Hi Leute,
ich nutze das hier mal als Notizzettel für mich. Aber wenn jemand was dazu sagen möchte, nur zu
Also, die Grunddaten sind:
- ich bin 29 Jahre, mit meiner ersten Freundin (2002 bis 2005) gabs keine Probleme in der Hinsicht
- danach 4 Jahre "Frauenpause" und nur Pornoonanie
- jetzt komme ich schon nach 10 Sekunden bis 2 Minuten, auch schon beim Streicheln und Küssen
- mit meiner jetzigen Freundin bin ich nun knappe 7 Monate zusammen
Als wir nach ein paar Wochen mein Problem als regelmäßig erkannten, habe ich folgende Varianten mit ihr beredet, teilweise ausprobiert (mit ihr kann ich zum Glück sehr offen reden). Leider hat sie am Anfang gesagt, dass ich das Problem in der nächsten Zeit in den Griff bekommen sollte, da sie sonst die Beziehung nicht weiterführen könne (enormer psychischer Druck auf mir, den ich bis heute nicht ganz rausbekomme). Das tut ihr heute inzwischen leid, hat letztens, als sie mir ihr Gefühlschaos erklärte (wg. unbefriedigendem Sex trennen oder nicht) sogar geweint. Und das, obwohl sie eine eher taffe Frau ist. Würde sie mich inzwischen nicht so sehr lieben, würde sie schon längst gegangen sein, meinte sie.
Hier also nun die Versuche:
- Kondome, ggf. betäubend -> abgelehnt (sie mag das Gefühl nicht und meine Erregung kommt ja nicht nur durch das Eindringungsgefühl)
- Penisringe -> beim Sex bisher noch nicht eingesetzt, beim Onanieren keine Verzögerung des Orgasmus zu merken, eher noch anregender das Ganze.
- Sprays / Salben zur Betäubung -> abgelehnt (kommt für mich und sie wg. den Vorlaufzeiten und der Betäubungswahrscheinlichkeit bei ihr nicht in Frage)
- Zeitlupensex / Sex mit Pausen / Start-Stop-Methode (SSM) -> Beim Sex probiert mit mäßigem Erfolg, doch kommt sie dadurch nicht, weil es zu langsam ist. Sobald ich es für sie schneller mache, ist es vorbei bei mir. Beim Onanieren bin ich mit der SSM bis zu 40 Minuten dabei gewesen, bevor ich meine Orgasmus bekam. Nur ließ sich das leider gar nicht auf das Sexleben übertragen. Zumal es für sie auch nicht befriedigend wäre.
- Kiffen -> Funktioniert gar nicht mal so schlecht (reiner GV mitunter bis zu 15-20 Minuten, Gesamtzeit mit insgesamt 3x Kommen bis zu 3 Stunden; nach dem Kommen steht er mitunter sogar noch), nur eben leider nicht immer. Und wir wollen nicht vor jedem Sex erstma eine rauchen. Nachteil (neben der Illegalität): Meine Hände werden kalt. Hier muss ich anmerken, dass Cannabis auf jeden eine andere Wirkung haben kann und möchte natürlich nicht dazu anstiften!
- Vor ihr Onanieren (meist nur i.V.m. Kiffen), sie hat auch mal mitgemacht -> Dadurch, dass damit der erste Orgasmus nach längerer Zeit dann rum war, wars danach eigentlich von meiner Seite immer ganz schön. Allerdings meinte sie, dass "er" dann auch mal mittendrin einfach schlaff wurde.
- An andere Dinge denken -> probiert mit mäßigem Erfolg (Verlängerung vllt. auf um die 5 Minuten), da ich mich bei ihr so schlecht auf was Anderes konzentrieren kann, wenn sie erst einmal vor mir liegt. Dann geht auch meine Phantasie mit mir durch

- bewusste Atmung -> ich kann mich darauf so schlecht konzentrieren, wenn ich sie befriedigen möchte. Keine Ahnung, ob das ne Wirkung hatte.
- seit einer Woche nehme ich "Neuroplant aktiv", welches wohl nach 2-3 Wochen Einnahme positive Wirkungen auf das Kommen haben soll. Die Wirkung bleibt abzuwarten, die Stimmungsaufhellung, der es eigentlich dienen soll, kann bei mir auch nicht schaden.
- Ich habe mich inzwischen auch mal nach Sexualtherapien umgeschaut. Nun - eine scheinbar sehr teure Angelegenheit (Preise von der Charité Berlin und Desafinado ähnlich (nur die Einleitungssitzung von 80 EUR wird von der Krankenkasse übernommen):
Einzelperson zwischen 1.140 EUR (bei 15 Sitzungen Therapie) und 1.640 EUR (bei 25 Sitzungen Therapie);
Partnerbehandlung zwischen 2.200 EUR (bei 15 Sitzungen Therapie) und 3.200 EUR (bei 25 Sitzungen Therapie)
- Derzeit versuche ich, wenn es die Zeit zulässt, erst einmal wieder regelmäßig die Start-Stop-Methode beim Onanieren zu verwenden. Nur um das Gefühl für "ihn" und meinen Körper nicht zu verlieren.
Nun ist es auch noch so, dass ich eine
chronische Prostatitis habe. Ich habe inzwischen die Hoffnung (zumal ich auch
hier davon gelesen habe), dass mein Problem auch daran liegt.
Der Androloge, bei dem ich jetzt bin und der ein paar Tests mit mir durchführt, sagte bisher, dass es definitiv eine Mischung aus körperlichen und psychischen Faktoren ist.
Tja - meine Freundin weiß nicht, ob sie die kommenden Therapien mit mir durchstehen kann, weil
- das Zeitfenster zum "Durchhalten" unklar ist.
- der Therapieerfolg unklar ist.
- sie mit mir die Hoffnung hatte, endlich mal ein normales Leben führen zu können (vorher gab es immer Zeiten von harten Entbehrungen in anderen Bereichen)
- sie wahrscheinlich wirklich selten befriedigt aus dem Sex herausgehen wird, immer mit "fingern" und "lecken" oder mit Dildos zum Orgasmus kommen will sie nicht. Sie will MICH spüren.
- es in vielen Fällen Sex nach Plan sein wird. Bspw. Tabletten 1-3 Stunden vor dem Sex, Sex mit Pausen oder nur mit einer bestimmten Abfolge -> Spontanität adé (ist ihr sehr wichtig)
All das macht es sehr schwierig und es kann durchaus sein, dass unsere Beziehung das nicht durchhält. Und das belastet mich natürlich zusätzlich und macht mein Problem nicht besser. Allerdings geht es ihr auch nicht besser. Sie denkt viel drüber nach und ist gehemmt, sodass wir inzwischen seit 3 Wochen nicht einmal mehr versucht haben, miteinander zu schlafen (obwohl sie oft Lust gehabt hätte, nur dachte sie dann wieder an einen möglichen Reinfall und das wars dann bei ihr). Das letzte Mal vor diesen 3 Wochen kam ich nach 10 Sekunden, als er gerade ausgepackt wurde...
Ich muss also die Arztergebnisse abwarten. Ich werde hier mal alles reinschreiben, was mir so wiederfährt. Vielleicht hilft's dem einen oder anderen. Mir tat's auf jeden Fall ganz gut, das mal alles runterzuschreiben.
[Edit1]: Versuche bzw. Möglichkeiten ergänzt.
[Edit2]: Hat jemand Erfahrungen mit einer Sexualtherapie? Insbesondere interessiert mich:
- Sind derartige Kosten normal?
- Wie hoch sind die Erfolgschancen?
- Hat jemand derartige Therapien durchlaufen? Wenn ja, mit welchem Erfolg?