Artikel zur Langzeitwirkung von Viagra
Ärzte Zeitung, Ausgabe 142, Seite 9, 30.07.2004
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Wirksame Hilfe für Männer mit erektiler Dysfunktion
Eine der Auswirkungen: steigendes Selbstvertrauen
Sechs Jahre nach Einführung von Sildenafil hat sich der Name Viagra® im allgemeinen Sprachgebrauch für ein Medikament zur Behandlung von Männern mit erektiler Dysfunktion (ED) so etabliert, daß er in renommierte Nachschlagewerke wie das Oxford English Dictionary oder den Duden aufgenommen worden ist. Das ist Ausdruck für ein neues Bewußtsein im Umgang mit der ED.
Seit Veröffentlichung einer der ersten wichtigen Sildenafil-Studien im "New England Journal of Medicine" im Jahre 1998 sei die Substanz in mehr als 130 Studien bei über 8800 Männern geprüft worden, betonte Professor Francesco Montorsi aus Mailand beim diesjährigen Kongreß der European Association of Urology (EAU) in Wien. Sildenafil sei weltweit bislang von mehr als 23 Millionen Männern eingenommen worden.
Die Akkumulation von Daten zu Effektivität und Sicherheit sei beispiellos. Montorsi berichtete, daß Sildenafil bei verschiedenen Grunderkrankungen wie Diabetes, Hypertonie oder Depression in der Mehrzahl der Fälle wirksam sei. "Ich habe persönlich Erfahrung mit Patienten aller Kategorien, und die Ergebnisse waren stets dieselben", sagte der italienische Urologe, der Mitte der 1990er Jahre als einer der ersten Sildenafil in Studien angewandt hat. Er wies zudem auf die zunehmende Zahl von Patienten mit Prostatakarzinom hin, denen bei ED nach Prostatektomie mit dem Potenzmittel ebenfalls oft geholfen werden könne.
Inzwischen liegen Langzeitdaten vor, die belegen, daß Sildenafil auch nach jahrelanger Anwendung nicht an Effektivität einbüßt und keine Verträglichkeits- oder Sicherheitsprobleme auftreten. Montorsi präsentierte Vierjahresdaten einer offenen Studie mit 979 Männern. 72 Prozent von ihnen hatten eine organisch bedingte, 11 Prozent eine psychisch bedingte ED, bei 17 Prozent war die Ursache als gemischt organisch-psychisch eingeschätzt worden. Mehr als 95 Prozent der Studienteilnehmer gaben nach dem vierten Jahr an, unter der Therapie befriedigende Erektionen zu haben, unerwünschte Wirkungen traten selten auf.
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