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Lady’s Kummerkasten

Erektionsprobleme sind nicht nur Männersache! Hier könnt ihr euch austauschen, eure Sorgen aber auch euren Frust loswerden und euren Partner besser verstehen lernen.


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  Die Suchende sagt Hallo! Beitrag #1  
Alt 19.04.2010, 08:23
Die Suchende
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2010
Beiträge: 2
Beitrag Die Suchende sagt Hallo!

Hallo, ihr zusammen!

Nachdem ich jetzt seit mehreren Wochen "inaktives Mitglied" war und mich durch interessante Beiträge gelesen hab, möchte ich euch auf diesem Weg mal zuwinken!

Bin 32, seit knapp 10 Monaten in zweiter Ehe verheiratet und ratlos...
Leider kämpfe ich mit Selbstzweifeln und aufgrunddessen immer wieder mit meinem Mann, da bei uns sexuell alles auf absoluter Sparflamme läuft
Es fing vor vier Jahren gut an und ließ dann stark nach, etwa seit eineinhalb Jahren. Zum Eklat kommt es immer wieder, da es nicht nur so ist, dass "es" nicht funktioniert, wenn es mal dazu kommt, sondern dass es eigentlich höchstens einmal im Monat dazu kommt...
Dass der eigentliche Akt nicht wirklich läuft ist für mich weitaus weniger schlimm als das Gefühl, als Frau von meinem Mann einfach nicht mehr begehrt zu werden. Es muss ja nicht zwingend zum Geschlechtsverkehr kommen, Sex hat viele Gesichter - aber leider geht bei uns nix mehr über einen Blow-Job hinaus, wenn überhaupt.
Ich muss Verständnis zeigen, die Zeiten sind stressig.
Ich muss Geduld haben, sonst fühlt er sich unter Druck gesetzt.
Ich sollte ihn auf seine Versagensängste, die sich scheinbar mittlerweile eingeschlichen haben, nicht ansprechen, er hat damit eh ein Problem.
Sex ist doch nicht alles in einer Beziehung!
Und ich soll ihm nicht sagen, dass ich glaube, es liege an mir.

Und was ist mit mir?
Wo bleibe ich?
Wo bleibt das Verständnis für meine Ängste und Zweifel?

Lasst mal von euch hören,
Die Suchende
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  Die Suchende sagt Hallo! Beitrag #2  
Alt 19.04.2010, 15:06
Benutzerbild von Andrea
Andrea
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 25.08.2009
Ort: NRW
Beiträge: 846
Standard

Hallo Suchende,
erst mal herzlich Willkommen im Forum, schön, dass Du nach ner Schnupperzeit aktiv wirst und von Deinem / Eurem Problem berichtest !

Ich denke, Du wirst Einiges gelesen haben und auch bezogen auf Euren Beziehung interpretieren können.
Leider schreibst Du weder wie alt Dein Partner ist, noch, ob er bei einem Urologen war, oder gewillt ist sich in ärztliche Behandlung zu begeben, um die Ursache seiner ED feststellen zu lassen.
Du schreibst mehrfach, "DU musst"- müssen tun hier 2 Personen etwas ganz Wichtiges, was die Beziehung auf Dauer massiv beeinträchtigt und gefährdet !
Dein Mann kann nicht erwarten, dass Du Verständnis für eine Situation aufbringst, die Euch beide betrifft.
Klar ist, dass fast alle Männer, die Erektionsstörungen haben, irgendwann Nähe und Sex vermeiden, da sie Angst vor Versagen haben. Ebenfalls vermeiden sie Gespräche über das Thema, weil sie Hemmungen und Scham haben, - wissen aber, welche Bedürfnisse und Wünsche die Partnerin sich ersehnt.
Das Einzige, was Euch da wirklich weiterhilft, ist ein ruhiges, ehrliches und offenes Gespräch ohne Anklage, denn für seine ED kann er nichts, aber für den Umgang mit einer fast immer heilbaren Erkrankung !
Vielleicht zeigst Du ihm mal dieses Forum ! Hier gibt es viele Männer, die Ende 30. Anfang 40,- in diesem Alter stelle ich mir Deinen Mann jetzt einfach mal vor, mit Erektionsproblemen zu kämpfen haben- und sie bekämpfen !
Aber, nur wo ein Wille ist, ist auch ein Weg !

Vielleicht möchtest Du uns das Alter und den eventuellen Grund für die Potenzprobleme Deines Partners mal etwas detaillierter schildern.
Dann fällt es eventuell leichter Dir/Euch Ratschläge zu geben !


Liebe Grüße
Andrea

Geändert von Andrea (19.04.2010 um 15:10 Uhr)
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  Die Suchende sagt Hallo! Beitrag #3  
Alt 19.04.2010, 19:09
Benutzerbild von Knutschkugel
Knutschkugel
Moderator
 
Registriert seit: 26.12.2006
Beiträge: 1.050
Standard

Zitat:
Zitat von Die Suchende Beitrag anzeigen
Hallo, ihr zusammen!

Nachdem ich jetzt seit mehreren Wochen "inaktives Mitglied" war und mich durch interessante Beiträge gelesen hab, möchte ich euch auf diesem Weg mal zuwinken!

Bin 32, seit knapp 10 Monaten in zweiter Ehe verheiratet und ratlos...
Leider kämpfe ich mit Selbstzweifeln und aufgrunddessen immer wieder mit meinem Mann, da bei uns sexuell alles auf absoluter Sparflamme läuft
Es fing vor vier Jahren gut an und ließ dann stark nach, etwa seit eineinhalb Jahren. Zum Eklat kommt es immer wieder, da es nicht nur so ist, dass "es" nicht funktioniert, wenn es mal dazu kommt, sondern dass es eigentlich höchstens einmal im Monat dazu kommt...
Dass der eigentliche Akt nicht wirklich läuft ist für mich weitaus weniger schlimm als das Gefühl, als Frau von meinem Mann einfach nicht mehr begehrt zu werden. Es muss ja nicht zwingend zum Geschlechtsverkehr kommen, Sex hat viele Gesichter - aber leider geht bei uns nix mehr über einen Blow-Job hinaus, wenn überhaupt.
Ich muss Verständnis zeigen, die Zeiten sind stressig.
Ich muss Geduld haben, sonst fühlt er sich unter Druck gesetzt.
Ich sollte ihn auf seine Versagensängste, die sich scheinbar mittlerweile eingeschlichen haben, nicht ansprechen, er hat damit eh ein Problem.
Sex ist doch nicht alles in einer Beziehung!
Und ich soll ihm nicht sagen, dass ich glaube, es liege an mir.

Und was ist mit mir?
Wo bleibe ich?
Wo bleibt das Verständnis für meine Ängste und Zweifel?

Lasst mal von euch hören,
Die Suchende
Hallo Suchende,

ich habe mir vorhin überlegt, was ich dir schreiben könnte. Du schreibst, dass du schon viel gelesen hast. Dann hast du auch meine Beiträge zu diesem Thema gelesen und die sehen fast immer gleich aus, denn es gibt nur zwei Möglichkeiten. Entweder du findest dich mit der Situation ab oder du gehst das Problem offensiv an. Im ersten Fall liegt die Entscheidung bei dir und im zweiten Fall muss dein Partner etwas tun. Ich habe mich für Variante Nummer zwei entschieden. Mit Erfolg!
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  Die Suchende sagt Hallo! Beitrag #4  
Alt 19.04.2010, 20:40
Benutzerbild von Ilkka
Ilkka
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.114
Standard

Hallo Suchende,

um nicht den Verdacht zu erwecken, dass hier Frauen einseitig auf uns Männer einhämmern, auch mal eine Stellungsnahme von mir als Mann in der Runde:

Das was zwischen euch abläuft, ist leider das typische Verhaltensmuster. Er hat ein ED-Problem und will nicht darüber reden, ist passiv und verdrängt es sogar und du kämpfst mit Zweifeln an deiner Attraktivität und fühlst dich nicht mehr von ihm begehrt.

Dabei drängt sich natürlich auch die Frage auf, warum ihr vor 10 Monaten geheiratet habt, obwohl das Problem ja offensichtlich schon vorher da war.

Verständnis deinerseits ist jetzt das Falscheste was du machen kannst, da Verständnis gleichzeitig Passivität seinerseits bedeutet. Ihr müsst über das Problem reden und du musst ihm unmissverständlich klarmachen, dass dies keine Lösung sein kann und du von ihm erwartest, dass er etwas gegen seine ED tut. Und das Wort „Geduld“ aus seiner Sichtweise für dich bedeutet meist „Abwarten“ für ihn selbst. Und da Erektionsstörungen in der Regel Auswirkungen sind und die Ursache sehr vielschichtig sein kann, ist ein Gang zum Arzt unabdingbar. Geduld kannst du dann aufbringen, wenn er aktiv und mit Nachdruck an der Lösung seines Problems arbeitet; aber nur dann.

Also mache ihm ruhig und unmissverständlich klar, dass du von erwartest, dass er sich in ärztliche Behandlung begibt und aktiv an der Lösung seiner Erektionsstörungen arbeitet. Du kannst ihn dabei Unterstutzen, das „Wollen“ muss von ihm kommen.

Also, insofern unterscheidet sich meine „männliche“ Meinung nicht maßgeblich von der Meinung meiner „Kolleginnen“.

Viele Grüße,
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  Die Suchende sagt Hallo! Beitrag #5  
Alt 03.05.2010, 11:30
Die Suchende
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 19.04.2010
Beiträge: 2
Frage Danke für euer Feedback!

Da bin ich wieder.
Nicht weniger gefrustet als beim letzten Mal, als ich hier über der Tastatur hing...
Ich hatte leider vergessen zu erwähnen, dass mein Mann 37 ist, meines Wissens nach physisch kerngesund, in die Seele läßt er sich nicht schauen, er spricht nicht (mehr). Das frustriert mich, denn als Weibchen liegt ein reger Gedankenaustausch in meinen Genen .
Nun gut, dachte ich mir, als er wieder mal sagte, dass ihn Diskussionen über Sex stören, dann rede auch ich nicht darüber und warte ab, wann er den ersten Schritt macht. Und wartete. Und wartete. Und...
Dann ging ich wieder in die Offensive, fing an, wild mit ihm zu knutschen, wie früher Außer knutschen tat sich bei ihm nicht viel - das heißt körperlich schon! Ich sehe in letzter Zeit häufig, dass er Erektionen hat. Letzte Woche, nachdem wir beide von einer Party kamen und ziemlich einen im Tee hatten, hat er dann meinem Versuch nachgegeben und es mit mir getan. Es dauerte ungefähr 2 Minuten, dann sagte er, er sei gekommen. Seine Erektion war noch da. Ich 5 Minuten später nicht mehr, ich war so frustriert, dass ich eine rauchen gegangen bin. Ich muss dazu sagen, dass mein Mann, als wir vor 4 Jahren zusammen gekommen sind, stundenlang konnte, war wohl auch eine Art Erektionsstörung, ich konnte aber gut damit leben. Er sagte, es sei wohl, da er mit 12 aufgrund einer Fimose "beschnitten" wurde und daher nicht allzu empfindsam sei.Letzte Woche nach dem 2-Minuten-Akt war er völlig außer sich und meinte, ich solle endlich mal zufrieden sein mit dem, was ich habe. Vielleicht ist es so, dass ich unzufrieden bin, wahrscheinlich aber nur, weil es doch mal anders war zwischen uns. Wir haben uns doch stundenlang geliebt, manchmal mehrmals täglich - dass diese Begierde nachlässt, weiß mein Ego auch, trotzdem will ich mich nicht damit abfinden, dass ich 32 bin, und wenn ich öfter will als einmal monatlich mit den Worten abgestempelt werde, dass ich ja "eh nur Sex im Kopf" habe... Ich fühle mich ja nymphoman! Warum kann er mir nicht zeigen, dass er mich begehrt? Schließlich sagt er, es sei so. Wenn wir etwas mit anderen unternehmen, ist er den ganzen Tag "an mir dran", streichelt und küßt mich und flüstert mir schöne Dinge ins Ohr. Kaum sind wir allein, ist er schüchtern und gaaaaanz müde. Vielleicht können wir noch etwas fernsehen?
Was macht er mit seiner Lust? Hat er wirklich keine? Seine Erektionen sagen etwas anderes. Und er auch: Natürlich hat er Lust auf mich, ich bin die schönste Frau, die er sich vorstellen kann. Wie stolz er doch ist, wenn andere Männer ihm sagen, dass sie ihn um mich beneiden. Ich bin eine Klasse-Frau!
Und dann wundert es ihn, wenn ich doch an mir zweifele, weil er es mir nur sagt und nicht zeigt. Er sagt, er habe keine Lust, Hand an sich sselbst zu legen, da es doch viel schöner sei, etwas GEMEINSAM zu tun. Aber wir tun auch nix gemeinsam! Eine Zeitlang schob er alles auf ED, sagte, er könne nicht. Als ich ihm regelrecht die Pistole auf die Brust setzte und ihn bat, zum Doc zu gehen und es abklären zu lassen , ging es plötzlich wieder. ER steht wie eine EINS, nur hab ich leider immer noch nix davon. Und die Diskussionen darüber, die ich manchmal mit ihm zu führen versuche, lassen ihn wieder in sich selbst versinken. Einerseits sagt er, es habe nichts mit mir zu tun, andererseits bekomme ich alles schön aufs Brot geschmiert, was ich ständig (!) falsch mache: Wenn ich ihn frage, ob ich ihm nicht mehr gefalle, ist er sauer und es läuft nix, weil ich ihm so etwas unterstellt hab. Er sagt mir doch, dass ich ihm gefalle. Wenn ich darüber reden will, dass so lange nix läuft, ist er sauer. Schließlich sagt er mir doch, dass er auch öfter Lust hat! Wennich ihn mehr oder weniger überfalle, ist er sauer, weil ich ihm Druck mache. So, sagt er, hat er gar keine Chance, den Anfang zu machen. Wie viele Wochen braucht er, um den Anfang zu machen?
Ihr seht, ich bin (noch immer) gefrustet und musste es an den Tasten und somit an euch rauslassen.
Es würd mich wieder freuen, von euch zu hören.
Denn geredet wird hier auch schon nicht mehr...

Die Suchende
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  Die Suchende sagt Hallo! Beitrag #6  
Alt 03.05.2010, 14:33
Benutzerbild von Andrea
Andrea
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Registriert seit: 25.08.2009
Ort: NRW
Beiträge: 846
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Hallo Suchende.
Du scheinst ja völlig verzweifelt zu sein, wenn ich mir Deine Zeilen, die geprägt sind aus Wut, Unsicherheit, Hoffnung und Unverständnis für sein Verhalten so durchlese.- Und das , denke ich, zu Recht!
Was ich nicht verstehe ist, dass er , so schreibst Du ja hier, Erektionen hat, sie aber nicht gemeinsam mit Dir ausleben will.
Eine ED heisst nicht, dass Dein Partner keine Erektionen mehr bekommt, sondern lediglich, dass er diese Erektion nicht mehr lange genug zur Ausübung des Geschlechtsverkehrs halten kann, oder dass der Penis von Anfang an nicht die nötige Steifheit dazu entwickelt.
Seine Erektionen zeigen Dir letztlich aber somit, dass er Lust auf Dich hat!
Ich denke, er ist sehr, sehr unsicher, dass sein " bestes Stück" in diesem Punkt versagt und das erzeugt Angst in ihm.
Diese Angst wiederum zerstört die Erektion meist erst recht, weil der Kopf nicht frei ist und Dein Mann sich unter totalem Druck nur noch darauf konzentriert, ob der "Kleine Mann auch das tut, was der Grosse will"!

Somit weicht Dein Mann sexuellen Situationen einfach aus, damit dieses Problem erst gar nicht entsteht.Er ist ebenso frustriert und desto häufiger diese " Schlappen" auftreten, desto mieser ist dann die anschliessende Stimmung im Ehebett. Wir Frauen weinen und stellen Bitten und Fragen, - unsere Männer stehen dem wortkarg und in sich gekehrt gegenüber.
Klar drückt er sich vor Fragen,das ist sehr oft der Fall, weil Männer nicht über Potenzprobleme reden wollen, - wissen jedoch, dass das Problem die Partnerin ebenso belastet. Man(n) kann und darf es nicht totschweigen! Dein Mann weiss das haargenau, denn ohne ein Wollen und Handeln Seinerseits kannst Du tatsächlich bis zum Rentenalter warten bis Du ihn dann frustriert verlässt!


So peinlich und unbequem es ihm ist,- Reden und Handeln ist der einzige Weg!
Ignorieren kann man dieses Problem nun mal nicht.
Und hier ist ein Arztbesuch von Nöten, um den Grund der ED zu erkennen.
Das kann von einer unentdeckten Diabetes bis über Testosteronmangel Alles sein.
Setzte ihm eine angemessene Frist zu handeln und sage ihm, dass das für EUCH ist, denn er hat ja schiesslich auch was davon!- Und erkläre ihm, dass er, wenn er nicht handelt die Lebensqualität und den Lebenswert der Ehe willkürlich zerstört, wenn er Nix gegen seine ED unternimmt!
Für die ED kann er nix, aber für den richtigen Umgang damit ist nun mal er verantwortlich!

Liebe Grüße
Andrea

Geändert von Andrea (03.05.2010 um 14:41 Uhr)
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