(psychisch bedingte ED)
Hatte vier Wochen lang eine Sex Beziehung.
Habe gleich am ersten Abend ca. 25 mg Viagra genommen und dann von mal zu mal die Dosis reduziert (12,5 mg).
Meist war der Sex gut, wenns zu lange ging, jenseits 30 min. hat er doch mal keine Lust mehr gehabt...
Drei Mal hatte ich auch ohne Sex. Zweimal davon waren gut. Das dritte Mal ging so.
Hatte ihr nichts von der Viagra Einnahme gesagt.
Die Beziehung hat sich gestern aufgelöst, hatte allerdings nix mit ED zu tun.
Das Problem ist: Die Versagensangst ist jedes mal da gewesen. Jedes mal schlich sie sich hinter mir mit durch die Tür und beherrschte mich. Mal mehr, mal weniger...
Angst vor´m scheitern, Angst davor Fehler zu machen, nicht gut genug zu sein.
Diese Dinge sind ein Teil meines Lebens so lange ich mich erinnern kann.
Irgendwo fehlt da ein wenig Selbstbewusstsein!
Man sieht es mir nicht an, aber in vielen Situationen spüre ich es.
Wie auch immer, die Problematik besteht nicht darin, nicht wirklich selbstbewusst zu sein, sondern darin, dass man es nicht zugeben will.
Genau das ist es was den Teufelskreis aufrechthält. Was einen fertigmacht.
Sich selbst nicht zu akzeptieren und die Angst vor Ablehnung. Um jeden Preis gut sein zu wollen.
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Wenn ich das nächste Mal eine Frau kennenlerne gehe ich einen anderen Weg. Den richtigen Weg. Es ist nicht leicht gewesen das zu erkennen.
Ich werd´ ohne Viagra Sex machen.
Entweder es klappt, dann ist das Problem erledigt und ich freu mich, oder es klappt nicht oder nur mittelmässig, dann beichte ich es ihr.
Zieht sich das Problem trotz Beichte weiter, was möglich ist, heisst es für mich: Ok, das Problem ist real, aber hey, wir leben in einer Zeit in der ED für die meisten mit Tabletten behandelbar ist.
Dann schnapp´ ich mir halt Cialis Generika.
Und wenn sie dann von der Einnahme weiss, dann bin ich wieder frei.
Dann gibt es nichts mehr für dass ich mich schämen muss. Kein Verstecken mehr.
Mir ist klar geworden: Niemand muss sich für ED schämen, niemand von uns hat sich das ausgesucht. Niemand wollte das.
Wir alle sind nur Menschen.
Nicht die ED selbst ist das Problem, die ist (für die meisten) leicht behandelbar.
Es ist die Angst vor Ablehnung. Oder anders gesagt der Wunsch nach Anerkennung.
Das Versteckspiel ist für mich vorbei.


Keine Geheimhaltung mehr.