Lieber Mischa,
die Pubertät ist phasenweise oder aber auch durchweg für sämtliche Betroffenen nun mal ein Alptraum.
Durch den man durch muß, da hilft alles nichts, durchaus nicht immer ohne Hilfe - Jugendliche erhalten sehr wohl psychotherapeutische Behandlung, das ist, seitens der Krankenkassen, nicht anders als bei Erwachsenen.
Ein Mensch, egal wie alt oder jung, bei dem nachgewiesenerweise eine psychische Erkrankung vorliegt, sollte - soweit ärztlich und therapeutisch gut betreut und kontrolliert - durchaus die verschriebenen Medikamente nehmen, will sagen, ein Patient, der unter schweren Angststörungen, Depressionen oder ähnlichem leidet.
Allerdings hilft da auch kein Viagra, sondern ein entsprechendes Psychopharmakum, das man sich tunlichst NICHT einfach so mal im Internet besorgen möge.
Wenn aber ein 16jähriger, der- völlig altersgemäß!!! - seinen Körper noch nicht gut kennt und dementsprechend verunsichert ist, sich gleich mal mit Viagra dopt, dann läuft was schief.
Was machen dann die Mädels? Hey, bei denen tuts beim ersten Mal noch weh, sollen die schonmal Schmerzmittel nehmen, vorbeugend?
Und irgendwann spürt man dann gar nichts mehr.
Und wenn die Aufregung, die Unsicherheit, die Angst weggedopt werden, suchen sie sich in der Regel eh ein anderes Ventil.
Dann kann einer dann vielleicht prima vögeln, aber kriegt leider zwischenmenschlich so gar nichts auf die Reihe.
Was vermutlich dazu führt, daß es an willigen Partnerinnen zum Vögeln recht bald großen Mangel hat.
Ich finde diesen Leistungsgedanken mehr als bedauerlich, und, da schließt sich der Kreis, Medikamente sind für Kranke gedacht.
Jemand, der, gerade in jungen Jahren, vor Aufregung die ein oder andere Schlappe erlebt, ist NICHT krank, sondern ganz normal.
Somit hat Heinz also immer noch recht, ich hoffe, das verunsichert ihn nun nicht allzusehr