt offenbar ganz tief in uns drin. Stärke bedeutet Selbstvertrauen. Und wer voller Selbstvertrauen ist, hat im Alltagsleben und speziell beim Sex wenig Probleme. Es ist ein Unterschied, ob man vor dem GV im Badezimmerspiegel einen muskulösen, durchtrainierten Körper erblickt, oder einen schlaffen, schwächlichen. Ich selbst habe in den letzten drei Monaten massiv im Oberarm-, Brust- und Schulterbereich zugelegt (war vorher eher zu dünn). Vor dem GV fokussiere ich mich oft auf meinen eigenen Körper. Das baut mich im entscheidenden Moment auf und vermittelt mir das nötige Selbstvertrauen. Natürlich wird auch die Partnerin von einem knackigen Körper angetan sein und entsprechend positiv reagieren, was wiederum die Qualität des GVs erhöht.
Trainingsmethodik
Zur Zeit versuche ich zweimal pro Woche im Fitnessstudio in einer Art Zirkeltraining alle Muskelpartien mit einzubeziehen (im Gegensatz dazu werden beim Bodybuilding pro Trainingseinheit nur ein oder zwei Muskelgruppen maltretiert). Je mehr Muskeln angesprochen werden, desto stärker der hormonellen Effekt. Bei regelmäßigem Training ist die Erhöhung des Testosteronspiegels übrigens von Dauer, also auch an den trainingsfreien Tagen vorhanden. Es dauert so zwischen acht und zwölf Wochen, bis ein mess- oder spürbarer Hormonanstieg auftritt. Eine Trainingseinheit dauert bei mir mindestens anderthalb Stunden, wobei ich alle Oberkörperübungen mit maximaler Intensität absolviere. Das alles funktioniert aber nur, wenn man jahrelang Sport getrieben hat. Untrainierte sollten die Sache deutlich langsamer angehen.