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Lady’s Kummerkasten

Erektionsprobleme sind nicht nur Männersache! Hier könnt ihr euch austauschen, eure Sorgen aber auch euren Frust loswerden und euren Partner besser verstehen lernen.


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  Ich kann nicht mehr... Beitrag #1  
Alt 24.11.2009, 11:25
Kimbale
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 24.11.2009
Beiträge: 4
Standard Ich kann nicht mehr...

Hallo, ich bin neu hier und hoffe von Euch Hilfe zu bekommen.
Ich bin nun schon 19 Jahre mit meinem Mann zusammen und wir haben zwei Kinder. Vor sechs Jahren steckten mein Mann und ich in einer Krise. Er wollte täglich Sex und mir reichte ein Mal in der Woche. Außer dem Sex gab es aber nichts gemeinsamen, daher wollte ich einfach nicht, es war mir zu wenig!
Es kam natürlich dazu, dass mein Mann sich eine Andere (im wahrsten Sinne... die nächst Beste) nahm. Nach einer kurzen Trennung kam er reumütig zu mir zurück und wir probierten es nocheinmal. Ich kam damit überhaupt nicht klar und bekam schwere Depressionen, worunter mein Mann natürlich auch sehr litt. Die ersten Monate lief das Liebesleben sehr gut, ich merkte zwar schon einen kleinen Unterschied, machte mir aber nichts daraus. Ich muss dazu sagen, vor der Trennung hatte mein Mann nie Probleme mit einer Erektion, im Gegenteil.
Nach und nach wurde der Sex immer weniger, was ich nicht verstand, denn er wollte doch vorher täglich, er war schon regelrecht besessen...! Mit der Zeit wurde es immer schlimmer. Wir hatten dann einmal darüber gesprochen, aber es kam nichts dabei heraus, denn mein Mann ist kein Redner. Ich fühlte mich immer schlechter, vorallem weil ich alles auf unsere Trennung schob. Was ich auch heute noch mache. Im Sommer diesen Jahres habe ich es dann geschafft, dass er endlich mal zu Arzt ging, dort wurde dann eine Blutuntersuchung gemacht. Das war es dann schonwieder!!! Er ging dort nicht mehr hin und kümmerte sich wieder um nichts. Nach einigen Monaten sagte er mir dann, dass er mit diesem Arzt nicht kann und er sich einen anderen suchen möchte, was für mich natürlich völlig ok war. Hm, was soll ich sagen, seit dem passierte wieder nichts. Er ist mir ständig nur am versprechen, dass er zum Arzt geht.
Ich verstehe es nicht, ist eine Erektionsstörung denn nicht dass schlimmste für ein Mann? Warum tut er nichts? Inzwischen ist es so schlimm geworden, dass keinerlei Zärtlichkeiten mehr stattfinden. Ich hatte ihn daraufhin angesprochen, aber er weiß nicht warum. Ich fragte ihn, ob es vielleicht ist, dass er angst hat, dass ich mehr wollen würde! Seine Antwort war nur: weiß nicht, kann schon sein! Seit der Trennung ist alles nicht mehr so, wie es mal war, ich kann nackt vor ihm stehen und er bemerkt es nichteinmal. Ich hatte mir Strapse (die mochte er immer) angezogen....nichts, keine Reaktion. Ich komme mir schon richtig blöd vor. Er fast mich nicht mehr an (jetzt eh nicht mehr)! Ich kann das nicht mehr, ich habe immer mehr das Gefühl, dass ich eine Versagerin bin. Nach unserer Trennung habe ich leider zu viele Fragen gestellt und wollte auch keine Lügen hören. Naja das was dabei heraus kam, dachte ich nicht zu hören. Er fand den Sex mit ihr besser, als mit mir, er fand es schöner ihren Körper an zu fassen als meinen....(sie hat ja auch keine Kinder bekommen) Nein, ich bin nicht dick geworden, aber meine Haut ist eben nicht mehr so wie sie mal war. Er nahm diese Äußerung zwar wieder zurück, aber er sagte es eben nun mal. Damit kann ich nicht Leben, aber ich möchte ihn auch nicht verlieren.
Warum tut er nichts, er weiß dass es schlimmer werden kann...! <bitte helft mir, ich bin wirklich verzweifelt und weiß nicht mehr was ich tun soll, mit meinem Mann kann ich darüber nicht reden, er wird immer gleich wütend und sagt, dass er ja bald zum Arzt geht.
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  Ich kann nicht mehr... Beitrag #2  
Alt 24.11.2009, 12:17
Hangover
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Registriert seit: 10.10.2009
Beiträge: 9
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hallo kimbale!
bevor du dir gedanken über deinen mann machst erkläre mir bitte wie man sein leben mit jemandem teilen kann der einen betrogen hat???
genau das was jetzt eingetroffen ist, sind alles spätfolgen von einem betrug!
ich würde mich gerne dazu äußern aber ich kann menschen nicht verstehen die einem partner einen seitensprung verzeihen!
wenn ich deine geschichte so lese dann glaube ich nicht das sich da noch was bessern wird.
und warum ihr frauen (ich verallgemeinere das jetzt einfach mal) nicht dem mumm dazu habt euren mann zum arztbesuch zu zwingen und immer schreibt *er redet nicht darüber usw* ist mir auch ein rätsel...
also irgendwie läuft doch die ganze beziehung schief wenn man nicht mal miteinander REDEN kann???
ich wünsche dir einen bessern an deiner seite als jemanden der dir mal das herz gebrochen hat!
keine lust auf sex zu haben ist kein grund zum fremdgehen!
entweder man(n) kommt damit klar oder man trennt sich und tobt sich dann aus.

gruß^^

ps:ich selbst bin männlich 30 jahre und seit jahren glücklich vergeben
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  Ich kann nicht mehr... Beitrag #3  
Alt 24.11.2009, 13:50
Kimbale
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Registriert seit: 24.11.2009
Beiträge: 4
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Hallo Hangover,
als erstes muss ich Dir sagen, dass ich genauso denke wie Du, allerdings gibt es im Leben manchmal Dinge die man nicht erklären kann! Ich möchte es nicht verallgemeinern ich kann auch nur von meinen bisher gemachten Erfahrungen aus gehen, aber leider ist es oft so, dass Mann sich es leicht macht, wenn es Probleme in einer Beziehung gibt und einfach zur Nächsten rennt. Egal wie, oder was ich darüber Denke, dass tut hier nichts zur Sache, ich möchte es auch nicht weiter erläutern. Ich möchte einfach nur wissen was ich tun kann...!
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  Ich kann nicht mehr... Beitrag #4  
Alt 24.11.2009, 14:23
Hangover
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Beiträge: 9
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dann kann ich dir nur einen rat ans herz legen:
lass ihn an deinen gedanken und leiden schwarz auf weiß teil haben ohne wenn und aber...männer gehen nicht unter drei brücken hindurch - sie gehen nur über eine^^
es muss einfach direkt das problem angesprochen werden sonst erhält frau auch keine antwort!
er hat dir damals die wahrheit ins gesicht geklatscht:
Er fand den Sex mit ihr besser, als mit mir, er fand es schöner ihren Körper an zu fassen als meinen....
also wovor hast du angst?
lass ihn halt wütend werden, depri schieben usw. aber ist es das nicht wert wenn man die beziehung retten möchte?
und wenn er ausweicht bzw. sich dazu nicht äußern möchte dann würde ich mich fragen: ist das liebe?!
<bitte helft mir, ich bin wirklich verzweifelt...
^^soll das ganze noch schlimmer werden^^?
man kann hier viel spekulieren aber eine diagnose kann nur der urologe stellen wenn er an ed leidet.
sollte das nicht der fall sein dann hast du allen grund dir gedanken zu machen...
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  Ich kann nicht mehr... Beitrag #5  
Alt 25.11.2009, 10:01
Günther
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Registriert seit: 09.06.2005
Ort: München
Beiträge: 261
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Zitat:
Zitat von Hangover Beitrag anzeigen
bevor du dir gedanken über deinen mann machst erkläre mir bitte wie man sein leben mit jemandem teilen kann der einen betrogen hat???
genau das was jetzt eingetroffen ist, sind alles spätfolgen von einem betrug!
ich würde mich gerne dazu äußern aber ich kann menschen nicht verstehen die einem partner einen seitensprung verzeihen!
Ich habe selten so extrem gnadenlose und selbstgerechte Sätze in einem ernsthaften Forum gelesen. Die Frage kann doch nur sein, ob der Partner von Kimbale sichtbare und spürbare Reue dafür zeigt, dass er Kimbale so verletzt hat. Davon ist allerdings in Kimbales Bericht nichts zu erkennen.
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  Ich kann nicht mehr... Beitrag #6  
Alt 25.11.2009, 10:35
Günther
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Registriert seit: 09.06.2005
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Beiträge: 261
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Hallo Kimbale,

Zitat:
Zitat von Kimbale Beitrag anzeigen
bitte helft mir, ich bin wirklich verzweifelt und weiß nicht mehr was ich tun soll, mit meinem Mann kann ich darüber nicht reden, er wird immer gleich wütend und sagt, dass er ja bald zum Arzt geht.
Für mich sieht es nicht so aus, als wäre euer Problem gelöst, wenn er zum Arzt geht. Das Verhalten deines Mannes scheint ja insgesamt nicht gerade beziehungsfördernd zu sein.

Wenn du so wie jetzt nicht mehr weiter leben willst, dann musst du das deinem Mann klipp und klar sagen. Da er nicht vernünftig mit dir über die vorliegenden Probleme reden kann und will, wäre es sinnvoll (wie es ja auch Hangover schon vorgeschlagen hat), ihm deine Gedanken (und Gefühle!) schriftlich zu geben. Besser wäre natürlich, wenn ihr zu einer Eheberatung gehen würdet, aber da dein Partner schon den Arztbesuch vermeidet, wird er wohl kaum dazu bereit sein.

Für mich als Unbeteiligten ist natürlich leicht zu sagen, dass du deine unverzichtbaren Wünsche und Bedürfnisse klar kommunizieren musst. Wenn du sehr deutlich sagst, dass du so nicht weiter leben kannst, dann riskierst du damit ja auch, dass eure Beziehung ganz zerbricht.

Wenn dein Mann nicht zu einer Eheberatung (z.B. bei ProFamilia, die gibt es in jeder größeren Stadt) bereit ist, dann gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit allein dort hin zu gehen. Ein Berater oder eine Beraterin kann dir helfen, deine Gedanken und Gefühle zu ordnen und Klarheit darüber zu gewinnen, was für dich unverzichtbare Vorraussetzungen für eine Weiterführung eurer Beziehung sind. Auch Brücken, die du deinem Mann vielleicht noch bauen kannst, könnten ein Thema sein. Wenn du einen Brief an deinen Mann schreibst, dann könntest du ihn auch dort besprechen.
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  Ich kann nicht mehr... Beitrag #7  
Alt 25.11.2009, 13:01
Kimbale
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Registriert seit: 24.11.2009
Beiträge: 4
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Hallo Günther,
ich habe mit meinem Mann schon ab und an probiert darüber zu reden, aber es kommt nie etwas dabei heraus. Ich habe es gestern nocheinmal probiert und ihm meine Gefühle, Gedanken gesagt.... aber er stempelt mich so zu sagen als blöd ab, weil ich denke das ich eine Versagerin bin. Das ganze Gespräch eskalierte so, dass er wieder richtig wütend wurde und sich unter Druck gesetzt fühlt. Aber mal ehrlich sind ca. drei Jahre wirklich Druck für einen Mann?
Ich habe ihm auch gesagt, dass ich angst um ihn habe und es vielleicht noch schlimmer werden kann, aber er ist der Meinung das sei alles nur Quatsch und ich solle aufhören so viel zu lesen. Ich weiß ganz genau, dass ich mit Schuld an der jetzigen Situation habe, daher kann ich und will ich ihn jetzt nicht verlassen, aber so weiter geht es auch nicht...! Er sagt, er braucht mehr Zeit, aber wieviel denn noch? Ich will diesen schweren Weg nicht umsonst gegangen sein. Ich bin, mit einer Unterbrechung, seit der Trennung in Ärztlicher Behandlung, es hat mir auch viel geholfen, aber diese Problem ist seines und das kann nur er angehen. Trennen will ich mich auf keinen Fall, andererseits gehe ich daran kaputt.

PS. ich denke schon das er es sehr doll bereut was er uns angetan hat.

Geändert von Kimbale (25.11.2009 um 13:05 Uhr)
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  Ich kann nicht mehr... Beitrag #8  
Alt 25.11.2009, 23:42
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Ilkka
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Beiträge: 1.864
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Hallo Kimbale,

ich will dir jetzt nicht den Mut nehmen, aber aus meiner Sicht wird weder ProFamilia noch eine andere Form der Eheberatung euer Problem lösen können, wenn dein Mann nicht mitgeht. Aber, und das ist jetzt wichtig, es hilft ungemein die eigenen Gefühle und Gedanken zu ordnen und Klarheit darüber zu bekommen, was man selbst will (oder auch nicht will). Insofern ist der Rat von Günther sehr sinnvoll. Und, häufig erwächst aus einer Eheberatung dann eine Trennung. Ist also kein sicherer Weg eine zerrüttete Ehe zu „kitten“, sondern sich über die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Vorstellungen klar zu werden. Eine wichtige Voraussetzung für das weitere Leben; keine Frage.

Ich habe in meinem Leben gelernt, dass man den Partner/Partnerin nicht ändern, sondern man sich nur selbst ändern kann. Auch eine wichtige Erkenntnis, die das gesamte Leben verändert, aber es auch oft viel einfacher gestaltet.

Nun aber zurück zu dem Problem der ED deines Mannes. Ich behaupte einmal, dass hier kein körperliches Problem vorliegt, sondern die ED ganz einfach das Resultat einer inzwischen zerrütteten Ehe ist. Und da kannst du Strapse anziehen oder auch sonst noch so sexuell anziehend wirken, es wird in seinem Kopf nichts bewirken, eine unbedingte Voraussetzung für eine Erektion. Selbst dann, wenn es in Einzelfällen einer „Hochstimmung“ einmal klappen sollte.

Ich weiß wovon ich rede. In meiner ersten Ehe war das ähnlich, bis auf den Unterschied, dass ich betrogen wurde. Die alles auch nach etwa 17 Jahren Ehe. Eine gemeinsame Eheberatung (ja, ich war durchaus bereit diesen Weg zu gehen) hat dann zur Trennung geführt. Aber auch zum Nachdenken über die Ursachen, bei beiden Partnern. Inzwischen sind wir beide wieder glücklich verheiratet und haben keinerlei Berührungsängste. Alle unsere Kinder (na ja, schon alle über 30) verstehen sich sehr gut. Sowohl meine Ex-Frau wie auch ich versuchen beide, die damals gemachten Fehler zu vermeiden. Insofern also nicht nur „Lebbe ged weider“, sondern durchaus auch Lebenserfahrung. Man geht nicht an einer Trennung kaputt und auch Kinder gehen nicht an einer Trennung kaputt. Man wächst in der Persönlichkeit mit dieser Erfahrung.

Dies nur zu deiner Bemerkung „ an einer Trennung gehe ich kaputt“.

Liebe Grüße und sei stark !
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