Ganzheitliche Betrachtung – erektile Dysfunktion als Teil eines Ganzen
Während in der Schulmedizin großes Augenmerk auf die chemischen und mechanischen Vorgänge gelegt wird und die angewandten Medikamente auch hauptsächlich an diesen Stellen eingreifen, wird die erektile Dysfunktion in der Homöopathie zumeist mit einer anderen Symptomatik oder körperlichen Einschränkung verknüpft.Ausgehend davon können verschiedene Erkrankungen ganzheitlich betrachtet eine erektile Dysfunktion hervorrufen. Für die Auswahl des richtigen homöopathischen Arzneimittels ist deshalb eine Betrachtung aller körperlichen Symptome und des Gemütszustandes entscheidend. Wer bisher keinerlei Erfahrungen mit Homoöpathika hat, sollte den Besuch bei einem Heilpraktiker in Betracht ziehen, um das passende Mittel für die Behandlung der erektilen Dysfunktion zu erhalten. Von einer Selbstmedikation ist in diesem Falle abzuraten.
Einordnung der Symptome
Grundlage für die Betrachtung der Ursachen und für die Ermittlung des passenden homöopathischen Arzneimittels ist eine gründliche Anamnese der Lebensumstände und Begleiterscheinungen. Ist ein Patient beispielsweise gerade in der Rekonvaleszenz-Phase nach einer schweren Erkrankung, wird das Auftreten einer erektilen Dysfunktion eine andere ganzheitliche Ursache haben, als wenn sie auf Stress zurückzuführen ist. Obwohl das Symptom – die erektile Dysfunktion – bei beiden gleich ist, unterscheidet sich das Mittel der Wahl.Ebenso geht in die Bestimmung des Mittels ein, ob ein Patient im Allgemeinen eher ruhig und ausgepowert oder eher ein unruhiger Geist ist. Ob ihm Wärme oder Kälte gut tut; Ruhe oder Bewegung. Ob es ihm morgens oder abends besser geht. All diese Fakten zusammen bilden die Grundlage für eine homöopathische Therapieentscheidung. Bei Beginn der Behandlung kann es zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Erst bei längerer Einnahme werden die Therapieerfolge sichtbar.
Behandlung mit speziellen Homöopathika an Beispielen
Im Wesentlichen kommen folgende homöopathischen Arzneimittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zum Einsatz: Caladium, Selenium, Ginseng, Acidum phosphoricum und Acidum picrinicum.Die Therapie mit Caladium bietet sich an, wenn die fehlende Erektion mit geringem Interesse an Sex einhergeht. Der Patient ist innerlich meist kalt und zeigt kaum Emotionen. Ein Juckreiz im Genitalbereich und süßlicher Schweiß runden das Bild ab.
Demgegenüber hat ein Selenium-Patient meist ein starkes Verlangen nach Sex, leidet aber unter einer eingeschränkten Erektionsfähigkeit verbunden mit vorzeitigem Samenerguss. Äußerliche Symptome zeigen sich in Form von fettiger Haut und Schuppenbildung. Im Inneren sucht der Patient Ruhe und Einsamkeit.
Ebenfalls sexuell schnell erregt sind Patienten, die auf eine Behandlung mit Acidum picrinicum ansprechen. Deren erektile Dysfunktion ist zumeist auf emotionalen Stress zurückzuführen. Typische weitere Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und allgemeine Abgeschlagenheit.
Patienten in der Rekonvaleszenz nach schwerer Krankheit fühlen sich oft müde und kraftlos. Verminderte Konzentrationsfähigkeit, Schwindel und ein großes Ruhe- und Wärmebedürfnis zeichnen diesen Patienten aus, dem mit Acidum phosphoricum geholfen werden kann.
Eine stark eingeschränkte Erektionsfähigkeit kann auf großen Stress zurückzuführen sein. Sex wird als große körperliche Anstrengung empfunden. Besonders häufig leiden diese Patienten zugleich an Rückenproblemen. Die Behandlung mit Ginseng in homöopathischen Dosen kann geeignet sein.









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