Hi, bin neu hier - und mittlerweile schon ziemlich verzweifelt.
Seit Jahren schleppe ich mit dem Problem mangelnder Potenz herum, ohne dass sich eine Lösung gefunden hätte.
Zwei Beziehungen sind darüber gescheitert, und auch wenn sich zum Ende der zweiten die Ursache herauszukristallisieren schien, fand sich doch kein Weg. Wie ich hier gelesen habe, haben so einige, auch jüngere (ich selbst bin 42) das Problem eines "stabilen" Testosteronmangels. Als ich mich endlich zur Untersuchung meines Versagens im Bett für zwei Tage in stationäre Beobachtung begeben habe, fand sich folgendes Ergebnis: Meine Testosteronwerte sind über den gesamten Tagesverlauf gleichmäßig niedrig, es gibt keinen Abfall und keine Spitze. Dennoch wurden bei nächtlicher Messung normale Ereketionswerte erfasst.
Damals wurden Testosteronspritzen erwogen, um den Wert künstlich zu erhöhen. Dies habe ich nach Recherchen im Internet abgelehnt, weil mir die Erfolgsaussichten zu gering (beliebiger, nicht zielgerichteter Testoschub) und die Gefahr von Nebenwirkungen zu schwer erschien. Mein Bruder hat in seiner Jugend solche Behandlungen bekommen, was seinen Körper langfristig empfindlich negativ beeinflusst hat.
Stattdessen habe ich es mit Tabletten versucht: Viagra, Levitra, Cialis - das ganze Programm. Keinerlei Wirkung - selbst wenn ich mich vom Kopf her bei einer Frau absolut stimuliert fühle.
Mit den Jahren hat sich die Situation dahingehend verschärft, dass ich durch die "Beziehungslosigkeit" auf Handbetrieb fokussiert bin - der ironischerweise "im stillen Kämmerlein" immer klappt. Ich glaube dennoch nicht, dass es eine psychische "Verweigerung" der Anwesenheit der anderen Person ist, die mich versagen lässt. Erst heute war ich mit einer Frau zusammen, die 100% sexuell mein Typ ist, und die total leidenschaftlich war - und nichts - nur heisse Luft. Ich hatte mich auf die Begegnung wirklich gefreut, "zur Sicherheit" versucht z.B. Taladafil über die die letzten Tage "anzusparen" - keine Wirkung. Nur der Druck des plötzlich-wieder-weibliche-Nähe-spüren sollte es auch nicht gewesen sein.
Habe zwischenzeitlich auch durch Sport und gesunde Ernährung versucht, einen "weichen Weg" hin zu mehr Härte zu finden, auch dies ohne Erfolg. Langsam gehe ich wirklich auf dem Zahnfleisch, da mich der Wunsch nach sexueller Nähe nicht loslässt. Dem Sex entsagen und nur noch zufrieden grasen - das ist keine Alternative.
Was tun - gibt es Medikamente, Therapien, von denen ich bisher nichts weiss und die zielführend sind? Habe hier von tablettenförmigen Testopräparaten gelesen, kann das überhaupt funktionieren?
Oder einfach das Ding abschneiden und gut sein lassen.
Gruß!