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Impotent durch Neuroleptika? Beitrag #1 (permalink)
28.01.2010, 13:17
Waage
Neuer Benutzer
Registriert seit: 28.01.2010
Beiträge: 0
Impotent durch Neuroleptika?
Hallo erstmal an alle, ich bin neu hier im Forum und habe folgendes Problem:
Vor zwei Jahren hatte ich eine sehr schlimme Trennung von meiner Frau gehabt, was zusammen mit meiner Arbeitsbelastung fast zu einem Burn-Out
geführt hatte.
In dieser Zeit hatte ich unter anderem auch massive Schlafprobleme, jedoch zu keinem Zeitpunkt Probleme mit meiner Erektion.
Letztes Jahr habe ich dann eine neue Freundin gehabt, mit der auch alles immer super geklappt hat, ich hatte zwar teilweise Probleme zum Orgasmus zu kommen, doch die Erektion klappte immer hervorragend.
Im November erfolgte dann unsere Trennung und damit kamen auch die Schlafprobleme wieder zurück.
Mein Arzt hat mir dann ein Mittel verschrieben, damit ich Nachts wieder schlafen kann.
Als es dann mit der Erektion nicht mehr klappte und ich auch kein Lustempfinden mehr hatte, habe ich das zunächst auf die Trennung zurückgeführt.
Dann habe ich aber mal nachgeschaut was das für ein Medikament ist, das ich da schlucke, das Medikament heißt Chlorprothixen und gehört zur Gruppe der Neuroleptika, also zu den Psychopharmaka.
Im Beipackzettel sind diese Nebenwirkungen nur ansatzweise erwähnt, doch ich habe mich im Internet über die Wirkung informiert und musste feststellen das dieses Medikament in den Hormonhaushalt eingreift.
Es blockiert die Rezeptoren für Dopamin und erhöht damit das Prolaktin, welches z.B. nach einem Orgasmus ausgeschüttet wird.
Die Folge ist absoloute sexuelle Lustlosigkeit und Impotenz.
Ich habe das Medikament jetzt seit über einer Woche abgesetzt und bemerke immer noch keine Besserung.
Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß jemand wie lange die Wirkung eines solchen Medikamentes anhält?
Es blockiert ja die Synapsen für das Dopamin, wie lange kann diese Blockade dauern, bis die Synapsen wieder normal funktionieren?
Vieleicht kann mir in diesem Forum jemand weiterhelfen....
Impotent durch Neuroleptika? Beitrag #2 (permalink)
05.02.2010, 21:42
Frau Schmidt
Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 03.05.2009
Beiträge: 131
Hallo Waage,
ich bin zwar kein Mann, aber prinzipiell ist ein Verlust der Libido bei der Einnahme von Psychopharmaka eine relativ häufige Nebenwirkung.
Sie aber einfach abzusetzen, halte ich ehrlich gesagt für ungut,
willst Du nicht lieber mit Deinem Arzt über ein anderes Medikament sprechen bzw. Dich auch beim Urologen informieren?
Ich würde meinen, daß die Zeit, die der Körper braucht, um das Medikament vollständig abzubauen, von der Einnahmedauer abhängt.
Wenn Du dann allerdings übermüdet durch die Gegend läufst, mit der Erwartungshaltung, daß sich Libido und Erektion wieder aufbauen, könnte ich mir vorstellen, daß Du Dich dadurch erst recht unwohl fühlst.
Prinzipiell entsteht durch Dein Posting bei mir der starke Eindruck, daß Du durch den Streß, den Du hast und hattest, einfach noch ein bißchen angeschlagen bist - hast Du Dir schonmal Gedanken über eine Therapie gemacht, oder autogenes Training oder dergleichen, einfach um Körper und Seele wieder zu entspannen?
Ich könnte mir vorstellen, daß das Deine Lebensqualität auf jeden Fall erhöht, und wenn Du - entspannterweise - ohne Schlafmittel einschlafen und Dich somit einfach mal ausruhen kannst, kommt alles andere vielleicht wieder wie von selber.