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Weiss nicht mehr weiter...HEUL :-((
  Weiss nicht mehr weiter...HEUL :-(( Beitrag #12  
Alt 22.02.2010, 13:42
Frau Schmidt
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 03.05.2009
Beiträge: 140
Standard

Liebe Noangel,

eine Erektionsstörung ist keine schöne Sache und kann eine Beziehung sicherlich belasten.
Sofern sie nicht mit einer ernsthaften, unheilbaren, schlimmstenfalls lebensbedrohlichen Erkrankung einhergeht und durch Medikamente verbessert werden kann, ist sie auch weiß Gott kein Drama.

Kein Grund, sich abzuwenden, kein Grund, die Kissen nasszuheulen, kein Grund, sich von der Partnerin zu distanzieren und schon gar kein Grund, ihre erotischen Bedürfnisse komplett zu ignorieren - und das sage ich als Partnerin eines Mannes mit ED sehr bewußt.

Einen Mann, dem mit Cialis und Konsorten geholfen werden kann, muß man nicht bemitleiden, denn der hat nochmal Glück gehabt und wird vermutlich noch ein langes und erfülltes Sexleben vor sich haben.

Einen Mann, der von seiner Partnerin begehrt wird, und das trotz ED, muß man ebenfalls nicht bemitleiden, denn er könnte diese Nähe jederzeit haben, mit oder ohne Erektion, wenn er wollte. Viele habens weniger gut.

Ich plädiere daher generell für einen entspannteren Umgang auch von weiblicher Seite mit dem Thema - wenn wir unseren Partnern rehäugig den Rücken tätscheln und auf Samtpfoten um das Thema Sex herumschleichen, wenn wir uns nicht einmal mehr trauen, unser Begehren offen zu zeigen, aus Sorge, wir könnten damit einen Finger in die Wunde legen, dann müssen wir uns auch nicht wundern, wenn der Partner seine ED für eine weltbewegende Sache hält, das schreckliche und unausweichliche Ende von Sex und Partnerschaft, am besten verdrängt mans gleich ganz und legt sich aufs Sofa, so wie das Noangels Partner zu handhaben scheint.
(wohlbemerkt - mir ist klar, daß in manchen Fällen, z.B. durch Verletzung des Penis, schwere Erkrankung etc. Penetration schlicht unmöglich wird, und zwar für immer. DAS ist verständlicherweise erstmal ein Schock für die Betroffenen - und doch nicht immer das Ende von Sex und Lust.)

Liebe Noangels, ich finde, Du hast die vergangenen 4 Jahre doch recht viel Verständnis aufgebracht - vielleicht war es sogar ein Miß-verständnis, vielleicht mag Dein Partner schlicht keinen Sex.
Dann wärs auch kein Wunder, wenn er keine Erektion bekommt.

An dem Punkt wär jetzt die Frage, wie für Dich ein positiver Umgang mit Sex, Lust, Hemmungen und Pannen dabei aussähe, und, was mir noch viel wichtiger vorkommt, wie Du zu Deinen Bedürfnissen stehst, ob Du sie in Ordnung finden kannst oder eher Deinem Partner unterordnest.
Ich denke, DAS ist jetzt erstmal wichtiger, dem Penis Deines Partners hast Du nun wirklich genug Aufmerksamkeit geschenkt

Tu Dir jetzt auch mal was Gutes, liebe Grüsse!
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