Hallo liebes Forum, ich stelle mich mal vor:
Bin männlich, 21 jahre, normale Statur, kein Übergewicht, keinerlei andere Krankheiten, keine Medikamente, sportlich ,alles normal.
Ich fasse mal mein Problem so gut es geht, halbwegs kurz zusammen, ich könnte zig Seiten darüber schreiben aber ich will und sollte es besser halbwegs auf den Punkt bringen, muss und sollte aber trotzdem meine Vorgeschichte und die Umstände beschreiben...
Zuerst meine Vorgeschichte:
Seit ich 13 Jahre bin schaue ich Pornos. Zuerst Neugierde, dann Reiz und Erregung, dann Ersatz und Trost für nicht existentes Real-Sexleben, dann Gewohnheit, und schließlich ne schätze ich mal ziemlich schwere Sucht, die mir beginnt alles abzuverlangen.
Ich habe 630 GB (!) an Pornos auf dem PC. Ich bin alles andere als stolz darauf. Alle möglichen Sparten, teilweise ziemlich perverse Fetische und Sachen. Einiges mit Gewalt, Frauenverachtung/erniedrigung und Abartigkeit verbunden, halt einfach nur extremer Scheiß, da ich im Laufe der Jahre von den zig Stunden die ich Pornos konsumiert habe, einfach nur abgestumpft wurde und ich durch "normale" Sachen nicht mehr erregt wurde. Also suchte immer härteres, immer extremeres Zeug um den "Kick" und die gleiche Befriedigung zu bekommen. Zeug, wo ich nie dachte überhaupt erregt werden zu können.
Damit habe ich die Büchse der Pandora geöffnet. Es vergeht kaum ein Tag ohne Pornos und mehrmaliger Masturbation. Im Durchschnitt mind. 2-3x und an schlimmen Tagen bis zu 7x. Ich will es nicht einmal und trotzdem fühle ich diesen unwiderstehlichen Drang extreme Pornos zu schauen und zu masturbieren.

Ich hatte den Großteil meines Lebens nie eine Freundin, nie Sex, ja nichtmal wirklich weibliche Freunde. Hatte immer große Kontaktprobleme mit dem anderen Geschlecht. Die genaue Ursache dafür weiß ich bis heute nicht. Ich kann ohne arrogant zu wirken, behaupten halbwegs gut auszusehen, möglicherweise leicht überdurchschnittlich intelligent zu sein, und bin sportlich. Ich weiß es nicht, möglicherweise einfach nur meine Schüchternheit und große innere Angst.
Jetzt zum eigentlichen Kern meines Problems:
Wie auch immer... jedenfalls lernte ich letztendlich doch noch irgendwie ein Mädchen kennen. Sie ist hübsch, intelligent, gleichaltrig und völlig anders als die meisten anderen Mädchen (im positiven Sinne). Es ist eine Fernbeziehung (was die Sache nicht einfacher macht). Sie weiß um meine Pornosucht und meine Probleme. Sie hat selbst ebenfalls große Probleme mit sich und ihrem Leben (aber anderer Art). Wie auch immer das tut jetzt nichts so zur Sache.
Als wir uns real trafen und schließlich Sex haben wollten, hatte ich immense Probleme. Ich war so gut wie –garnicht- erregt! Sie lag nackt vor mir, sie ist eine Schönheit und nett, einfühlsam und alles war geduldig und probierte einfach alles aus um mich besser zu erregen.
Aber ich hatte sehr schwere Probleme eine halbwegs anständige Erektion zu bekommen. Außer einer vielleicht 10 Sekunden langen ging nichts. Ohne
KONSTANTE und
SEHR intensive manuelle Stimulation (hand oder oral) ging die Erektion
SOFORT wieder flöten. Und selbst die war nur mühsam zu erreichen, mit Lust hatte das ganze nichts mehr zu tun. Nur ne wirklich konstante und harte Stimulation mit der Hand+Oral brachte irgendetwas, sobald das aber auch nur für ein paar wenige Sekunden unterbrochen wurde, wurde er sofort wieder schlaff. Realen Sex (Penetration) zu haben war unmöglich.
Ich (und sie auch) hofften darauf das es sich nach ein paar Tagen legen und normalisieren würde, und schoben es auf Nervosität und Aufregung. Doch auch nach 2 Wochen passierte nichts. Sie erregte mich nicht wirklich, und ich bekam keinerlei Erektion.
Irgendwann interessierte es mich auch nicht mehr, und hatte einfach nur mehr große Angst vor neuerlichem Probierens von Sex, ich begann Sex irgendwie zu hassen, ich mochte es nicht, es war nichts als nervenauftreibend, anstrengend, nervenzerreisend und ziemlich frustrierend, und das ist ja wohl wirklich nicht Sinn der Sache..?
Ich war dann wie am Boden zerstört. Und auch ihr riss irgendwann auch die Geduld, fühlte sich verletzt und erniedrigt, obwohl sie versuchte soviel Verständnis aufzubringen wie möglich, sie konnte nicht damit umgehen. Sex war ihr sehr, sehr wichtig. Sie wollte sehr oft, ja andauernd Sex haben. Sie sagte das sei ihre ehrlichste und purste Expression/Ausdruck ihrer Gefühle und diese seien so stark das es sie zerfetzt ,dass ich unfähig war diese zu erwidern und mit ihr Sex zu haben. Sie glaubte oft sie sei das Problem und Ursache warum ich unfähig war eine Erektion zu bekommen. Also musste ich sie wieder verlassen.
Jetzt denkt sie etwas anders darüber, aber so lange ich meine Probleme nicht in den Griff bekommen habe, werden/können wir uns nicht treffen, auch wenn es Jahre sein würden, sie würde solange auf mich warten.
Sind die Pornos und die Masturbation schuld warum ich in der Realität kaum erregt werde? Ich glaube ziemlich stark das sie es sind. Sie haben meine Sexualität und meinen Blick auf die Realität
KOMPLETT verzerrt, und zwar ins negative. Selbst mit normaler masturbation (ohne pornos) geht so gut wie nichts. Und selbst bei Masturbation zu Pornos habe ich manchmal Probleme erregt und hart zu werden, es ist krank, falsch und frisst mich auf von innen.
Einen Psychotherapeuten kann ich mir nicht leisten und vor Viagra habe ich große Angst und Zweifel.
Ich habe sehr, sehr viel über das Thema gelesen (ist z.B. in den
USA weit verbreiteter als in Europa). Natürlich muss ich die Pornos dauerhaft für immer stoppen, auch Masturbation sollte ich drastisch reduzieren. Aber ich weiß nicht wie ich das schaffen soll
Was soll ich tun? Wo liegt denn überhaupt die Wurzel meines Problems? Was muss ich jetzt tun um endlich irgendwann mal ein normales Sexualleben mit meiner Freundin haben zu können, will doch nichts mehr als das..?

Ich danke jedem fürs Lesen und für jeden Ratschlag, ich schätze das sehr, wirklich!