Hier bin ich wieder,
allen Unkenrufen zum Trotz, wir haben es gemacht. Gesucht, gefunden, zusammengezogen. Wir sind ein Team und wir schaffen das, und dann fing er an: der Nervenkrieg

Für meinen Freund gingen erst mal alle Wünsche in Erfüllung, ich war jeden Tag da, habe gekocht, gewaschen, getröstet, aufgeräumt.. besonders nach dem Umzug. Wir haben eine wundeschöne, sehr grosse Wohnung bezogen. Ich war in seiner Welt angekommen.
Alles könnte perfekt sein. Aber... ein wenig kuscheln ist genug. Nicht immer das Thema Sex anfangen... lass uns erst einmal, so begannen alle Sätze. Ich habe gebeten, gebettelt, ultimaten gestellt und diverse "Bestrafungen" ausgedacht. Nichts hilft, wurde schlimmer.
Ich habe mich in meine Arbeit vergraben und bin aus dem Weg gegangen, aber unsere Nähe hat gelitten.
Schliesslich ist mein Sohn in der Schule unheimich abgesackt, ein Familienleben gibt es nicht mehr und meine Hormone turnen durch mein Leben, so das ich an nichts mehr denken kann.
Der Dauerstreit zerrt an allen Nerven.
Schliesslich und endlich erklärt mein Freund sich bereit den Arzt aufzusuchen. Ein Aufatmen für mich .. dann der besagte Tag: Wir haben mal wieder eine Nacht im gemeinsamen Bett verbracht, wir schlafen seit dem Umzug getrennt.
Er muss in die Arbeit und gibt mir einen Kuss vor dem Duschen, ich möchte ihn noch einmal in den Arm nehmen, aber er winkt ab.. er würde sonst wieder einschlafen. Ich höre wie er in sein Zimmer geht, sein Wellensittich ist unheimlich aufgeregt. Verschlafen gehe ich die Treppe runter und platze in sein Zimmer.. wollte sehen was denn da los ist:
da sitzt er.. der mir sagt das er keine Libido hat, das er nichts empfindet.. vor Pornofilmen am pc und mastubiert.
Ich war wie vor den Kopf geschlagen.
Kein Ton, bin einfach gegangen. Er wollte erklären, aber ich wollte nichts hören. Er erklärt mir später das er das oft gemacht hat, bis ich zu ihm gezogen bin. Das er keine Erektion bekommt, aber manchmal einen Orgasmus.
Bei Realer zärtlichkeit reicht aber der Reiz bei längen nicht aus.
ich bin geschockt. Bin verärger, gekränkt, fühle mich betrogen, verraten.
Ich sehe kaum noch Hoffnung für uns, er schon.
Ich kann ihn nicht mehr berühren, will von ihm nicht berührt werden. Wir reden vom Thema aber es trifft mich nicht mehr.
Ich bin wie betäubt. Er hat Angst das ich gehe.
Er wünscht nun eine Paartherapie.. ich weiss nicht ob ich nochmal aus dem Albtraum aufwache.
Bitte helft mir.