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Lady’s Kummerkasten

Erektionsprobleme sind nicht nur Männersache! Hier könnt ihr euch austauschen, eure Sorgen aber auch euren Frust loswerden und euren Partner besser verstehen lernen.


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  Ich bin neu hier und brauche hilfe! Beitrag #1  
Alt 15.07.2010, 14:41
kiki
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 15.07.2010
Ort: nrw
Beiträge: 3
Unglücklich Ich bin neu hier und brauche hilfe!

Hallo ,ich bin Kiki 43j und mein freund 46j hat mich verlassen weil er Errektionsprobleme hat.Ich komme damit überhaupt nicht klar.Ich wusste von Anfang der Beziehung Bescheid.Er sagte das sein Schwanz nicht immer so will wie er.Ich dachte das wir das hin bekommen und am Anfang hatten wir auch Sexualität nur geschlafen haben wir nicht miteinander da er dazu nicht steif genug würde.Im laufe der zeit hat er sich aber zurückgezogen und es kam praktisch zu keinem Austausch von Zärtlichkeiten mehr.Ich habe mich natürlich dann schlecht gefühlt und bin unzufrieden geworden.Habe versucht ihn nicht unter druck zu setzen was mir nicht immer gelungen ist.Wir haben viel gesprochen und er hat sich auch geöffnet mir gegenüber und da kaum bei raus das das Problem schon sehr viel länger in seinem leben ist und er sich noch nie jemandem freund oder Familie anvertraut hat.Er hat wohl mal mit einem Arzt gesprochen.Jetzt ist es so gekommen das ihm das richtig bewusst geworden ist und er einen zusammen Bruch (Weinkrampf) in meinen armen hatte.Er sagt das er sich selbst was vorgemacht hat und es immer wieder verdrängt hat.Und es wäre nicht so das sein Schwanz nicht so will wie er sondern gar nicht.Im ist auch bewusst geworden das er Hilfe braucht.Das fand ich sehr positiv.Aber er schämt sich für den Zusammenbruch sehr vor mir und meint er muss das ohne mich angehen.Er kann mir das alles nicht mehr zu muten und er will nicht das ich ihn noch mal so fertig sehe.Er sagt das ist sein Problem und nicht meines darum muss er es auch alleine lösen.Ich habe versucht ihm klar zumachen das wir das schaffen und er sich nicht schämen muss für nichts und das ich da bin.Aber das half nicht und er hat die Beziehung unter tränen beendet.Ich liebe ihn sehr da er ein ganz toller Mensch und Mann ist.Ich bin sehr traurig und weiß nicht so recht wie ich mich verhalten soll.Vieleicht könnt ihr mir ja helfen oder Tipps geben
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  Ich bin neu hier und brauche hilfe! Beitrag #2  
Alt 15.07.2010, 16:17
Benutzerbild von Andrea
Andrea
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2009
Ort: NRW
Beiträge: 693
Standard

Hallo Kiki,
erst mal herzlich Willkommen im Forum.

Leider schreibst Du nicht wie lange Ihr zusammen seid.

Ich denke jedoch, es war ein gutes Zeichen, dass Dein Freund sich Dir anvertraut hat, denn diese Hemmungen hatte er ja bisher.

Ich denke nicht, dass " Schluss" ist.
Er muss erst mal eine Zeit lang darüber nachdenken, dass er endlich darüber geredet hat und die "Blöße" und Offenheit, die er Dir zeigte, verdauen. Es war ein riesiger Schritt sich Dir zu " offenbaren" und offen darüber zu sprechen !

Würde er Dich nicht lieben und hätte kein Vertrauen in Dich, hätte er sich nicht so verhalten.
Männer schämen sich, wenn sie Potenzprobleme haben und vermeiden Zärtlichkeit, Nähe und Gespräche- aus Selbstschutz.
Dass sie " DAS " mit sich selbst ausmachen wollen, ist normal.
Betroffene Männer suchen erst einmal Gründe warum dem so ist, wuseln sich durchs Internet, suchen Indikatoren in allen medizinischen und psychischen Bereichen, ändern ihre Lebensgewohnheiten in puncto Essen, Rauchen und Sport.

Vielleicht schreibst Du ihm nen Brief, dann muss er anstatt am Tel. keine direkte Antwort geben.
Schreib ihm, dass Du ihn liebst, wie er ist, dass Du ihn nicht verlieren möchtest und , dass Du ihm helfen willst.

Allerdings sollte er zum Arzt gehen, denn er leidet ja auch immens und weiss, dass er riesige Lebensqualität - und Dich- verliert.
Er war ja bereits bei einem Arzt,- das war doch schon ein toller Schritt an Eigeninitiative.
Viele Männer gehen diesen Schritt nicht, oder erst unter Druck der Partnerin.

Eine ED in seinem Alter und zudem ja angeblich schon länger, hat entweder organische , oder psychische Gründe. Oder einen Mischmasch an Beidem, weil sich beide im Teufelskreis der Angst addieren und man in Eigendiagnose den Grund oft gar nicht mehr auseinanderhalten kann.

Ich würde ihm ne Mail , oder nen Brief schreiben, ihm erklären, dass das Problem für Dich neu ist, aber dass Du damit umgehen kannst , ihm helfen willst, ihm Zeit gibst und ihn liebst.

Ich denke, er wird sich freuen, denn ansonsten hätte er nicht ausgerechnet Dir sein Problem anvertraut !


Liebe Grüße

Andrea

Geändert von Andrea (16.07.2010 um 14:25 Uhr)
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  Ich bin neu hier und brauche hilfe! Beitrag #3  
Alt 16.07.2010, 12:42
kiki
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 15.07.2010
Ort: nrw
Beiträge: 3
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Hallo Andrea,

vielen dank für deine schnelle Antwort.Wir sind knapp ein Jahr zusammen.
Ich habe deinen Rat befolgt und ihm eine lange e-Mail geschrieben....
jetzt kann ich nur abwarten ob meine Worte ihn auch richtig erreichen.

Lg Kiki
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  Ich bin neu hier und brauche hilfe! Beitrag #4  
Alt 16.07.2010, 14:38
Benutzerbild von Andrea
Andrea
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2009
Ort: NRW
Beiträge: 693
Standard

Hallo Kiki,
das werden sie !!!!!!!!!!!!!!

Er weiss genau, dass er das Problem nicht auf Ewig mit sich rumschleppen kann und dass jeder Vernunftsgedanke ihm suggeriert, was tun zu müssen.

Er ist unglücklicher als Du , denn er fühlt sich minderwertig, als Versager und weiss, dass er Dir nicht DAS geben kann, was Du Dir erhoffst.

Schreib mal zurück, ob er sich gemeldet hat !
Im Übrigen kann er doch eigentlich mal Potenzpillen testen.
Es gibt hier ein Nachbarforum, das findest Du schnell.
Wenn er das Vertrauen in Dich hat, wird er vielleicht dazu bereit sein - und wenn das Erfolgserlebnis da ist, dann sind auch die Minderwertigkeitakomplexe, die Angst vor der Angst, dass es nicht klappt
weg und der Kopf ist frei Euren Sex zu geniessen.

Liebe Grüße

Andrea
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  Ich bin neu hier und brauche hilfe! Beitrag #5  
Alt 19.07.2010, 12:27
kiki
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 15.07.2010
Ort: nrw
Beiträge: 3
Standard

Hallo Andrea,

auf meine Mail hat er Freitag geantwortet,das sie angekommen ist und er sie langsam lesen muss (da ich ja viel geschrieben habe)um vielleicht zu verstehen...er hat mir ein gutes we gewünscht und das er an mich denkt. Er schreibt das er denkt mich die woche anzurufen da es ihm im moment nicht gut geht.Darauf hin habe ich ihm geschrieben das es kein gutes we werden kann ohne ihn aber das es schön ist das er an mich denkt und ich mich auf den anruf freue...das ich ihn vermisse und ihm wünsche das es ihm bald besser geht.Gestern habe ich noch mal eine sms geschrieben das ich hoffe das es ihm schon besser geht und ich an ihn denke.Aber es kam nichts von ihm zurück.Ich bin total verunsichert und habe ein scheiss we hinter mir bin sehr traurig und habe angst das er nicht zurück kommt und das ohne mich angeht.Ich kann wohl nur abwarten was ?

lg Kiki
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  Ich bin neu hier und brauche hilfe! Beitrag #6  
Alt 19.07.2010, 15:09
Benutzerbild von Andrea
Andrea
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2009
Ort: NRW
Beiträge: 693
Standard

Hallo Kiki,

lass ihm Zeit nachzudenken !
Hab etwas Geduld- er weiss, was er an Dir verliert und, dass er das Problem weiterhin mit sich rumschleppen wird und es ihm in einer neuen Partnerschaft
nicht anders ergehen wird.

Obwohl, also auf Deine SMS hätte er zumindest antworten können.

Hast Du denn den Vorschlag gemacht, es mal mit Pillen zu versuchen?

Er hat Deinen Brief und hat versprochen sich diese Woche zu melden.
Da hilft erst mal nur Abwarten.
Aber nachdem er Dir seine Probleme anvertraut hat, denke ich , dass die Sache positiv ausgeht,
Warte ab und mach keinen Druck in der momentanen Situation !
Versuche Dich abzulenken, gib ihm ein paar Tage Zeit. Wenn er Dich liebt und nicht verlieren will, dann meldet er sich ganz bestimmt!

Liebe Grüße

Andrea
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  Ich bin neu hier und brauche hilfe! Beitrag #7  
Alt 19.07.2010, 15:12
estephania
Benutzer
 
Registriert seit: 04.03.2009
Beiträge: 80
Standard Es geht was, allerdings anders

Hallo kiki,

ich habe erst heute Deinen Beitrag gelesen. Auch ich habe vor einiger Zeit einen Mann kennen gelernt, bei dem nach herkömmlichem Verständnis gar nichts ging und geht, und wo das Problem schon seit langem bestand. Heute leben wir zusammen. Das soll Dir sagen: Es geht was, allerdings anders, und das ist nicht immer einfach. Für beide nicht.

Die gesamte "Sachlage" ist viel zu kompliziert, als dass man sie hier für einen anderen zu Tipps verarbeiten kann. Es geht nur grob:

Ich habe mir seinerzeit überlegt, ob ich diesen Mann wirklich liebe. Ich bin mit mir lange und ernsthaft über meine Sexualität und über Sexualität überhaupt ins Gericht gegangen. Die Frage habe ich mir insoweit beantwortet, als dass ich mit ihm auch zusammen bleiben würde und wollte, wenn es niemals zu einem wirklichen GV kommen kann. Das wäre, wenn der schlimmste Fall eintreten würde. Wenn Du Dir diese Frage auch aus tiefstem Herzen mit Ja beantworten kannst, dann fahre zu ihm und sage es ihm - ohne Schnörkel.

D.h. nicht, dass das Ganze nicht sein "Problem" war und ist. Er soll und muss was tun. Er muss abklären, woher diese Störung kommt. Aber das Abklären hat nicht zwangsläufig zum Ziel, dass sein Glied irgendwann wieder steif sein werden muss oder sogar wird. Wenn ein Muss dahinter stehen würde, dass es so werden soll, wie früher, nämlich ein steifes Glied, dann würde genau dieses Druck machen. Druck, der m.E. da nicht hin gehört. Druck ja, sanft, damit Einsicht passiert, aber wegen etwas anderem. Es geht in erster Linie um seine Gesundheit und um Klarheit, damit ihr wisst, wie es weiter geht mit der Ausrichtung eurer Sexualität. Auch das solltest Du ihm sagen. Was am Ende bei all den ärztlichen Untersuchungen rauskommt, werdet ihr sehen. Vielleicht gibt es ein angenehmes "Nebenprodukt", welches mit einigen Hilfsmaßnahmen zu erreichen ist. Dies aber sollte nicht das primäre Ziel sein. So jedenfalls habe ich gedacht. - Und das war gut so, kann ich rückblickend sagen.

Natürlich sollte man nichts unversucht lassen, wieder zu der Spielart Sex zurück zu finden, die Mann i.d.R. für die männlichste hält. Frauen sollen dieser ja auch nicht unbedingt abgeneigt sein Doch Männer wie Frauen setzen bei der Ausrichtung auf nur diese Möglichkeit oft die Beziehung aufs Spiel. Männer dann, wenn sie ihre Männlichkeit ausschließlich daran festmachen und sich nicht mehr als Mann fühlen. Folge: sich einer Beziehung entziehen. Dein Beispiel: sogar eine Beziehung beenden. Frauen, indem sie sich allein gelassen fühlen und/oder Druck machen in unterschiedlicher Art und Weise, die oft "helfend" daher kommt und weniger "verstehend und bleibend". In dieser Art finden beide nicht zusammen.

Bei dem, was Du schreibst - Problem besteht von Beginn der Beziehung; Partner hat sich Dir total geöffnet; Partner hatte in Deinen Armen einen Weinkrampf -, sollten sich Paare nahe bleiben - im Gespräch über ihre Gefühle. Dazu ist es allerdings wichtig, dass sich jeder über seine eigenen Gefühle im Klaren ist. Bei euch ist doch ganz viel passiert, und zwar im Positiven, was Beziehungsgeschehen betrifft. Jetzt liegt es an Dir, was Du von diesem Mann willst.

Wenn Du Dir klar bist, was Du für Deinen Partner empfindest, dann fahr zu ihm, und sage es ihm. Wenn Du seine ED bis ins Letzte - bis ins Letzte - mit ihm tragen möchtest, und er genau dieses zulassen kann, ohne dass er dabei untätig ist, was die Abklärung betrifft, dann bleibt ihr vielleicht zusammen.

Viele Grüße von estephania

Geändert von estephania (20.07.2010 um 10:48 Uhr) Grund: Text erweitert
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