Die PIN-Methode half mir
Ich hatte das Problem auch jahrelang, nach einer Schwellkörperoperation (nach SK-Bruch - was sehr schmerzhaft war) - begann ich mich beim Sex zu beobachten. Anfangs wegen der Schmerzen, dann wegen der Erektionen.
Mit dem Ergebnis, dass kaum noch was "ging". Man nennt das Phänomen objektive Selbstaufmerksamkeit. Das ständige Überprüfen aller Reaktionen bewirkt eine Überkontrolle, die sich negativ einmischt. Die negative Prognose macht außerdem das negative Ergebnis wahrscheinlich. Auch dafür gibt es einen Terminus: selbsterfüllende Prophezeiung.
Einen Ausweg daraus gibt es sukzessive.
Dazu führen zwei Wege:
1. Es reicht nicht, den Druck wegzunehmen. Das ist, wie man man jemand sagt, hinter dem Haus liegt ein Schatz vergraben, aber beim Ausbuddeln darf er nicht "Schatz" denken, sonst löst der Schatz sich in Luft auf. Unmöglich!
Nötig ist es, das Gegenteil zu tun:
Man muss sich fest vornehmen, das nächste Mal auf keinen Fall in Erregung zu geraten. Man muss sich vornehmen, keine Erektion zu bekommen. Evtl. kann man die Partnerin einweihen. Evtl. kann man sich eine Strafe für eine Erektion ausdenken (bei Erektion z. B. 100 Euro an Unicef spenden ;-) ... oder bei Entstehen einer Erektion sofort mit dem Knutschen aufzuhören!!) ... konsequent jedesmal.
Wichtig dabei ist, bei dieser Autosuggestion ernst und ehrlich zu sein; daher: wirklich zu versuchen, die Erektion nicht zu bekommen. Zum Beispiel zu versuchen, die Partnerin mal mit einem weichen Penis zu befriedigen. Und aufhören, wenn das nicht klappt.
Dieses Verfahren nennt sich paradoxe Intervention {PIN}. Es beruht darauf, dass Gefühlsvorgänge nicht willentlich kontrollierbar sind, sondern 'Eigenleben' haben - man sie also 'freilassen' muss.
2. Das Zweite unterstützt das Erste. Schlecht wäre es, die PIN gleich auf Geschlechtsverkehr anzuwenden. Der Vorgang baut sich über kleine Stufen auf. Man sollte die PIN zunächst nur auf das kurzfristige Entstehen einer Erektion anwenden. Schritt zwei wäre, wenn über zwei Wochen lang (!) die Erektionen sich plötzlich trotz Verbots einstellen, zu versuchen, dass sie nicht lange währen! (Nach 5 Minuten aufhören!) Schritt drei wäre, sie zwar haben zu dürfen, aber weder Oralverkehr noch GV damit machen zu dürfen. Wichtig: zwei Wochen einhalten!!!! Auf keinen Fall den eigenen Willen, nicht zu vögeln aufgeben!
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Über den allmählichen Aufbau von Erfolgen kamen bei mir die Verbesserungen - wie schon gesagt, fatal ist es, sich die Ziele (qualitativ, zeitlich) zu hoch zu stecken. Besser ist es, sie in den Minusbereich zu verlegen.
Ich kenne den Teufelskreis aus Angst verstärkt Versagen verstärkt Angst GUT.
Wer obiges Verfahren über zehn bis zwanzig Wochen anwendet, ohne einen Erfolg, kann danach ja immer noch zu Pillen greifen. Ich habe eine Quote von 85% Erfolg inzwischen ;-).
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