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  21 Jahre, keinerlei Erregung/Erektion beim Sex - völlig zerstörtes Selbstbewusstsein Beitrag #9  
Alt 15.10.2010, 19:02
NichtNormal
Benutzer
 
Registriert seit: 17.04.2010
Beiträge: 77
Standard

Zitat:
Zitat von tariosk_04 Beitrag anzeigen
@NichtNormal: mich würde deine Vergangenheit/Vorgeschichte sehr interessieren. Wie tief steckst du da konkret drin (Häufigkeit, Frequenz, Härtegrad) ? Waren die ursächlichen Gründe die gleichen wie bei mir? Und wie gestaltet sich der Sex (ohne Chemie) ? Kannst auch via PN schreiben, wenn du willst.

Edit: Geschichte gelöscht. Sie ist zulang udn ich will nicht deinen Thread auffressen.
Habe einen eigenen Thread gestartet, würde mich aber freuen wenn ihr und auch du, meine Geschichte lesen würdet.

Hier ist der Link: http://www.erektion.de/meine-komplet...html#post24896

Geändert von NichtNormal (15.10.2010 um 19:09 Uhr)
  21 Jahre, keinerlei Erregung/Erektion beim Sex - völlig zerstörtes Selbstbewusstsein Beitrag #10  
Alt 15.10.2010, 20:45
123leo456
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 18.06.2010
Beiträge: 26
Standard

Hallo Tariosk,

kann Deine Probleme in großen Teilen sehr gut nachvollziehen, da ich auch ähnlich gelagerte Sorgen und Nöte habe wie Du. Allerdings bin etwa 10 Jahre älter als Du. Pornos schaue ich noch nicht so lange, da ich erst seit knapp 4 Jahren eine schnelle Internet-Verbindung habe.

Vor vier Jahren ging die Beziehung mit einer Ex zu Bruch, mit welcher ich 7 Jahre zusammen war. Sie war meine Traumfrau. Von heute auf morgen hat sie mit mir Schluss gemacht, ohne dass ich etwas voraussahnen konnte, weil unsere Beziehung abgesehen von normalen Streitigkeiten eigentlich ganz gut lief. Leider hat Sie hat sie was mit nem Arbeitskollegen von mir angefangen!

Zusammen mit diesem Schock und dieser unerträglichen Leere, welche ich die darauffolgenden Monate verspürt habe, kam dann leider Gottes die schnelle DSL-Verbindung, eine eigene kleine Single-Wohnung und damit auch die Möglichkeit, Porno-Videos anzuschauen.

Dieses Porno-Schauen hat sich bei mir dann regelrecht zur Sucht entwickelt. Zwar hab ich vermutlich nicht so extrem perverse Sachen wie Du geschaut, aber von der Quantiät her doch ziemlich viel. Es wurde für mich zur Normaliät, mich nach einem stressigen Arbeitstag vor den Computer zu setzten und dann mindestens einmal, meist zweimal, manchmal auch 3 oder 4 mal zu onanieren, einfach nur so zur Entspannung. Und am Wochenende dann bis zu teilweise 5 Mal.

Mit der Zeit wurde mein Penis dann auch nicht mehr richtig steif, selbst beim Orgasmus. Und richtig viel gefühlt habe ich beim Orgasmus auch nicht mehr. Es war nur noch ein automatischer mechanischer Ablauf.

Erst durch eine Internet-Recherche bin ich darauf aufmerksam geworden, dass diese unglaubliche Abstumpfung durch das Porno-Schauen ein Grund hierfür gewesen sein könnte.

Und der Körper gewöhnt sich wirklich sehr schnell an die harten und schnellen Griffe, welche man beim Wichsen anwendet.

Hab mir dann ziemlich große Ziele gesteckt: Mit dem Rauchen aufhören und mindestens 3 Wochen lang keine Pornos und keine Selbstbefriedigung mehr.

Das Problem war, dass ich durch das Stecken dieser hohen Ziele ständig an diese Thematik denken musste und dann natürlich auch rückfällig geworden bin, was mich in der Folge dann noch depressiver machte und zu mehr und mehr Selbstvorwürfen führte.

Genau wie Du bin ich eigentlich auch nicht hässlich oder dumm, weswegen ich mehr als genug Möglichkeiten hätte, mit einer Frau zu schlafen. Um mir die Peinlichkeiten im Bett aber zu ersparen, blocke ich bei Frauen immer rechtzeitig ab, obwohl ich sie teilweise extrem anziehend und erregend finde.

Meine Kumpels schütteln deshalb teilweise nur noch den Kopf über mich und können nicht nachvollziehen, warum ich mit diesen Frauen nicht ins Bett steige. Jedenfalls kann ich es soooo gut nachvollziehen, wie frustrierend es ist, wenn man mit einer Frau, die man wirklich hübsch findet und mag, schlafen kann, dies aber nicht auf die Reihe bekommt.

Jedenfalls habe ich jetzt damit aufgehört, mir derart hohe Ziele zu stecken. Ich freue mich schon, wenn ich einen Tag ohne Pornos und Masturbation durchkomme und durch die entspannte Haltung werden manchmal sogar 2 oder 3 Tage draus. Dann kommen wieder Tage wo ich wieder mehrmals am Tag ornaniere und Pornos schaue, worauf wieder ein Tag ohne folgt.

Des Weiteren versuche ich, bei der Selbstbefriedigung nur ganz allmählich und immer nur in minimalen Schritten, die Härte und die Frequenz, mit welcher ich meinen Penis anfasse, leicht zu reduzieren, was mir zugegebenermaßen nicht immer gelingt. Und zudem versuche ich so oft wie möglich Gleitgel beim Wichsen zu verwenden, weil das die Reibung und damit die Abstumpfung am Penis auch lindert.

Und obwohl ich das Porno-Schauen und die Häufigkeit der Selbstbefriedigung bislang erst zu einem kleinen Anteil verringert habe, merke ich dennoch schon erwähnenswerte Fortschritte. Zwar bin ich immer noch weit davon entfernt, mit einer Frau den Geschlechtsakt auszuüben, aber immerhin hat mein Penis schon wieder deutlich an Standfestigkeit zugenommen und auch die Qualität des Orgasmuses hat sich deutlich verbessert.

Ich muss den Penis immer noch viel zu Hart anfassen und zu schnell daran rütteln, als das diese Stimulation durch die Vagina einer Frau verursacht werden könnte, aber dennoch - im Vergleich zu vor einem halben Jahr hat sich das Verhalten meines Penises trotz dieser nur kleinen Einschränkungen schon um mindestens 100 Prozent verbessert! Dies lässt mich hoffen, dass ich in einiger Zeit auch wieder breit sein könnte für normalen Sex, wenn ich die Geduld nicht verliere.

Und diese Verbesserungen haben sich im Übrigen eingestellt, obwohl ich sehr viel rauche.

Ich hab Dir das geschrieben, um Dir etwas Mut zu machen. Stecke Dir nicht zu hohe Ziele. Geh entspannt an die Sache heran. Dann gibt es vielleicht langsam auch Fortschritte.

Was ich noch ganz wichtig finde: Fall bloß nicht auf die Versprechungen in den Medien rein. Die gauckeln einem so viel vor, wie z.B. dass man nur in einer Partnerschaft glücklich sein kann, dass Sex das aller tollste auf der Welt ist und in jedem dummen Teeni-Film vögeln sie rum wie die blöden und sind ja alle so super happy!

Aber lass Dich bitte davon nicht verarschen!!!!! Schau Dich doch bei deinen Freunden, deinen Verwandten und Bekannten um! Wenn ich mir da ganz nüchtern betrachtet die meisten Beziehungen anschaue, dann bin ich wieder froh, dass ich wegen meines Problems noch Single bin

Aber mal ganz im Ernst. Ich bin weder pro, noch gegen Beziehung und ich sag auch nicht, dass Sex unwichtig ist. Aber es ist ein Irrglaube, dass jetzt alles scheiße ist, weil Du keinen Sex mit einer Freundin haben kannst und dass dann, wenn Du wieder Sex mit einer Frau haben kannst, alles supi duppi geil ist. Vergiss es. Das ist nur eine Projektion in die Zukunft.

Ich gebe es ganz offen zu, für mich ist dieses Problem auch nicht ganz einfach. Aber von der anderen Seite her betrachtet - warum bist Du oder ich krank? Wer bitteschön hat das Recht, dies zu definieren?

Der Mensch ist überaus schnell darin, dies und das als Krankheit zu definieren. Und dann versucht man, diese Krankheit zu heilen. Dabei ist dieser Versuch immer zum Scheitern verurteilt, weil man gar nicht krank ist, sondern nur der Definition einer anderen Person von Krankheit glaubt.

Du bist so, wie Du jetzt gerade bist, mit all deinen Fehlern und Schwächen, absolut perfekt und in Ordnung.

Überlege Dir mal, wie viele Krankheiten es auf der Welt gibt: Psychische Krankheiten, körperliche Krankheiten (alle möglichen Krebsarten, Bluthochdruck.......) Bin kein Mediziner, um diese alle aufzählen zu können, aber ich schätze mal, es gibt mindestens 100 Millionen verschieden definierte Krankheit und davon hat jeder Mensch auf dem Planenten mindestens 10 davon.

Vergiss diese blödsinnigen Unterscheidungen von krank und nicht krank und leb einfach.

Welcher Mensch ist denn nicht krank? Welcher Mensch hat denn nicht in dieser oder jenen Hinsicht einen Schuss.

Also ich kenn keinen, der "normal" ist.

Nur die Bauspar-Werbung im Fernsehen gaukelt Dir vor, dass es so etwas gibt.

Die Probleme, die wir haben, haben andere auch, nur in anderer Form.

Also entspann Dich.

Und ich persönlich würde Dir auch von einer Psychotherapie abraten. Habe ich auch schon hinter mir. Und seit ich sie abgebrochen habe, geht es mir wieder viel besser.

Da werden alle möglichen Gräben aufgemacht und Dir wird gesagt, was alles krank an dir ist und wie unglaublich viel in Deinem Leben schief gelaufen ist, beginnend schon im als kleiner Fötus im Mutterbauch. Und dann die ganzen Kinder-Traumatas. Oh Mann!!!! Vergiss es. Dir werden 1000 Krankheiten und Probleme vorgegaukelt und dann brauchst du 50 Jahre dafür, um diese zu überwinden.

Ein sehr guter Freund von mir ist im Übrigen Diplom-Psychologe. Das ist jetzt kein dummes Gerede, es stimmt wirklich.

Und er hat es mir gegenübner vor kurzem nach drei oder vier Bier selber zugegeben: Er hat an der Uni viel gelernt, Konzepte über Konzepte, Definitonen über Definitonen, aber leider nichts über das wirkliche Leben.

Die Realität ist eben anders als die Gedanken, die man sich darüber macht. Er selbst hat mir gesagt, dass er nicht beinflussen kann, ob sich bei seinen Patienten etwas zum positiven entwickelt oder nicht. Es passiert quasi automatisch, nicht wegen ihm, sondern trotz ihm.

Also Kopf hoch, entspann Dich, Millionen von Menschen haben mit ihren Partnern viel schlechteren Sex, als Du jetzt beim Pornoschauen

Jeder hat seinen Rucksack zu tragen, auch wenn jeder einen anderen Problemmix zu bewältigen hat.

Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft!

Viele Grüße

Leo
  21 Jahre, keinerlei Erregung/Erektion beim Sex - völlig zerstörtes Selbstbewusstsein Beitrag #11  
Alt 15.10.2010, 23:16
Manfred 55
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Beiträge: 370
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Wow, Respekt!

Es gibt hier wirklich wenige Beiträge, die mir den Atem rauben.
Aber deiner gehört dazu.

Dein Beitrag könnte m.E. in die Hall of Fame aufgenommen werden.
Mitglieder wie dich zu haben, ist ein Geschenk.

Ein riesiges Kompliment!
  21 Jahre, keinerlei Erregung/Erektion beim Sex - völlig zerstörtes Selbstbewusstsein Beitrag #12  
Alt 16.10.2010, 08:22
Mischa119
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Blog-Einträge: 4
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Hallo Tariosk_04, NichtNormal, 123leo456 und andere,

man kann seine Pornosucht auf recht einfache Weise bekämpfen: Laufen, Laufen, Laufen. Das ist gesund, macht den Kopf frei und kostet wenig. Und es wirkt garantiert, denn zum Laufen kann man sich zwingen. Zur Aufgabe der Masturbation nicht. Die Hormone sind stärker.

Nach einem 10km-Lauf wird das sexuelle Verlangen schon deutlich zurückgehen, nach 20km bis auf Null und nach 30km herrscht auch noch am nächsten Tag tote Hose. Man kann also durch eine entsprechende Dosierung der Laufleistung seinen Trieb unter Kontrolle bringen. Glaubt mir bitte, ich weiß wovon ich rede, bin selbst Jahre lang Marathon gelaufen.
Gruß Mischa
  21 Jahre, keinerlei Erregung/Erektion beim Sex - völlig zerstörtes Selbstbewusstsein Beitrag #13  
Alt 16.10.2010, 12:00
Testoman
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Registriert seit: 05.05.2007
Beiträge: 42
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Ich habe nur einen kleinen Tipp für dich, lösche alle Pornos auf deiner Festplatte und versuche die Selbstbefriedigung auf ein Mindestmaß zu reduzieren und auf Pornos komplett zu verzichten!

Zum anderen empfehle ich dir dich von einem Urologen und von einem Internisten gründlich untersuchen zu lassen (Hormonwerte, Schilddrüse ect. pp.) um körperliche Ursachen komplett auschließen zu können.

Wenn alles nichts hilft dann bleibt nur noch der Gang zu einem Sexualtherapeuten!

Alles Gute!
  21 Jahre, keinerlei Erregung/Erektion beim Sex - völlig zerstörtes Selbstbewusstsein Beitrag #14  
Alt 20.10.2010, 20:08
tariosk_04
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Registriert seit: 13.10.2010
Beiträge: 46
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Zuallererst: ich möchte mich für meine extrem langen Beiträge entschuldigen. Es tut mir leid, aber ich tendiere einfach dazu, alles detailliert und genau darzustellen. Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür. Und ich danke jedem der meinen Beitrag bis zum Ende liest und in diesem Thread hier etwas schreibt, das meine ich ehrlich!


@123leo456: Dein Beitrag war fantastisch. Wirklich. Danke. 1000 Dank.

Er hat mich ziemlich aufgemuntert als ich ihn gelesen habe und es war zu dem Zeitpunkt auch relativ am Boden. Nichtdesdotrotz kann ich mich nicht einfach selbst belügen. Denn das, was ich hier mache, was hier abläuft, das ist ALLES andere als gesund. Es mag keine explizit, direkt gefährlichen Auswirkungen haben, aber indirekt und langfristig ist es verheerend

Es geht nicht immer nur um Sex, Pornos, etc…im Leben. Das stimmt sehr wohl. Und zu oft verliert man den Blick auf das Wesentliche. Man soll einfach vermeiden sich zu stark hineinzusteigern. Und doch sollte man gleichzeitig das Wesentliche im Auge behalten. Aufzugeben und zu verdrängen ist aber der falsche Weg. Vielmehr sollte man den goldenen Mittelweg einschlagen. Sich damit zu trösten, dass andere Paare (mit echter(er) Sexualität) ebenfalls schlechte Erfahrungen haben, ist zwar tröstend, nichtdesdotrotz ist eine künstliche Asexualität, wenn überhaupt, nur von kurzfristiger Hilfe. Es ist Verdrängung, ohne jegliche Konfrontation.

Jedoch bin ich etwas verwirrt was ich denn jetzt tun soll? Von einer Therapie rätst du mir also ab? Aber alle anderen meinen es ist der einzige Weg?

Eben wegen der Suchtberatung: Ich bin unsicher. Ich habe nachgesehen. Die Suchtberatung in Österreich greift zu 99% fast nur auf substanzielle Drogen und insbesondere Alkohol. Ich schätze ich weiß was da ablaufen würde. Stichwort: „12-Steps Program“. Das habe ich in einem englischen Suchtforum über Monate ausprobiert (inkl. online Selbsthilfegruppen über Skype) und hat mir nicht wirklich geholfen. Natürlich ist das etwas anderes als via echtem Kontakt in einer Therapie. Aber die Ratschläge und Anweisungen, die mir dort gegeben wurden, hatten kaum eine Wirkung bzw. waren kaum umsetzbar. Denn der Unterschied ist: Substanzielle Drogen kommen von "aussen", man kann sie vermeiden, aus dem Weg gehen, verbannen, mit bestimmten Methoden. Hier greift das 12-Steps-Program sehr gut ein. Aber eben nur bei substanziellen Dingen.

So unglaublich das klingen mag, aber Alkoholabhängige und ähnliche konkret Substanzabhängige haben in –manchen- Aspekten möglicherweise „leichteres“ Spiel als Pornosüchtige. Ich habe gelesen, dass Pornographie ähnlich in den Neurotransmitter und körpereigenen Dopamin/Hormonhaushalt eingreift, auf ähnliche Weise wie Kokain, nur auf einer unterschiedlichen, teilweise noch komplizierteren und tiefer einprägenden Ebene. Ich kann euch einen Link geben:

Der Artikel ist von einem Neurochirurgen verfasst worden. Also muss er eigentlich fast seriös sein.

http://www.salvomag.com/new/articles...3/13hilton.php

Der Artikel hat mich erschüttert, aber er scheint viel Wahrheit zu enthalten, auch wissenschaftlich gestützt. Diese 3 Absätze waren besonders drastisch. Lest sie euch durch.

Zitat:
Pornography addiction is frantic learning, and perhaps this is why many who have struggled with multiple addictions report that it was the hardest for them to overcome. Drug addictions, while powerful, are more passive in a “thinking” kind of way, whereas pornography viewing, especially on the internet, is a much more active process neurologically. The constant searching for and evaluating of each image or video clip for its potency and effect is an exercise in neuronal learning, limited only by the progressively rewired brain.

Similarly, pornography is a triple hook, consisting of cortical hypofrontality, dopaminergic downgrading, and oxytocin/vasopressin bonding. Each of these hooks is powerful, and they are synergistic. Pornography sets its hooks very quickly and deeply, and as the addiction progresses, it progressively tightens the dopamine drag until there is no more play in the line. The person is drawn ever closer to the boat, and the waiting net.

A frequent side effect is that it also dramatically reduces their capacity to love (e.g., it results in a marked dissociation of sex from friendship, affection, caring, and other normal healthy emotions and traits which help marital relationships). Their sexual side becomes in a sense dehumanized. Many of them develop an “alien ego state” (or dark side), whose core is antisocial lust devoid of most values.

In time, the “high” obtained from masturbating to pornography becomes more important than real life relationships.
Der Sextrieb kommt von "innen". Man kann ihm nicht aus dem Weg gehen (außer durch Kastration, was aber niemand in Betracht ziehen sollte). Er wird IMMER da sein. Das einzige was man tun kann, ist zu versuchen, ihn zu "transformieren" und ihn in GESUNDE Bahnen zu lenken. Denn ihn mittels abnormaler und realitätsferner Pornographie und exzessiver Masturbation auszuleben, ist der falscheste aller Wege. Leichter gesagt, als getan, natürlich.

Und Zeit braucht man natürlich auch ein Haufen, das ist klar. Dinge, die über Jahre (!) ausgeübt und sich eingeprägt und festgefahren haben, aus welchen Gründen man auch immer hineingeraten ist, diese ändern sich nicht einfach über Tage oder Wochen. Es braucht mehrere Monate oder gar ein paar Jahre um sagen zu können, das man wieder in Ordnung ist. Wert ist es das aber -allemal-, vergesst das –niemals-, so tief ihr auch in der Scheiße mit euch selbst und eurer Umwelt sitzen möget.

Ich habe jetzt 5 Tage keinerlei Pornos geschaut. Die Masturbation an sich einzuschränken, gestaltet sich jedoch sehr schwer. Jedoch versuche ich diese ebenfalls so weit es geht auf ein Minimum zu reduzieren. Zuerst die Pornos weg, und dann später das Masturbationsverhalten und deren Frequenz verbessern. Es ist nicht mein erster Versuch. Ich habe das unzählige Male bereits probiert. Ich fühle mich sehr eigenartig, überdieshinaus bin ich seit heute stark erkältet und etwas angeschlagen. Ein Vorteil, oder ein Nachteil im Bezug auf meinen neuerlichen Versuch zur Abstinenz und Regeneration ? - ich weiß es nicht.

Und noch etwas: hat irgendwer Methoden/Hilfen wie man seine Erektion und Masturbationsverhältnis generell verbessern kann? (Außer Viagra meine ich!) Ich habe schon öfters von einer deuthlichen Verbesserung via Training des sogenannten "PC-Muskels" gehört, stimmt das? Und gibt es da noch anderes und mehr?

Verlangen habe ich jetzt derzeit keines, zu drastisch wurde mir gezeigt wie verheerend dieser ganze Scheiß langfristig sein kann. Nennt mich konservativ, aber wenn das so weitergeht, wird dieser ganze rapide fortschreitende Porno-Suff (bereits jetzt einer der mächtigsten Industrien der Welt, mit rasanter Ausbreitung) irgendwann mal der Menschheit noch so richtig auf den Schädel krachen! Ich will nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer an beschädigten, de-humanisierten oder gar zerstörten Ehen, Sexualitäten und Seelen auf der Welt ist oder irgendwann mal sein wird!

@Mischa119: Ich danke dir für deinen Rat, aber ich muss ehrlich sagen ich habe die Erfahrung gemacht, das Sport das reinste Gift und Gegenteil ist, wenn es darum NICHT geil zu werden und kein Verlangen zu entwickeln. Es gibt kaum Momente wo ich so stark an Pornos und Masturbation denke wie während und besonders nach Sport. Das heißt natürlich nicht das ich auf Sport verzichte, aber ich gehe mit großer Vorsicht daran, weil ich genau weiß wie ich mich danach fühlen werde.

Ich hätte einen Therapeuten in der Umgebung gefunden, der explizit auf Sexualtherapie spezialisiert ist (leider nicht auf Sucht, aber möglicherweise schon mal ein Anfang). Er ist nicht billig, aber 2 Termine pro Monat könnte ich mir leisten. Ich habe recherchiert: Die Krankenkasse in Österreich refundiert/bezahlt nur Therapien deren Notwendigkeit zuvor von einem Arzt bestätigt wurde. Nicht einfach, denn dies betrifft fast immer nur offiziell „anerkannte/gängige“ psychische Probleme (Depression, Schizophrenie, etc. etc). Verlassen sollte man sich also auf eine finanzielle Unterstützung der Krankenkasse eher nicht. Überdieshinaus ist eine 100%ige Anonymität nur bei privater Barzahlung gegeben. Jegliche Unterstützung von Krankenkassen muss zuerst von einem Arzt überprüft werden und dabei und auch später gehen natürlich auch viele Dateneinträge umher. Sicherlich vertrauliche und sensibel behandelte. Aber nichtdesdotrotz erfolgt ein Eintrag und das alleine gibt mir ehrlich gesagt ein mulmiges Gefühl…

Ich möge auf einem guten Weg sein, diesen ganzen Scheiß nun endgültig hinter mir zu lassen. Doch die meisten Probleme bereitet mir immer noch dieses Mädchen, das ich zuvor mehrmals erwähnte. Sie meint es sehr ernst mit mir, hat aber selbst viele Probleme, und sie ist ebenfalls sehr empfindlich und verwundbar (wie ich geschrieben hatte) etc etc Aber im Unterschied zu ihr bin ich ziemlich verwirrt, ich weiß ja nichtmal ob ich sie wirklich 100% liebe (zu vernebelt ist mein Blick und Gehirn und alles) und ob sich unsere Beziehung in der Realität nicht einfach verschlimmern und unsere Probleme sich nicht gegenseitig multiplizieren würden?

Ich kann sie aber nicht ewig an der Stange halten und/oder gar mit möglicherweise falschen Liebesbekundungen belügen… Wenn ich das ganze aber jetzt beenden würde (was sie ebenfalls äußerst verletzen würde und mir ebenfalls große Probleme bereiten würde) und ich dann irgendwann einmal, wenn ich das hier alles hinter mich gebracht habe, drauf kommen würde, dass ich sie eigentlich doch liebe und die größte Chance meines ganzen Lebens einfach weggeworfen habe… ich würde es mir NIE verzeihen können, es würde mich bis zu meinem Tod verfolgen…. Bin halt einfach ziemlich verwirrt in diesem Aspekt…und die Pornos, exzessive Masturbation, die Unfähigkeit ordentlichen, normalen Sex mit ihr zu haben, die Enttäuschung/Frustration danach und der Fakt, dass sie meine 1. Beziehung ist macht es eben so sehr schwer und komplex.... wenn diese Beziehung und wir beide doch nur nicht mit soviel Problemen und Spannungen behaftet sein würden…. Es würde die Dinge deutlich einfacher und klarer machen…. Vielleicht hat da irgendjemand mit größerer Lebenserfahrung einen Rat auf das oder anderes in meinem Beitrag für mich…?

Noch einmal: vielen Dank fürs Lesen und jegliche Unterstützung und Beratung!

Geändert von tariosk_04 (21.10.2010 um 00:06 Uhr)
  21 Jahre, keinerlei Erregung/Erektion beim Sex - völlig zerstörtes Selbstbewusstsein Beitrag #15  
Alt 20.10.2010, 21:52
Mischa119
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hallo Tariosk_04,
Deine Feststellung, dass man mit Sport (z.B. durch Krafttraining im Fitnessstudio im Beisein attraktiver junger Frauen) seine Sexualität steigern kann, ist absolut richtig. Das predige ich hier im Forum schon lange, denn das will ein Mann ja normalerweise auch erreichen.

Man kann durch Sport, insbesondere durch Ausdauersport, aber auch das genaue Gegenteil erreichen. Und genau das habe ich mit meinem Beitrag vom 16.10. gemeint. So bewirkt etwa ein zweistündiger einsamer Waldlauf völlige Erschöpfung und reduziert den Testosteronspiegel. An Sex ist danach definitiv nicht zu denken.
Viele Grüße, Mischa
  21 Jahre, keinerlei Erregung/Erektion beim Sex - völlig zerstörtes Selbstbewusstsein Beitrag #16  
Alt 21.10.2010, 11:37
Mr_Schlong
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Willste wichsen oder fi==en?

Lass einfach die Pornos weg, dann wird das nach 1-3 Wochen schon wieder!
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