Juten Tach an alle!
Nach langem lesen bin ich endlich zu dem Entschluss gekommen auch mal etwas zu schreiben und mich nach eurem Rat zu erkundigen.
Wie ich in vielen Beiträgen gelesen habe, kann eine Erektile Dysfunktion viele und weitreichende Ursachen haben, physiologischer und psychologischer Natur.
Vorab meine Eckdaten:
männlich, 26 Jahre, 1,82cm groß, 86 kg schwer und Homosexuell!
Ex-Raucher, mäßig Alkohol, derzeitig kein Sport
Vorerkrankungen:
Fehlbildung des Penis =
Hypospadie Nun zu mir:
Wenn ich in meine Sexuelle aktive Zeit rekapituliere, kann ich nicht behaupten, jemals eine wirklich harte Erektion gehabt zu haben, wie ich sie von anderen Männern kenne. Weder eine harte Morgenlatte (wirklich noch nie) noch beim Sex mit anderen Männern. Meine persönliche max. Erektion ist immer noch sehr biegsam und nicht wirklich gut geeignet zum Einführen. Im Stehen oder Liegen ist das was ich als Erektion bezeichne immer noch der Erdanziehung unterworfen.
Als Schwuler Mann hatte ich aber natürlich den Vorteil den passiven Part beim Sex zu übernehmen, habe aber daher noch nie meinen Penis bei einem anderen Partner eingeführt. Hatte schon mit vielen Männern Sex aber noch keinen festen Partner (sehr schwer zu finden in Berlin)
Nun sollte erwähnt werden das ich mich fast täglich SB, mit der Unterstützung von Pornos, Cockringen (welche mir helfen) sowie anderen Spielzeug, und somit zu meinem Orgasmus komme. Aber selbst dabei verliere ich ohne direkte Stimulation fast immer meine (fast) Erektion. Beim Sex mit anderen Männern kommt es oft gar nicht zu diese „Anfangserektion“ oder sie war schon da, wenn wir immer noch bekleidet waren. Einen permanenten Blutstau gibt es bei mir nie, hatte in meiner Jugend keine peinlichen Momente!
Weitere Problematik ist vor allem das Nicht-Empfinden am Penis wenn mich andere dort Stimulieren, egal ob Oral oder per Hand. Es geht soweit das ich den Unterschied zwischen dem Stimulus und dem Nicht-Stimulus kaum wahrnehme, und ohne hinzugucken oft nicht weiss was eigentlich gemacht wird. Auch fehlt mir beim Sex der bekannte „Lusttropfen“ oder wie auch immer man das professionell nennt. Auch Cialis haben bei mir nicht geholfen, bis auf Nebenwirkungen.
Nun habe ich mich zunehmende sexuell immer mehr „ausprobiert“ und mich sogar dabei ertappt wie ich riskantes Verhalten an den Tag gelegt habe, da ich immer dachte mir fehlt der richtige sexuelle Reiz. So kann es nicht weiter gehen.
Da diese Problematik mich immer mehr belastet hatte ich heute einen Termin beim Urologen zur „Impotenzsprechende“ gemacht sowie nächste Woche Termine bei Psychotherapeuten mit dem Schwerpunkt Sexualmedizin.
Gehe selbst von der Annahme aus, das es zum Großteil Kopfsache ist und ich mich nicht wirklich Fallen lassen kann.
Dem Urologen habe ich heute alles erzählt, welcher darauf ohne jegliche Test die Vermutung „venöses Leck“ stellte. Hat sich dann noch die Hypospadie angeguckt und dann „um was abrechnen zu können“ ein Ultraschall der Blase durchgeführt. Da er aber beim venösen Leck nicht up-to-date ist soll ich doch bitte nochmal im Oktober wiederkommen, nachdem er einen Kongress besucht hat, bei dem er sich erkundigen will. Nun steh ich da, mit dieser Diagnose. Ich würde daher gerne einen weiteren Arzt aufsuchen, aber diesmal mehr getestet werden anstatt nur befragt.
Nun zu meine Fragen:Wer kennt einen guten Urologen in Berlin der sich mit der Materie auskennt?
Auf impotenz-selbsthilfe.de wird mir nur eine Ambulanz der Uniklinik empfohlen. Würde sehr gerne mal die SKAT machen um vielleicht endlich mal eine „echte Erektion“ herbeizuführen um wirklich ein venöses Loch auszuschließen und mich dann auch die Psychotherapie zu konzentrieren.
Welche Tests sollte der Urologe auf alle Fälle durchführen, um was darf ich Ihn bitten?Ist den täglicher Pornokonsum und Masturbation echt so schlimm wie in manchen Beiträgen beschrieben, wird man konditioniert?
Rede über so was offen mit meinen Freunden und würde jetzt nicht behaupten das ich mich mehr oder weniger SB.
Bedeutet das Fehlen von Lusttropfen und dem Nichtwirken von Cialis das was mit meiner Libido nicht stimmt? Was kann man dagegen tun?
Mit ging es vorhin echt schlecht nach dem Arztbesuch weil ich sehr lange gebraucht habe bis ich den Schritt zum Urologen gewagt habe, und dann sowas.
Habt ihr weitere Ratschläge und Tipps wie ich vorgehen sollte? Bin über alle Antworten, Infos und Nachrichten dankbar.
Habt eine wunderschöne Woche.
Mit freundliche Grüßen
Mazes