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Allgemeines zum Thema Erektion, Potenzstörung, und Impotenz

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  Ablauf eines Besuchs beim Urologen Beitrag #1  
Alt 24.11.2007, 08:41
NichtAlleinDamit
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 16.11.2007
Beiträge: 3
Standard Ablauf eines Besuchs beim Urologen

Hallo zusammen :-)

Mich plagen schon seit einiger zeit Probleme mit meiner Potenz und nun möchte ich den fälligen Schritt mal langsam angehen und einen Urologen aufsuchen.
Nur weiss ich nicht, was mich da erwartet, ein bißchen Angst hab ich schon, grade wenn ich das "Horrorbild" rektale Abtastung etc. mir vor Augen halte.

Was genau geschieht, wenn ich einen Urologen aufsuche, was kommt da auf mich zu?

Vielen Dank im voraus für eure Antworten.

LG
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  Ablauf eines Besuchs beim Urologen Beitrag #2  
Alt 24.11.2007, 19:51
Weckmann
Benutzer
 
Registriert seit: 27.04.2006
Beiträge: 31
Standard Mach Dir keine Angst!

Hallo,
Du brauchst Dir überhaupt keine Angst zu machen. Die Urologen kennen unser Problem bestens und nach meiner Erfahrung geht man sehr einfühlsam mit neuen Patienten um. Schließlich sollst Du ja mal wiederkommen! Auch wenn Du vor Aufregung nur etwas herumdrucksen solltest, wird er Dir sicher leicht "auf die Sprünge helfen". Nur Mut, Du befindest Dich in bester Gesellschaft.
Freundliche Grüße
Weckmann
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  Ablauf eines Besuchs beim Urologen Beitrag #3  
Alt 25.11.2007, 16:42
rivera
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 25.11.2007
Beiträge: 8
Standard Keine Panik!

Hallo!
Ich bin zuerst zu meinem Hausarzt gegangen (bei mir sind´s eher psychische Ursachen), der meinte zu mir, daß wir doch alle große Jungs sind, und offen darüber reden können. Im Übrigen habe er selbst schon mal mit Pillen nachhelfen müssen. Er hat mir dann ein Rezept für Cialis in die Hand gedrückt und eine Überweisung für den Urologen. Dort habe ich einen kleinen Fragebogen ausfüllen müssen. Das Gespräch mit dem Urologen lief ähnlich ab, wie mit dem Hausarzt, bloß, daß es kein Rezept gab, sondern eine Probepackung Cialis gratis. Also, wenn bei Dir organische Beschwerden ausgeschlossen werden können, bleibt dein Rektum und auch der ganze Rest unangetastet.
Beste Grüße
Rivera
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  Ablauf eines Besuchs beim Urologen Beitrag #4  
Alt 25.11.2007, 19:25
Benutzerbild von Knutschkugel
Knutschkugel
Moderator
 
Registriert seit: 26.12.2006
Beiträge: 1.048
Standard

Zitat:
Zitat von rivera Beitrag anzeigen
Also, wenn bei Dir organische Beschwerden ausgeschlossen werden können, bleibt dein Rektum und auch der ganze Rest unangetastet.
Gerade mit der rektalen Untersuchung können organische Ursachen ausgeschlossen werden. Sie gehört meiner Meinung nach genauso wie eine Untersuchung des äußeren Genitale zu einer urologischen Untersuchung mit dazu.
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  Ablauf eines Besuchs beim Urologen Beitrag #5  
Alt 25.11.2007, 21:35
rivera
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 25.11.2007
Beiträge: 8
Standard

Zitat:
Zitat von Knutschkugel Beitrag anzeigen
Gerade mit der rektalen Untersuchung können organische Ursachen ausgeschlossen werden. Sie gehört meiner Meinung nach genauso wie eine Untersuchung des äußeren Genitale zu einer urologischen Untersuchung mit dazu.
Hallo Knutschkugel.
der Vollständigkeit halber hast Du sicher recht. Ich meinte auch, falls organische Ursachen a priori ausgeschlossen werden können...
LG
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  Ablauf eines Besuchs beim Urologen Beitrag #6  
Alt 25.11.2007, 22:16
Benutzerbild von Ilkka
Ilkka
Moderator
 
Registriert seit: 16.09.2006
Ort: Nähe Frankfurt/Main
Beiträge: 2.112
Standard

Hallo,

wo ist eigentlich das Problem einer rektalen Untersuchung ? Ich meine, jede Frau beim Frauenarzt muss ähnliches über sich regelmäßig ergehen lassen.

Sicher nicht unbedingt das was man sich so wünscht, aber auch nicht das, was einem einem ein Riesenproblem machen sollte.

Es gibt wirklich schlimmere Untersuchungen und ab einem bestimmten Alter ist das auch sehr sinnvoll.

Gruß,
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  Ablauf eines Besuchs beim Urologen Beitrag #7  
Alt 27.11.2007, 16:43
NichtAlleinDamit
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 16.11.2007
Beiträge: 3
Standard

Zitat:
Zitat von Ilkka Beitrag anzeigen
Hallo,

wo ist eigentlich das Problem einer rektalen Untersuchung ? Ich meine, jede Frau beim Frauenarzt muss ähnliches über sich regelmäßig ergehen lassen.


Gruß,
Naja, ne rektale Untersuchung "braucht" ihr beim Frauenarzt ja nicht unbedingt über euch ergehen zu lassen, auch wenn mir mehrfach gesagt wurde, daß die vaginale Untersuchung alles andere als ein Zuckerschlecken ist, aber immer noch ein Unterschied zur "lange aufbewahrten analen Jungfräulichkeit" ;-)

Kann ich mir den Ablauf denn in etwa so vorstellen, daß erstmal ein Gespräch stattfindet in dem Eckdaten abgeklopft werden, dann auf jeden Fall eine Gesamtuntersuchung stattfindet, sofern der Verdacht besteht, daß es nicht nur psychische sondern evtl auch organische Gründe für die Problematik gibt?
Und was beinhaltet die Untersuchung außer der Abtastung der Porstata?
Gibt es auch Bluttests? Werden genitalien abgetastet?
Ich bin da vollkommen unwissend und würde schon gern wissen worauf ich mich "einlasse".

Vielen Dank schon mal für die bisherigen Beiträge, ist ein Ansatz für mich.

LG
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  Ablauf eines Besuchs beim Urologen Beitrag #8  
Alt 27.11.2007, 18:28
enrico
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.11.2007
Ort: Köln
Beiträge: 110
Standard

@ NichtAlleinDamit

Sicher gibt es kein Standardvorgehen bei einem Urologen, genauso wenig wie bei irgendeinem Arzt einer anderen Fachrichtung.

Das Vorgehen ergibt sich zum einen aus der von Dir geschilderten Problematik (denn dass wird sicher das allererste sein, was der Arzt Dich fragen wird "Was führt Sie denn heute zu mir?"). Im Regelfall lässt er Dich kurz schildern was Dein Grund ist dort aufzukreuzen (dabei solltest Du Dich nicht scheuen mit DEINEN Worten möglichst offen zu beschreiben was denn los ist) versuche bitte nicht irgendwelche Fachbegriffe zu benutzen, denn das ist sein Job, bleib bei dem was Dir vertraut ist und berichte, wie Du einem sehr guten Freund berichten würdest, dann wird er Dir noch die ein oder andere gezielte Frage stellen, z.B. ob's mit der Erektion denn noch in der Nacht klappt, seit wann Du Probleme hast, ob es schleichend ging oder von einem Tag auf den anderen, ob Schmerzen bestehen, ob der Samenerguss noch funktioniert, wie's mit dem Wasserlassen steht, wann der letzte Sex war, welche Medikamente Du einnimmst und seit wann, welche weiteren Erkrankungen Dir bekannt sind usw....

Von den Eindrücken die der Urologe während dieses Vorgespräches gesammelt hat (der "Anamnese") wird abhängen wie es weiter gehen wird.

Es könnte sein, dass ihm das schon reicht um mit Dir einen Versuch zu starten und Dir somit einfach einmal ein Potenzmittel mitgibt... Ich persönlich erachte das zwar als gangbaren Weg, würde mir jedoch eine intensivere Beschäftigung mit meinem Problem wünschen, also eine Untersuchung. (Ergo: Die Untersuchung ist nichts was schlimmstenfalls passieren wird, sondern ein Zeichen, dass der Arzt sich intensiver mit Dir beschäftigt und somit genauer arbeitet als vielleicht so manch ein Kollege von ihm, der es lediglich bei einem Gespräch belässt, wobei es auch dafür Gründe gibt)

Die Untersuchung besteht zunächst einmal aus der äußeren Inspektion deiner primären Geschlechtsorgane, sind die Hoden im Hodensack, gibt es Auffälligkeiten an der Haut des Penis oder des Hodensacks, ist der Penis ungewöhnlich deformiert oder erscheint er "normal", weiter folgt das Abtasten der Hoden durch den Hodensack auf Verformung oder Verhärtungen, ungewöhnliche Schmerzhaftigkeit, lässt sich die Vorhaut ohne Probleme über die Eichel ziehen, oder besteht eine Verengung, je nach Alter (ich vermute Du bist 50+) wird er Deine Prostata tasten wollen, denn die ist oft in diesem Alter schon vergrößert (macht sich im fortgeschrittenem Stadium durch Abschwächung des Harnstrahls bemerkbar), das funktioniert recht einfach, Du wirst gebeten Deine Hose etwas zu lüpfen, Dich auf die Seite zu legen, Kopf zur Wand, Deine Beine etwas anzuziehen, er wird sich Handschuhe überstreifen, Gleitgel benutzen, und Dich bitten wie beim Stuhlgang zu pressen, damit ist es kein Problem für ihn mit EINEM Finger (wenn Du mal vergleichst...ein Kotballen ist wesentlich dicker und der geht sicher gut und ohne weitere Maleschen durch Deinen Popo =) ) ca. 6cm tief einzudringen und durch die Vorderwand der Darmschleimhaut Deine Prostata zu tasten. Er wird sowohl die Größe als auch die Konsistenz beurteilen können und Dir dann empfehlen ob eine weitere Abklärung der Prostata sinnvoll ist oder nicht. Das ganze dauert höchstens 1 Minute, wenn es sich auch unangenehm anhören mag, wirst Du hinterher sagen, dass es halb so wild war.

Wenn der Urologe zu dem Schluss kommt, dass der Verdacht besteht es könnte eine Körperliche Ursache für Deine Erektionsstörung vorhanden sein, dann gibt es noch Laboruntersuchungen auf das männliche Geschlechtshormon und die steuernden Vorstufen, oder die Möglichkeit beim Radiologen eine Darstellung der penisversorgenden Gefässe in Auftrag zu geben (wird eher selten gemacht), zudem bezüglich der Prostata die Bestimmung des PSA (Prostata Spezifischen Antigen), die allerdings VOR der rektalen Untersuchung stattfinden sollte, da durch die Manipulation falsch positive, d.h. fälschlicherweise erhöht gemessene Werte resultieren könnten. Das PSA gilt als ein Marker für bösartige Veränderungen der Prostata. Nun muss man aber wissen, dass dieser SEHR unspezifisch ist, d.h. ist er erhöht, ist in höchstens 5% der Fälle tatsächlich ein bösartiger Tumor nachzuweisen. Erhöhungen können durch vieles verursacht sein. Z.B. durch äußeren Druck (Fahrrad fahren) oder auch durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata.

Hier gilt: Kann man machen, muss man aber nicht! Zumindest sollte der Tastbefund absolut unauffällig sein...

Dann gibts noch Lifestyle Doktoren, die andere Hormone bestimmen, z.B. DHEA und versuchen einen eine Substitution damit schmackhaft zu machen. Nun ja, noch gibts keine schlagenden Beweise dafür, das eine Substitution damit helfen kann das Altern oder gar ED positiv zu beeinflussen, es gibt jedoch deutliche Hinweise darauf, das dies Deinen Geldbeutel sichtlich schmälern würde... Nur zur Information, Iris Berben nimmt seit ihrem 30 Lebensjahr DHEA, ob sie nun deswegen noch so lecker ausschaut oder ob sie schlicht gute Gene besitzt ist sicher nicht zweifelsfrei zu entscheiden.

Sollte er bestimmte Medikamente von Dir als Auslöser der ED im Verdacht haben, so wird er Deinem Hausarzt andere Medikamente vorschlagen, die weniger auf die Potenz schlagen, oder ggfls. schon mit der Umstellung beginnen.

Im Besten Falle wird das alles 15-30 Minuten dauern, im schlechtesten keine 5 Minuten (nur kurzes Gespräch, kaum Nachfragen von seiner Seite, keine Untersuchung, nur ein Rezept für Viagra & co)

Es wird am Ende noch einen neuen Termin geben um das Ergebnis der Blutuntersuchung und der ggfls. noch weiteren Untersuchungen mit Dir zu besprechen, oder das weitere Vorgehen, sollte eine Medikamentenumstellung notwendig geworden sein, sowie das Resultat der Einnahme von Potenzmittel, wenn er Dir denn eines verschrieben hatte.

Ich würde im Bekanntenkreis nach Erfahrungen mit den ansässigen Urologen fragen, nicht umsonnst machen Frauen das auch so, um einen zu finden der zu einem selbst passt. Ebenso gilts für Dich darauf zu achten, ob Du mit ihm klar kommst.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig die Bedenken vor dem sicher sehr sinnvollen Besuch beim Urologen nehmen!

Grüße

Enrico
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