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Psychologische Ursachen von Impotenz, Potenzstörung

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  "Kopfsache" oder doch etwas anderes? Beitrag #1  
Alt 26.04.2011, 20:49
proprionessuno
Benutzer
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 38
Standard "Kopfsache" oder doch etwas anderes?

Moin!

Mich würde Eure Meinung interessieren.
Ich bin Mitte Vierzig, Nichtraucher, Kaumtrinker und habe in letzter Zeit gut 10 kg abgenommen. Klingt vielleicht gar nicht so negativ, trotzdem klappt es nicht beim Sex.
Meine Freundin habe ich vor einigen Monaten kennengelernt, in diesem Zeitraum war ich bislang nicht in der Lage, während unseres Zusammenseins eine brauchbare Erektion zu bekommen. Als grundlegendes Problem scheint mir, daß Stimulationen am Penis - seien sie manuell oder oral - nahezu (eigentlich gar nicht) keine sexuellen Reize auslösen. Ich spüre, daß sie etwas macht, kann aber meist gar nicht lokalisieren, wo und was genau. Dementsprechend rührt sich auch nichts... Hin und wieder ergibt sich beim "Vorspiel" (es kommt ja danach zu nichts weiter, also eigentlich kein Vorspiel ) mal ein Anflug einer leichten Erektion, die sich aber wie gesagt durch Stimulation nicht aufrechterhalten oder gar verstärken läßt. Durch die fehlenden Empfindungen ist es ihr bisher auch nicht gelungen, mich manuell oder oral zum Höhepunkt zu bringen. Dazu kommt auch noch, daß, je länger wir uns miteinander "beschäftigen" , sich bei mir ein allgemeines Wohlgefühl einstellt, das jegliches sexuelles Interesse irgendwie verdrängt. Es ist allerdings nicht so, daß mich das generell alles kaltläßt - die Cowperschen Drüsen tun ihre Arbeit selbst beim Kuscheln...
Eine körperlich bedingte ED kann ich eigentlich ausschließen, die eine oder andere Morgenlatte ist durchaus zu registrieren, aber dabei handelt es sich ja um einen anderen Erregungsmechanismus.
Beim Urologen war ich schon, nach den üblichen Standarduntersuchungen (Testosteron-Wert OK) war die Diagnose "Das halte ich für eine Kopfsache" schnell bei der Hand.
Ich habe zwischenzeitlich Levitra und Tadalafil ausprobiert und es tat sich - nichts (allenfalls marginal, aber nichts verwertbares). Eigentlich auch kein Wunder, da PDE5-Hemmer nur die Reaktion bei sexueller Erregung unterstützen und verstärken - wo nichts passiert, kann auch nichts verstärkt werden...
Das mit der Kopfsache würde ich prinzipiell gar nicht völlig ausschließen wollen, aber doch abweichend interpretieren. Also eben nicht im Sinne einer "Blockade/Nicht-fallen-lassen-können in Gegenwart der Partnerin", sondern vielmehr daß die Reize nicht sexuell wirken, sondern lediglich als normale Berührungen empfunden werden.
Als Argument für diese Intepretation möchte ich erwähnen, daß auch bei der Selbstbefriedigung mit "normalem" Handanlegen keine "richtige" Erektion erreicht werden kann (und das bißchen, das dabei auftritt, verschwindet innerhalb weniger Sekunden ohne Reize). Einen Höhepunkt erreiche ich dabei für gewöhnlich nicht, das geht nur mit Tricks (Reizung der Brustwarzen etwa) und auch damit kommt es allenfalls unmittelbar vor dem Erguß für ein paar Sekunden zu einer richtigen Steife.
Alles in allem eine unbefriedigende Situation.
Demnächst habe ich wieder einen Termin beim Urologen, befürchte aber, das Einzige, was ihm noch einfallen wird, sind die blauen Pillen (die habe ich noch nicht getestet). Ich gehe davon aus, daß auch damit keine gravierende Besserung eintreten wird.
Würde es Sinn machen, einmal die anderen Hormone (also nicht nur Testosteron) überprüfen zu lassen? Es gibt ja noch eine ganze Reihe weitere Stoffe, die Einfluß auf die sexuelle Erregbarkeit haben, wie Dopamin, Prolaktin, Oxytocin und noch ein paar andere; die einen wirken verstärkend, die anderen hemmend.
Meiner Ansicht nach würde mir ein Aphrodisiakum im eigentlichen Sinne wesentlich mehr nützen, um die sexuelle Appetenz auf Touren zu bringen.
Gibt es überhaupt Medikamente (also "richtige", nicht irgendwas Dubioses), die in dieser Hinsicht wirken?
Zugegebenermaßen scheinen meine Triebe ohnehin nicht allzu sehr ausgeprägt zu sein, immerhin habe ich es Jahrzehnte ohne Frau "ausgehalten"...

Geändert von proprionessuno (26.04.2011 um 20:53 Uhr)
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  "Kopfsache" oder doch etwas anderes? Beitrag #2  
Alt 26.04.2011, 21:11
Benutzerbild von Ilkka
Ilkka
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.114
Standard

Hallo proprionessuno,

das Erste was mir zu deine Geschichte einfällt ist, dass du vermutlich besser zu einem Endokrinologen, als zu einem Urologen gehen und dir auch die von dir genannten Hormone, insbesondere Testosteron und Prolaktion bestimmen lassen solltest.

VG
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  "Kopfsache" oder doch etwas anderes? Beitrag #3  
Alt 28.04.2011, 19:56
proprionessuno
Benutzer
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 38
Standard

Zitat:
Zitat von Ilkka
das Erste was mir zu deine Geschichte einfällt...
Hallo Ilkka,
die Frage mit den anderen Hormonen wollte ich zunächst dem Urologen stellen.
Meinst Du, er wäre prinzipiell der richtige Ansprechpartner für Hormon-Fragen in sexueller Hinsicht oder kann das tatsächlich mit einem Endokrinologen diskutiert und womöglich von ihm behandelt werden?

Gibt es hier jemanden, bei dem in dieser Hinsicht etwas gefunden und erfolgreich behandelt werden konnte (und wenn ja, womit)?

Weiterhin möchte ich noch einmal auf meine Frage zu "medizinischen" Aphrodisiaka hinweisen. Gibt es mittlerweile anerkannte Mittel, die einer mangelnden sexuellen Erregbarkeit auf die Sprünge helfen? Damit meine ich zunächst ausdrücklich keine frei verkäuflichen, vielfach zweifelhaften Präparate, wie es sie zuhauf in den vielleicht eher dunklen Ecken des Internet zu erwerben gibt.
Werden solche Mittel ebenfalls vom Urologen verschrieben?

Geändert von proprionessuno (28.04.2011 um 20:05 Uhr)
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  "Kopfsache" oder doch etwas anderes? Beitrag #4  
Alt 28.04.2011, 20:15
Benutzerbild von Ilkka
Ilkka
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.114
Standard

Zitat:
Zitat von proprionessuno Beitrag anzeigen
die Frage mit den anderen Hormonen wollte ich zunächst dem Urologen stellen.
Meinst Du, er wäre prinzipiell der richtige Ansprechpartner für Hormon-Fragen in sexueller Hinsicht oder kann das tatsächlich mit einem Endokrinologen diskutiert und womöglich von ihm behandelt werden?
Hallo proprionessuno,

diese Frage kann ich leider nicht beantworten und wird auch davon abhängen, wie weit dein Urologe sich auf diesen Gebiet auskennt und sich weitergebildet hat.

Generell ist aber ein Endokrinologe bei Hormonfragen der bessere Ansprechpartner, auch wenn es um Hormone zur Steuerung sexueller Funktionen geht. Aber wenn du bereits einen Termin bei deinem Urologen hast, dann nimm diesen Termin wahr und stelle im deine Fragen. Wenn dich seine Aussagen nicht zufriedenstellen, kannst du ja noch immer einen Endokrinologen aufsuchen.

VG
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  "Kopfsache" oder doch etwas anderes? Beitrag #5  
Alt 29.04.2011, 14:36
Jensen
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 31.03.2011
Beiträge: 18
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was für mich viel entscheidender ist: Wie war es denn VOR Deiner Freundin ?

Und vielleicht noch wichtiger: Wie war es, bevor Du die 10kg abgenommen hast ? Auf welche Weise hast Du die Gewichtsabnahme herbeigeführt ? Umstellung der Ernährung ? Hardcore-Sport ? Beides ? Könnte sein, dass hier der Hund begraben liegt.
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  "Kopfsache" oder doch etwas anderes? Beitrag #6  
Alt 03.05.2011, 04:32
proprionessuno
Benutzer
 
Registriert seit: 26.04.2011
Beiträge: 38
Standard

Hallo Jensen,

Zitat:
Zitat von Jensen
Wie war es denn VOR Deiner Freundin ?
wie erwähnt war da (gut zweieinhalb) Jahrzehnte gar nichts.
In der Zeit hab ich mich halt mit mir selbst beschäftigt , da kam es auf einen wirklich steifen Penis nicht an. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern wie es ist, durch sexuelle Erregung eine richtige Erektion zu bekommen. Es hat zwar mit Sicherheit irgendwann mal funktioniert, das liegt aber in den Nebeln der Vergangenheit verborgen...

Zitat:
Zitat von Jensen
Und vielleicht noch wichtiger: Wie war es, bevor Du die 10kg abgenommen hast ? Auf welche Weise hast Du die Gewichtsabnahme herbeigeführt ? Umstellung der Ernährung ? Hardcore-Sport ? Beides ? Könnte sein, dass hier der Hund begraben liegt.
Vor der Gewichtsabnahme: siehe oben.
Abgenommen habe ich dadurch, weniger zu essen; begonnen vor ca. einem halben Jahr. Seitdem ist meine sexuelle Appetenz (Libido) noch weiter reduziert - war ja ohnehin vorher auch schon nicht sooo ausgeprägt; seitdem habe ich auch nur ein paar Mal masturbiert, und dies eher nicht aus einem Bedürfnis heraus, sondern um mal bewußt zu beobachten, wie sich mein Körper verhält und worauf er reagiert (oder eben nicht ).
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  "Kopfsache" oder doch etwas anderes? Beitrag #7  
Alt 03.05.2011, 12:49
Jensen
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 31.03.2011
Beiträge: 18
Standard

Ich würde es auf einen Versuch mit Maca Kapseln ankommen lassen. Hat bei mir die Libido um gefühlte 100% gesteigert. Zugegeben, ein Schuß ins Blaue. Aber was hast Du zu verlieren ?
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  "Kopfsache" oder doch etwas anderes? Beitrag #8  
Alt 04.05.2011, 16:03
sal_peter
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Registriert seit: 02.05.2011
Beiträge: 6
Standard

Zitat:
Zitat von proprionessuno Beitrag anzeigen
wie erwähnt war da (gut zweieinhalb) Jahrzehnte gar nichts.
In der Zeit hab ich mich halt mit mir selbst beschäftigt , da kam es auf einen wirklich steifen Penis nicht an. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern wie es ist, durch sexuelle Erregung eine richtige Erektion zu bekommen. Es hat zwar mit Sicherheit irgendwann mal funktioniert, das liegt aber in den Nebeln der Vergangenheit verborgen...
Ich würde mal sagen das genau da der Hund begraben liegt. Hast du in dieser Zeit viel Pornos konsumiert?
Bei mir ist es so das ich durch zuviel Pornokonsum in Verbindung mit täglicher SB die Störungen bekommen habe.
Das Gehirn kondiotioniert sich um und will dann den externen Input (Pornos) um die Eregung weiterzuleiten. Das dann im Zusammenhang das der Penis durch viel SB (durch die starke Reibung) die Empfindlichkeit verliert. SB (ohne Gleitmittel etc.) ist halt nicht wie echter Sex wo die Stimulierung naturgemäß sanfter ist.

Ich verzichte jetzt TOTAL auf die Pornos und SB viel weniger und wenn dann mit Gleitmittel. Dazu dann halt Kopfkino.
Ist zwar gar nicht so einfach aber da muß man durch. Selbstdisziplin ist hier gefragt.
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