Guten Abend,
danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, hier etwas zu posten. Ich möchte meinerseits die Gelegenheit nutzen, die Dinge zu präzisieren bzw. den Kontext meiner Ideen zu erläutern.
1. Meine Erfahrunen beziehen sich fast ausschließlich auf das Alter von 25 bis 30. Die Frauen waren, wenn ich mich recht erinnere, alle zwischen 22 und 26. Ich sage auch klar, dass ihre Zahl noch deutlich einstellig war

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2. Mein Eindruck (gut ich formulier es mal etwas überspitzt): Eine fehlende Erektion kommt in der Frühphase einer Beziehung oder einer beginnenden Beziehung einer Katastrophe gleich. Keine einzige hatte damit Erfahrungen (Standardsatz so oder s.ä.: "Bei meinem Exfreund stand er immer schon, wenn er sich auszog."). Unsicherheit, schlechte Stimmung bis hin zu Vorwürfen schon nach drei Fehlversuchen (nicht immer, aber hats gegeben) - ausnahmslos schlicht Überforderung mit der Situation, spätestens nach dem dritten Fehlversuch. Ausnahmslos das sich selbst Fragen, ob es an ihr liegt, was man dann auch mitgeteilt bekommt. Zu Versichern, dass dies nicht so ist kommt nicht wirklich an. Angespanntheit von ihrer Seite beim Intimwerden, deutlich spürbares Zurückhalten, ein geradezu krampfhaft darauf erpicht Sein, mich nicht unter Druck zu setzen. Folge: Ein unbedarfter, spielerischer Umfang mit Sex kommt überhaupt nicht mehr zustande. Natürlich kann man sich denken, wie ich darauf reagiere.
3. Mein weiterer Eindruck: Der Gedanke an den Einsatz von Hilfsmitteln verstört eher, als das darin eine Lösung gesehen wird (es zählt die "echte" Latte, nicht die "Chemielatte" (Originalzitat einer Frau).
Das Ganze gerät zügig auf die schiefe Bahn, die Beziehung kommt über die Verliebtheitsphase nicht hinaus, eine Liebe entsteht daraus nicht. Die Verliebtheit von ihrer Seite verfliegt. Die beginnende Beziehung wird manchmal von ihrer Seite mit allen möglichen Begründungen beendet (nie wegen meiner Erektionsschwäche, das hat keine einzige offen gesagt), manchmal verläuft das Ganze auch einfach im Sande, weil sie sich nicht mehr meldet oder ich mich nicht (aber auch keine Nachfragen mehr kommen). Spätestens nach drei Monaten war alles zu Ende.
Die Art Liebe einer Frau, die hier in einigen Antworten beschrieben wurde und vielleicht Geduldsamkeit, große Zuneigung und Nachsicht erkennen lässt, kenn ich nicht, weiß nicht warum; vielleicht liegts ja auch an mir. Vielleicht waren's einfach die falschen Frauen. Vielleicht waren sie auch einfach zu jung - was weiß ich. Ich kann darüber nichts Persönliches sagen.
Meine Folgerungen: Zumindest Frauen in dem Alter sind damit einfach überfordert. Ich kann nicht mal sagen, dass ich einer einzigen (na gut vielleicht doch einer) wirklich böse bin. Sie haben sich auch alle irgendwie Mühe gegeben mit mir, aber irgendwie war eben von Anfang an der Wurm drin.
Daher eine weitere Schlussfolgerung: Eine Beziehung beginnt heute (auch) über (guten) Sex. Ohne ihn wird eben keine Beziehung draus. Ich kann dazu aus meinen Erfahrungen eben keine andere Einschätzung geben.
Ich werde in nächster Zeit nochmal was zu meinen Motiven posten, falls sich dafür noch jemand interessiert. Mal sehen. Es sollte aber deutlich geworden sein, dass ich mit diesen die Dinge sich entwickeln lassen, auf sich zukommen lassen oder so nichts anfangen kann. Das hatte ich nämlich alles schon, und ich kann nicht erkennen, dass dies irgendwie zu einer Lösung geführt hätte.
Zum Thema Therapie: Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was eine Sexualtherapie als Gesprächstherapie mit einem Mann bringen soll. Ich meine, mal ehrlich, dass ist doch wie der Versuch, Schwimmen außerhalb des Wassers zu lernen, oder Tennis ohne Schläger und Ball aber durch Fachsimpelei über den perfekten Aufschlag. Ich habe auch noch nie gehört, das Piloten außerhalb des Flugzeugs wirklich Fliegen gelernt hätten (trotz Simulators!)

Und wegen der Anzeige: War dies ernst gemeint???
Gruß
S.