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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ... Beitrag # 1

06.12.2007, 11:47
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 06.12.2007
Beiträge: 4
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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ...
Ich bin Marie und war noch nie bei einem Forum. Kurz zu mir: Bin 35 und lebe mit meinem neuen Freund (40) seit fast vier Monaten zusammen. Folgendes Problem habe ich und ich würd mich freuen, wenn ich den einen oder andere Rat von euch bekäme.
Mein Freund hat von Beginn unsere Beziehung an Erektionsschwierigkeiten - plötzlich ist alle Erektion weg. Ich hatte anfangs die Meinung, dass das Stress ist, den er sich macht um besonders "toll" zu sein. Ich hab ihm immer Zeit gegeben, viele andere Spielvarianten mit ihm genossen und immer versucht ihm den Druck zu nehmen. Was mich nur beunruhigt ist, dass er sich trotz dem immer mehr Druck zu machen scheint und ich glaube, dass er schon sehr verzweifelt ist, dass es sehr selten klappt. Die Spirale dreht sich immer tiefer in unsren Gehirnwindungen. Mit seiner Exfrau hatte er jedoch auch schon diese Probleme, also kann das nicht wirklich an unserer frischen Beziehung liegen ..? Ja und zum Urologen will er eben auch nicht gehen. Wir haben schon oft darüber geredet aber er schiebt es raus und tut eben nichts. Irgendwie fange ich an nicht mehr zu wissen wie ich damit umgehen soll und habe Angst auch zu frustrieren. Bezüglich chemischer Hilfsmittel habe ich etwas Schiss diese mit meinem Freund "auszuprobieren", weil ich einen Bekannten hab, der lange Zeit Viagra zur gelegentlichen Unterstützung genommen hat und jetzt geht es ohne dem überhaupt nicht mehr.
Also bitte Männer da draußen  sagt mir was ich tun soll!
Im Voraus schon mal Danke!
Liebe Grüße
Marie
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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ... Beitrag # 2

06.12.2007, 20:02
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 14.01.2007
Beiträge: 16
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Hallo Marie,
ich bin zwar kein Mann  , aber viellicht interessierts dich ja trotzdem..
Mein Freund und ich hatten die gleichen Probleme, und deine Geschichte kommt mir schon arg bekannt vor.
Auch mein Freund hatte von Beginn unserer Beziehung an Errektionsprobleme und wir haben uns fast 1 1/2 Jahre " gequält" bis wir gemeinsam zum Urologen gegangen sind.
In dieser Zeit ist glaube ich schon einiges " kaputtgegangen". Das heißt, wir können heute , obwohl wir seine Errektionsprobleme im Griff haben immer noch nicht unbeschwert miteinander schlafen.
Ich hoffe wirklich für Euch, dass er seine Meinung doch noch ändert, und ihr in nächster Zeit doch noch einen Urologen aufsucht.
Wir sind immer gemeinsam hingegangen und mein Freund fand`s gar nicht sooo schlimm. Es war halt nicht angenehm, aber wir Frauen gehen doch auch regelmäßig zum Gyn.
Mein Freund nimmt mittlerweile Cialis und kommt gut damit klar.
Wenn ich heute zurück blicke, wünschte ich , wir wären viel früher zum Arzt gegangen.
Denn heute hat er zwar keine Errektions Probleme mehr, und trotz allem haben wir große Schwierigkeiten mit unserer Sexualität da wir einfach nie gelernt haben, unbeschwert miteinander zu schlafen.
Ich hoffe, ich konnte dir ein bischen helfen und hab dich nicht noch unsicherer gemacht..
Liebe Grüße Tweety
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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ... Beitrag # 3

07.12.2007, 09:24
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Moderator
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Registriert seit: 13.10.2006
Ort: Köln
Beiträge: 427
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Zitat:
Zitat von marie
Ja und zum Urologen will er eben auch nicht gehen.
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Das ist der Punkt. Es ist nicht beschämend, eine ED zu haben, aber es ist beschämend, das Problem nicht anzugehen. Abgesehen davon, dass er das Problem mit ärtzlicher Hilfe vielleicht innerhalb weniger Wochen im Griff hätte, und es deswegen schlicht idiotisch ist, diese Hilfe nicht anzunehmen, mutet er dir auch noch einiges zu und gefährdet auf Dauer eure Beziehung - denn man kann eine Menge outsourcen, wenn dein Freund nicht ins Kino will, gehst du mit wem anderen - aber mit wem hast du erfüllenden Sex, wenn nicht mit deinem Freund.
In diesem Forum sind Dutzende, moi included, die sich über Jahre hinweg gesträubt haben, zum Arzt zu gehen, und die ihren Freundinnen wer weiss was zugemutet haben. Das Leben ist zu kurz für solchen Scheiss. Er soll seinen Arsch zum Urologen schieben, das ist seine Verantwortung, sich selbst gegenüber ebensosehr wie dir gegenüber.
Es klingt als hättest du schon vieles getan, um größere Probleme abzuwenden. Er soll sich der Herausforderung stellen, oder eben sich weiterhin vor der Verantwortung drücken, aber dann bitte auch langfristig die Konsequenzen tragen.
Ich bin besonders agitiert, weil ich hier sehe, dass andere dieselbe Fehler mache, die ich selbst vor vielen Jahren gemacht haben und sehr bereue.
Zur Chemie muss ich sagen, ich nehme Cialis, und das ist wie eine Starthilfe, wenn der Schwellkörper erstmal trainierter ist, geht es schneller auch von selbst.
Ich habe einen Text für Leute wie deinen Freund geschrieben, eine Art Predigt, ich werde sie die Tage hier posten, oder schreib mir an jan.nila@web.de , dann schicke ich ihn dir zu.
Viele Grüße und Glückwunsch für deine Integrität und Tapferkeit bislang. Dein Freund hat keine Ahnung was für ein Glück er hat.
Jan
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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ... Beitrag # 4

07.12.2007, 10:24
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 06.12.2007
Beiträge: 4
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Hallo Tweety!
Schön, dass mir eine Frau antwortet !! 
Deine Worte machen mich traurig. Ich versteh' nicht warum Männer so Angst haben zum Urologen zu gehen. Ich habe gestern mit meinem Partner lange geredet nachdem wir miteinander schlafen wollten und es nicht ging. Zuerst hat er gesagt, dass er jetzt wirklich zum Arzt gehen wird und dann hat er mich wieder gebeten ihm das doch selbst in den Griff bekommen zu lassen.
Mein Gott! Ich habe diesen Mann so unendlich lieb und ich versteh' ja auch seine Verzweiflung und Versagensangst, zumindest kann ich es irgendwie nachvollziehen, ich meine wir Frauen können ja auch nicht immer - welch irrglaube mancher Männer - !! Aber bitte, wenn ich ein Problem hab, dann ist es doch besser sich dem zu stellen und es zu lösen, als den Kopf in den Sand zu stecken. Männer sind doch sonst immer so tolle Problemlöser!
Auf jeden Fall stehe ich hier in einer Zwickmühle zwischen Verständnis und "Zeit lassen" und dem Gefühl "so kann das nicht weiter gehen", weil sich eben die Emotionsspirale immer tiefer dreht und, so wie du sagst, einiges ich einer wirklich schönen Beziehung kaputt machen kann. Ok, ich red noch mal mit ihm ...
Auf jeden Fall vielen liebe Dank für deine Worte, tut gut zu wissen, dass wir nicht alleine damit sind.
Auf bald und liebe Grüße
Marie
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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ... Beitrag # 5

07.12.2007, 10:36
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 06.12.2007
Beiträge: 4
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Hi Jan!
Ja, danke, bist ein Schatz!
Würd mich freuen, wenn du deine "Predigt"  ins Netz stellst. Interessiert sicher auch Andere. Bin für jeden Beitrag dankbar!
Darf ich dich fragen, was bei dir beim Urologen rausgekommen ist? Ich glaube mein Partner will deshalb nicht hingehen, weil er Angst hat irgendeine Schreckensmeldung wie "das wird nie wieder, Sie sind unheilbar krank, LEBENSLÄNGLICH ..." oder so zu bekommen. Aber es muss ja doch nichts schlimmes sein, oder?
Auf jeden Fall:
So schnell lass ich den Kopf nicht hängen! Jou! 
Liebe Grüße & bis bald!
Marie
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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ... Beitrag # 6

07.12.2007, 10:54
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Moderator
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Registriert seit: 13.10.2006
Ort: Köln
Beiträge: 427
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Er soll relaxen.
Manchmal kann eine ED ein Symptom für etwas ernsteres sein, aber wenn er ansonsten fit ist, ist das unwahrscheinlich.
Allgemein ist es SEHR unwahrscheinlich, dass es NIE WIEDER wird. Wenn gar nichts mehr geht, gibt es SKAT-Spritzen, von denen kriegen sogar Mumien einen Ständer. Leute mit körperlichen Schäden haben damit Glück, oder mit der Vakuumpumpe.
Was ich habe, und sicher locker 70 %, ist eine psychisch bedingte ED, und die kann man recht erfolgreich durch Medikamente beheben. Die Chancen, dass dein Freund ein Routinefall ist, sind SEHR hoch.
Grüße ....
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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ... Beitrag # 7

07.12.2007, 11:12
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 23.11.2007
Ort: Köln
Beiträge: 110
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Hi Marie!
Ich sehe es sehr ähnlich wie Jan.Nila, wenn ich auch nicht ganz so emotional involviert bin, wohl weil mich diesbezüglich keine unmittelbare eigene Erfahrung piesackt.
Aus dem was Du schreibst werden zwei Dinge deutlich, zum einen, dass Dein Partner sich innerlich noch weigert das Ausmaß des Problems als solches auch anzuerkennen, und wohl auch die dafür nötigen tiefgehenden Gespräche mit konkreten Überlegungen wie es weiter gehen kann scheut. Und zum anderen, dass auch Du, vermutlich weil Du merkst wie unangenehm ihm das ganze ist und weil Du ihn nicht verletzen sowie auch weiter unter noch größeren Druck setzen willst, nicht offen mit ihm sprechen kannst.
Nun ist es sicher nicht sinnvoll zu schauen wer dabei die Schuld trägt, seien wir lieber lösungsorientiert. Was fehlt euch also? Zunächst einmal eine offene Kommunikation. Eine die nicht wie bisher, mehr verschweigt und ungesagt lässt. Eine Kommunikation, die dennoch versucht den anderen nicht zu verletzen.
Dies gelingt in der Regel ganz gut, wenn man bei sich und seinen eigenen Gefühlen bleibt (die kann der andere nicht einfach vom Tisch wischen), Vorhaltungen und Verallgemeinerungen außen vor lässt.
Ein Negativbeispiel wäre: "Wir müssen reden! Du musst dringend zum Arzt, denn so geht es nicht weiter! Ständig versuchen wir es, aber irgendwie klappt es nicht zwischen uns. Jedesmal strenge ich mich an und trotzdem schlafft Dein bestes Stück immer wieder ab. Ich habe auch meine Bedürfnisse. Dabei will ich Dich natürlich nicht unter Druck setzen. Du bist einfach zu ignorant was das angeht, Du hast da ein Problem und Du solltest jetzt sehen das Du das gelöst bekommst, denn das schleppst Du ja schon seit Deiner letzten Beziehung mit Dir herum! Wie lange soll das denn noch so gehen? Ich mache das jedenfalls nicht mehr lange mit!"
Seine Reaktion wird vermutlich bestenfalls aus Ignoranz bestehen, vielleicht fühlt er sich sogar angegriffen und zu Unrecht in eine Ecke gedrängt, jedenfalls wird er wenig Initiative ergreifen, um etwas zu ändern, denn es ist alles nur auf der Sachebene gesagt worden, zudem nur auf ihn bezogen, des weiteren finden sich Verallgemeinerungen und mehr oder weniger gut versteckte Vorwürfe darin. Das alles triggert bei einem geistig gesunden Menschen den natürlich vorhandenen Widerspruchsgeist, selbst wenn MANN in der Sache zugeben müsste, dass die Beschreibung der Sache richtig erfasst sei.
Ein Positivbeispiel könnte sein: "Ich weiß das es uns beiden schwer fällt, aber ich möchte mit Dir über unsere Probleme reden, die wir haben, wenn wir uns lieben. Ich habe das Gefühl Du stehst unter unheimlich großen Druck und dieser nimmt kontinuierlich zu, je länger wir nicht darüber sprechen und uns überlegen wie wir weiter vorgehen können. Es tut mir weh mit ansehen zu müssen wie schlecht es Dir dabei geht. Und auch ich fühle nach und nach Verzweiflung in mir aufkommen. Ich liebe Dich, weißt Du das? Ich möchte, das wir gemeinsam unsere Schwierigkeiten angehen! Wir sind zusammen gezogen, weil wir unser Leben miteinander verbringen wollen, und es tut mir weh, wenn Du mich ausschließt und wir beide so tun als sei alles in bester Ordnung, obwohl wir wissen, dass dem nicht so ist! Ich spüre wie Du Dich körperlich immer weiter zurückziehst und intime Momente mit mir zunehmend meidest, nur aus der Angst heraus, dass Dein Körper nicht so reagiert wie wir uns das beide so sehr wünschen...das macht mich sehr traurig und ich fühle mich dadurch zurückgewiesen und nicht mehr begehrenswert für Dich. Ich habe große Angst davor, dass diese Gefühle nach und nach unserer Beziehung schaden würden, wenn sich nichts änderte! Ich möchte Dir helfen, möchte aber auch Deine Nähe spüren, Deine Zärtlichkeiten und nicht die Angst vor dem Versagen, die ich im Moment bei Dir wahrnehme, die sich langsam über alle anderen Gefühle legt. Ich habe große Angst davor das irgendwann nur noch Distanz, statt Nähe zwischen uns sein wird, dass wir nicht mehr liebevoll miteinander umgehen können, weil ständig im Kopf ist, was dies oder jenes jetzt wohl gerade beim anderen auslösen mag. Ich habe Angst davor, dass wir unsere Zuneigung füreinander immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird...bitte lass uns gemeinsam schauen wie wir das wieder ändern können! Kannst Du verstehen wie ich fühle und warum ich so fühle? Spürst Du auch die fehlende Unbekümmertheit? Die Unsicherheit und Angst zwischen uns? Ich weiß das auch Du darunter leidest, das wir keinen Sex miteinander haben können und ich wünsche mir so sehr, Du würdest Dir für uns und unsere gemeinsame Zukunft helfen lassen! Ich möchte Dich nicht verlieren, aber bitte lass Dir helfen! Denn es gibt eine Menge was Du tun kannst!"
Dann solltet ihr im Anschluss über konkrete Möglichkeiten sprechen für diese Hilfe sprechen. Das muss nicht unbedingt immer und zuerst der Urologe sein, manchmal ist die Angst und Scheu vor dem zu Beginn so groß, dass man lange warten kann, bis sich jemand zu einem Besuch entschließt. Gerade bei diesem besonders delikatem Krankheitsbild. Also auch das Internet mit seinen verschiedenen Foren, anonymen Selbsthilfegruppen und Informationsseiten erwähnen, durchaus was raussuchen, links schon für ihn bookmarken, sowohl zu Foren, als auch Medikamenten und allgemeinen Informationen zur Erektilen Dysfunktion (klingt nicht so abwertend wie Impotenz), den Urologen für die gründliche Abklärung nicht vergessen, denn es könnte ja auch etwas gefährliches dahinter stecken... Und zu guter letzt, ABER SEHR WICHTIG, etwas Konkretes ausmachen wie es nun weiter geht! Einen gemeinsamen Fahrplan entwickeln! Keinesfalls das Gespräch ohne ein konkretes Ergebnis enden lassen, denn das förderte nur den Reflex alles schnellstmöglich wieder zu verdrängen, was nun schon einmal so schön zur Sprache kam! Z.B. ausmachen, dass er sich da und dort anmeldet (z.B. hier), in der kommenden Woche auf jeden Fall einen Termin beim Urologen ausmacht, oder aber sich die gebookmarkten Seiten im Internet durchliest, und ihr euch 3 Tage später, nach einem schönen Essen hinsetzt und über das Gelesene nochmal sprecht. Eure Informationen austauscht. Bei der Gelegenheit siehst Du auch, ob er sich tatsächlich damit beschäftigt hat oder auch nicht. Es gilt das Tabu zu brechen und einfach und Unbefangen darüber zu sprechen, so wie man auch völlig Unbefangen über einen Nierenstein reden kann! Eine Krankheit ist eine Krankheit! Und je länger man sich mit ihr beschäftigt, desto mehr verliert JEDE Krankheit ihren Schrecken.
Kurz gefasst: Ehrlich sein, und nicht nur die Sachebene betonen sondern auch bei seinen Gefühlen bleiben, Ängste einräumen, Verständnis zeigen, dennoch klar die Befürchtungen auf den Tisch bringen, ohne Vorwürfe zu machen oder ein Ultimatum zu stellen, dann Konkret werden, zuvor schon Informationen sammeln und bookmarken, etwas Festes ausmachen, auch das nächste Gespräch vereinbaren, nachdem er sich informiert hat, somit das Tabu brechen und das Thema damit langsam zu etwas "besprechbarem" zu machen...
Alles keine Garantie, und schon gar nicht eine Blaupause für euer Gespräch, aber ohne Kommunikation gehts nicht. Dies sind nur Anregungen, die helfen sollen. Auf den Einzelfall Deines Partners und seine Eigenarten musst Du das übertragen und anpassen. Nicht frustriert sein, wenn Dir zunächst nur ein Teil davon gelingen will, alles was sich in die erstrebte Richtung bewegt ist gut, und sei es auch immer nur ein kleiner Schritt nach dem anderen. Aber bewegen muss sich etwas bei euch! Nicht locker lassen! Und zu guter letzt, wenn alles nichts hilft, dann ist bei einigen Menschen auch die Holzhammermethode die richtige... "Wenn sich nichts ändert, dann müsste ich mich trennen, denn ich halte die fehlende Nähe und Wärme und Vertrautheit zwischen uns einfach nicht mehr aus... das tut mir so weh!" Aber BITTE erst wenn gar nichts anderes funktionieren will, um ihm den Weg zu zeigen!
Wünsch Dir viel Erfolg! Und dran denken, nur redenden Menschen kann geholfen werden!
Viele Grüße
Enrico
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Hallo Leute! Bin auch ganz neu hier ... Beitrag # 8

07.12.2007, 12:29
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Registriert seit: 20.08.2007
Beiträge: 59
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Hallo Marie,
man hat Dir schon sehr viel geschrieben, wie Ihr das Problem durch Gespräche und einen Arzt abklären solltet, dieses ist alles richtig und Ihr müsst abklären ob eine ED vorliegt. Für mich kommt jedoch eine Aussage zu kurz. Insbesondere spielt sich die Erregung beim Mann, nur über dieses kann ich sprechen, im Kopf ab. Dabei spielen Versagensängste eine große Rolle. Wenn Dein Freund diese nicht überwindet habt Ihr ein großes Problem. Ich hatte ein ähnliches Problem, ich hatte vor ca. 4 Jahren einen Herzinfarkt. Danach, nicht sofort, hat es sich bei mir eingebrannt, dass ich nicht mehr so gut kann wie vorher. Es hat dann einige Zeit gedauert bis ich dann versucht habe gegenzusteuern. Ich habe mich entschlossen Viagra zu nehmen. Es hat auch dann ein Veilchen gedauert, bis ich wieder eine gute Erektion hatte. Es hat sich also in meinem Kopf so einiges abgespielt, nach dem ich ein körperliches Problem hatte, hatte ich mir eingebildet, ich bin einfach nicht mehr dazu in der Lage. Viagra hat mir geholfen wieder Selbstbewusstsein aufzubauen, wenn man spürt wie das Blut mit aller Kraft, wie bei einem Jüngling ins Glied schießt, ist dieses nicht nur erregend sonder stärkt das Selbstbewusstsein enorm. Mit Viagra ist es mir gelungen wieder genug Vertrauen in mein bestes Stück haben, dass es jetzt wieder sehr gut geht. Obwohl es jetzt auch ohne Viagra geht verzichte ich nur ungern darauf.
Du musst Dir darüber im Klaren sein, je mehr Ihr darüber redet umso problematischer wird es. Ich würde Mal versuchen etwas mehr Spontanität in Euer Sexleben zu bringen. Ich gehe Mal davon aus, dass Ihr wahrscheinlich den Sex plant, heute Abend schlafen wir Mal miteinander. Dieses baut dann schon bei Deinem Freund Druck auf. Wenn Ihr beim Arzt alles abgeklärt habt und keine körperlich bedingte ED vorliegt. Würde ich Dir zu folgender Vorgehensweise raten. Lasst Euch Cialis verschreiben, dieses wirkt nicht nur ein paar Stunden. Mit Viagra hat Er dann wieder den Druck, dass es in einem festen Zeitfenster klappen muss. Las Ihm dann am Samstag früh ½ Tablette nehmen. Mit dieser Dosis sind die Nebenwirkungen dann nicht so groß, welches insbesondere bei Anfängern doch erheblich spürbar sein können. Um dann last Ihr euch Zeit. Ich würde Dir vorschlagen, dieses machst Du sicherlich sonst nicht, dass Du dieses Mal aktiv wirst. Im Laufe des Samstag Nachmittags oder Sonntag, z.B. Ihr habe ein Spaziergang (noch besser wäre ein sportliche Aktivität) gemacht und kommt nachhause, irgendwann, wenn Dein Freund es nicht annimmt, dass es jetzt sein soll, musst Du Ihm mit etwas überraschen und dieses muss doch eindeutig ist. Es darf vorher kein Druck aufgebaut werden, sprich also über das Problem mindestens eine Woche vorher nicht. Ich kann mir dann eigentlich nicht vorstellen, dass es dann nicht klappen so.
Ich hoffe, dass Ihr Euer Problem in den Griff bekommt.
Gruß ATA
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