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Allgemeines zum Thema Erektion, Potenzstörung, und Impotenz

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  Impotenz: Steckt Herzleiden dahinter? Beitrag #1  
Alt 19.01.2011, 23:18
gnagflow880
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 19.01.2011
Beiträge: 16
Standard Impotenz: Steckt Herzleiden dahinter?

Impotenz kann ein frühes Warnzeichen für Herz- oder Zuckerkrankheit sein. In Österreich schlucken rund 80.000 Männer Potenzpillen.

Das schreibt http://diepresse.com/home/gesundheit/626065/index.do

Nahezu jedem Mann ist es schon einmal passiert: Er hat Schwierigkeiten beim Sex. Fast eine Million Österreicher klagen zumindest zeitweise über Potenzprobleme, können also keine Erektion bekommen oder diese nicht ausreichend lang halten. Speziell ältere Männer sind davon betroffen, vor allem, wenn sie an Übergewicht oder Zuckerkrankheit leiden, zu viel Alkohol trinken, zu viele Zigaretten rauchen und sich wenig bewegen. Doch auch bei jungen Männern führt vor allem zu viel Stress und Leistungsdruck zu Problemen. Impotenz ist jedoch kein unausweichliches Schicksal. Denn es gibt heute sehr wirkungsvolle Therapien, mit denen die Ärzte fast jedem Mann helfen können.


In Österreich schlucken rund 80.000 Männer Potenzpillen. Trotzdem sind Erektionsstörungen immer noch ein Tabuthema. „Nur jeder dritte betroffene Mann sucht Hilfe“, beklagte der britische Sexualmediziner Dr. David Edwards beim Men's Health World Congress in Nizza. Das Kopf-in-den-Sand-Stecken kann auch gefährlich werden. Denn ein schlaffer Penis ist oft ein Frühwarnsystem für Herz- oder Zuckerkrankheit, wie Studien beweisen. Der Penis – eine „Antenne des Herzens“ oder eine „Zuckerrute“, ein Marker für Diabetes. Männer mit Potenzproblemen haben oft Durchblutungsstörungen aufgrund von hohem Blutdruck oder Diabetes. Das führt zu einem bis zu doppelt so hohen Risiko für einen Herzinfarkt.

Highlight: Schmelztablette

1998 kam Sildenafil (Viagra) auf den Markt, 2003 folgten Tadalafil (Cialis) und Vardenafil (Levitra), das es seit diesem Jahr auch in einer billigeren Variante als Vivanza gibt. Die Wirkstoffe dieser Medikamente sind sogenannte Phosphodiesterase-Hemmer Typ 5, mannennt sie deswegen auch PDE-5-Hemmer. Die Präparate unterscheiden sich in der Schnelligkeit des Eintretens der Wirkung, in der Wirkungsdauer und in ihrer Verträglichkeit. Beim Kongress in Nizza wurde auch ein neuer, besonders lange wirksamer PDE-5-Hemmer einer koreanischen Firma mit dem Wirkstoff Udenafil präsentiert, der bisher nur in Russland und Korea zugelassen ist.
Ein Highlight des Kongresses in Nizza war die Markteinführung der ersten Schmelztablette zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, die seit November letzten Jahres in Österreich auf dem Markt ist. Die Tablette löst sich ohne Wasser in zehn Sekunden auf der Zunge auf – wie ein Minzbonbon. Die Tabletten sind in einer bewusst dezent gehaltenen schwarzen Verpackung in der Größe einer Kreditkarte verpackt. So soll Mann bei Bedarf ganz diskret ein Stück einnehmen können, ohne dazu eine Flüssigkeit trinken zu müssen.
Zwei große Studien mit den passenden Namen Potent-I und Potent-II, in die jeweils mehr als 400Patienten involviert waren, konnten nachweisen, dass die Schmelztablette eine vergleichbare Wirksamkeit wie die üblichen Filmtabletten besitzt, sie funktionierte bei rund zwei Dritteln der Versuchspersonen. „Die Schmelztablette ist eine moderne, innovative Form der Darreichung“, sieht Dr. Markus Margreiter, Urologe und Androloge an der Medizinischen Universität Wien, die neue Dosierungsform durchaus positiv. „Trotzdem bleibt es eine Therapie.“

Wenn die Psyche dahintersteckt

Besonders gut wirken die PDE-5-Hemmer bei der psychogenen Dysfunktion, die bei rund der Hälfte aller Männer unter 40 Jahren mit erektiler Dysfunktion Grund für die Störung darstellt. „Angst, Depression, Überforderung, Stress, sexuelle Traumata und vor allem vermindertes Selbstwertgefühl führen durch eine Überaktivität des Sympathikus vor und während des Geschlechtsverkehrs zur sexuellen Dysfunktion“, erklärt Margreiter. „Gerade bei psychogener Impotenz sprechen PDE-5-Hemmer hervorragend an. Die Erfolgsraten liegen bei bis zu 90 Prozent. Bei der psychogenen erektilen Dysfunktion ist es wichtig, möglichst früh die Partnerin miteinzubeziehen. Sexual- und Paartherapien wirken hier unterstützend.“
Ein wichtiges Diskussionsthema beim Kongress war auch der illegale Verkauf von Potenzmitteln. Denn obwohl die falschen Tabletten im Internet oft kaum oder gar nicht billiger sind als das legale, vom Arzt verschriebene Medikament, boomt der Schwarzhandel mit Viagra und Co.
Die Patienten scheuen nach wie vor den Weg zum Arzt und in die Apotheke. „Ärzte und Patienten müssen offener mit dem Thema umgehen“, fordert Margreiter. Und sein New Yorker Kollege und Kongresspräsident Univ.-Prof. Dr. Ridwan Shabsigh kritisierte, dass Ärzte meist nicht nach der sexuellen Zufriedenheit fragen.

Ganz wichtig: Lebensstil ändern

Versagen die PDE-5-Hemmer, gibt es nach wie vor bewährte Behandlungsmethoden wie gefäßerweiternde Mittel, die sich die Patienten selbst mit einer sehr dünnen Nadel in den Schwellkörper spritzen. Oder eine Vakuumpumpe, die einen Unterdruck erzeugt und so eine Erektion bewirkt, die etwa 30 Minuten anhält. Wenn auch das nichts nützt, können Schwellkörperimplantate eingesetzt werden. Diese Eingriffe sind in den USA viel mehr verbreitet als in Europa. Noch im Laborstadium sind Forschungsansätze, mit anderen Enzymen die glatte Muskulatur des Penis direkt zu beeinflussen.
„Ganz wichtig bei erektiler Dysfunktion ist als initiale Therapie eine Lebensstilmodifikation“, betont Margreiter. Regelmäßiger Ausdauersport, Gewichtsreduktion, gesunde Ernährung, wenig Alkohol und Zigaretten sowie Stressabbau halten die Blutgefäße auch im Penis jung und frisch.
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