Hallo MrBean,
zunächst einmal danke für Deine lieben Worte.
Wie sich doch so vieles gleicht.
Auch Du mit deiner Ex-Frau.....das Sitzen am PC.......das Nichteinschlafen-Können....dieses ständige Grübeln, was Mann bzw. Frau falsch macht. Auf Hoffen folgt Frustration und zumindest bei mir lässt nun auch die Lust auf Sex mittlerweile nach. Vielleicht komme ich ja irgendwann zu dem Zustand, in dem mein Verlangen föllig nachlässt und es dann auch nicht mehr weh tut.
Ich kann 100% eine andere Frau ausschließen, denn ich weiß, dass er mich liebt und ein Mann mit großen Grundsätzen ist.
Ich dachte immer, mein Leben wäre, nach der großen Enttäuschung meiner Ehe, nun auf dem Weg zur Sonnenseite. Meine Gedanken sind ganz wirr. Ich weiß nicht, ob Du ein religiöser Mensch bist, aber vieleicht ist das meine Strafe, dass ich meine Ehe nach 19 lieblosen Jahren voller Betrügerein durch meinen Ex-Mann einfach nicht mehr aushielt und sie beendete und somit leider meinen Kindern sehr weh tat.
Toll, wie offen Du über ein so heikles Thema "reden" kannst, ich werde mal meinen Mut zusammennehmen und versuchen, es Dir gleichzutun.
Immer wieder kommen mir Situationen in den Sinn, von denen er mir erzählte. Wie er sich auf dem Balkon hinter seine Ex-Frau stellte, ihr den Rock hob, während sie sich mit einem Nachbar unterhielt, und in sie eindrang........oder wie sie auf dem Bett lag, als er nach Hause kam, und sich selbst befriedigte und sie.........
Es tut weh.
Jetzt jammere ich schon wieder..fürchterlich. Froh sollte ich doch sein, einen so tollen Mann gefunden zu haben, der sein komplettes Leben, nachdem wir uns kennengelernt hatten, nach nur 3 Tagen für mich aufgab, 550 km zu mir herzog und auch meinen Kindern mehr als nur ein Freund ist.
Niemals könnte ich ihn betrügen, Sex beginnt für mich im Kopf, uns in dem ist immerzu nur er.
Ganz so wohl scheint er sich nicht zu fühlen, er scheint doch meine Traurigkeit und Verzweifelung zu spüren.......aber er ändert einfach nichts!!!!!
Ich hab ihn einmal gefragt, ob er mich los werden will und nur nicht den Mut aufbringt, es mir zu sagen und es auf diese Tour versucht. Er, der sonst so besonnen ist, war völlig fertig.....wie ich so etwas nur annehmen könne usw.
Da fiel dieser Satz, den ich schon erwähnte: wenn er merken würde, dass ich zu viel leide, würde er aus Rücksicht auf mich unsere Beziehung beenden.
Also stecke ich in einer Sackgasse. Zu groß ist meine Angst, das Thema noch einmal anzusprechen.
Machmal werde ich zickig..er nimmt es hin. Ich ziehe mich weiter zurück....auch das nimmt er hin. Ich zeige mich nur noch sehr selten nackt...... Niemals eine direkte Frage von ihm. Immer wieder nur, dass er wisse, dass ich es nicht leicht mit ihm habe.
Zum Thema Wochenende: ich muss dabei lachen, was meinst Du, wie es gelaufen ist? Das Übliche halt....Frust durch und durch. Tränen im Bett......Wein...
Wie kann man sagen, dass man jemanden liebt, merken, dass etwas nicht stimmt und den Kopf in den Sand stecken? Ist das fair? Hat nicht jeder in einer Partnerschaft das Recht, dass Probleme ernst genommen und auch angegangen werden?
Ich gestehe ihm ja auch das Recht zu, nicht zu "wollen". Meine Gedanken werden konfus und ich widerspreche mich.
Er hat das Recht, nein zu sagen und ich .....habe ich ....?
Einmal nahm ich mir vor, niemals in einer Partnerschaft wieder so große Kompromisse einzugehen, wenn es um grundlegende Themen geht.
Dramatisiere ich meine Situation? Sollte Sex denn wirklich in einer Beziehung eine so große Rolle einnehmen? In meiner Ehe hatte ich nie ein so starkes sexuelles Verlangen.
Mir fehlt seine Nähe, das Gefühl, eins mit ihm zu sein.
Ich weiß nicht mehr weiter.
Nun schrieb ich schon wieder viel zu viel...
Sophie
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