Moin!
Mich würde Eure Meinung interessieren.
Ich bin Mitte Vierzig, Nichtraucher, Kaumtrinker und habe in letzter Zeit gut 10 kg abgenommen. Klingt vielleicht gar nicht so negativ, trotzdem klappt es nicht beim Sex.
Meine Freundin habe ich vor einigen Monaten kennengelernt, in diesem Zeitraum war ich bislang nicht in der Lage, während unseres Zusammenseins eine brauchbare Erektion zu bekommen. Als grundlegendes Problem scheint mir, daß Stimulationen am Penis - seien sie manuell oder oral - nahezu (eigentlich gar nicht) keine sexuellen Reize auslösen. Ich spüre, daß sie etwas macht, kann aber meist gar nicht lokalisieren, wo und was genau. Dementsprechend rührt sich auch nichts... Hin und wieder ergibt sich beim "Vorspiel" (es kommt ja danach zu nichts weiter, also eigentlich kein Vorspiel

) mal ein Anflug einer leichten Erektion, die sich aber wie gesagt durch Stimulation nicht aufrechterhalten oder gar verstärken läßt. Durch die fehlenden Empfindungen ist es ihr bisher auch nicht gelungen, mich manuell oder oral zum Höhepunkt zu bringen. Dazu kommt auch noch, daß, je länger wir uns miteinander "beschäftigen"

, sich bei mir ein allgemeines Wohlgefühl einstellt, das jegliches sexuelles Interesse irgendwie verdrängt. Es ist allerdings nicht so, daß mich das generell alles kaltläßt - die
Cowperschen Drüsen tun ihre Arbeit selbst beim Kuscheln...
Eine körperlich bedingte ED kann ich eigentlich ausschließen, die eine oder andere Morgenlatte ist durchaus zu registrieren, aber dabei handelt es sich ja um einen anderen Erregungsmechanismus.
Beim Urologen war ich schon, nach den üblichen Standarduntersuchungen (Testosteron-Wert OK) war die Diagnose "Das halte ich für eine Kopfsache" schnell bei der Hand.
Ich habe zwischenzeitlich Levitra und Tadalafil ausprobiert und es tat sich - nichts

(allenfalls marginal, aber nichts verwertbares). Eigentlich auch kein Wunder, da PDE5-Hemmer nur die Reaktion bei sexueller Erregung unterstützen und verstärken - wo nichts passiert, kann auch nichts verstärkt werden...
Das mit der Kopfsache würde ich prinzipiell gar nicht völlig ausschließen wollen, aber doch abweichend interpretieren. Also eben nicht im Sinne einer "Blockade/Nicht-fallen-lassen-können in Gegenwart der Partnerin", sondern vielmehr daß die Reize nicht sexuell wirken, sondern lediglich als normale Berührungen empfunden werden.
Als Argument für diese Intepretation möchte ich erwähnen, daß auch bei der Selbstbefriedigung mit "normalem" Handanlegen keine "richtige" Erektion erreicht werden kann (und das bißchen, das dabei auftritt, verschwindet innerhalb weniger Sekunden ohne Reize). Einen Höhepunkt erreiche ich dabei für gewöhnlich nicht, das geht nur mit Tricks (Reizung der Brustwarzen etwa) und auch damit kommt es allenfalls unmittelbar vor dem Erguß für ein paar Sekunden zu einer richtigen Steife.
Alles in allem eine unbefriedigende Situation.

Demnächst habe ich wieder einen Termin beim Urologen, befürchte aber, das Einzige, was ihm noch einfallen wird, sind die blauen Pillen (die habe ich noch nicht getestet). Ich gehe davon aus, daß auch damit keine gravierende Besserung eintreten wird.
Würde es Sinn machen, einmal die anderen Hormone (also nicht nur Testosteron) überprüfen zu lassen? Es gibt ja noch eine ganze Reihe weitere Stoffe, die Einfluß auf die sexuelle Erregbarkeit haben, wie Dopamin, Prolaktin, Oxytocin und noch ein paar andere; die einen wirken verstärkend, die anderen hemmend.
Meiner Ansicht nach würde mir ein
Aphrodisiakum im eigentlichen Sinne wesentlich mehr nützen, um die sexuelle Appetenz auf Touren zu bringen.
Gibt es überhaupt Medikamente (also "richtige", nicht irgendwas Dubioses), die in dieser Hinsicht wirken?
Zugegebenermaßen scheinen meine Triebe ohnehin nicht allzu sehr ausgeprägt zu sein, immerhin habe ich es Jahrzehnte ohne Frau "ausgehalten"...