Wer weiß einen Weg aus der Krise?
Hallo,
ich muss es mir von der Seele schreiben, vielleicht weiss ja jemand auch einen Rat?
Wie fang ich an? Zuerst einmal, mein Partner ist 41, ich 42. Wir sind seit 4 1/2 Jahren zusammen.
Als ich ihn kennenlernte, hing für mich der Himmel voller Geigen. Ich hatte und habe meinen Traummann gefunden. Und unsere Probleme begannen.
Wir lernten uns beide kennen und verbrachten, wie es am Anfang so ist, die erste Zeit mur im Bett. Er hatte schon damals Probleme, denn sein Penis wurde nicht richtig steif bzw. erschlaffte sehr schnell. Doch das war für mich nie ein Problem, er zeigte mit seine Liebe und es kaum auch immer häufiger zum Verkehr, bis alles wunderbar lief.
Nach einigen Monaten wurde der Sex seltener, manchmal auch nur alle paar Monate, auch das bereitete mir noch keine allzu grosse Schwierigkeiten. Nun aber bin ich mit meinem Latein am Ende.
Ich versuchte ihn zu verführen...nach allen Regeln der Kunst, wir fuhren in Urlaub. Immer wieder holte ich mir Körbe ein. Irgendwann war ich zu verletzt, probierte es nicht mehr und schlug ihn dann halt ein sexloses Leben vor. Doch ich komme damit einfach nicht klar.
Was mir fehlt, ist seine Nähe und Wärme, seine Zärtlichkeit, Aufmersamkeit, meine Bestätigung als Frau.
Heute nach 48 Wochen ohne Sex bin ich soweit, dass ich wütend, müde und enttäuscht bin, denn ich fühle mich von ihm allein gelassen. Seine Hand, die meine abends im Bett hält, kann ich manchmal nicht mehr ertragen, sie tut mir richtig weh. Ich rutsche dann bis ans Ende des Bettes und würde am liebsten fliehen. Schläft er, weine ich mich in den Schlaf, so sehr vermisse ich ihn. Manchmal, wenn ich es nicht mehr aushalte, trinke ich vor dem Schlafengehen Wein.
Er liebt mich, dass weiss ich und das sagt und zeigt er mir jeden Tag immer wieder. Aber wir leben nur noch wie Bruder und Schwester zusammen, ich bin nicht mehr seine Geliebte.
Meine Versuche mit ihm zu reden scheiterten...ich solle ihm Zeit lassen...auch in seiner früheren Beziehungen hätte er nie viel Lust auf Sex gehabt. Ich schlug vor, dass wir uns professionelle Hilfe holen, er reagierte überhaupt nicht. Einmal meinte er, dass wenn er merken würde, ich würde in unserer Beziehung zu sehr leiden, würde er mich lieber verlassen, denn ich hätte nicht noch mehr Kummer verdient (meine frühere Ehe).
Oft stehe ich vor dem Spiegel und frage mich, ob ich so abstossend bin. Eigentlich sehe ich heute besser als am Anfang aus, er beteuert auch immer wieder, dass ich attraktiv bin und es bestimmt nicht an mir liegt.
Aber er handelt nicht, er hat anscheinend keine Probleme und fühlt sich wohl in seiner Haut.
Nun hab ich schon wieder Angst vor diesem Wochenende. Ich denke immerzu an früher, als wir uns liebten......immer und immer wieder an kinderfreien Wochenenden. Uns in den Armen hielten und einfach nur glücklich waren über die Nähe des Anderen.
Wir werden heute Abend essen gehen, danach werde ich noch ein wenig am PC spielen, bis wir müde sind und ins Bett gehen. Ich werde noch mehr weinen als jetzt und irgendwann am Morgen einschlafen. Er wird mich nicht liebevoll wecken und......Er wird mir kein Frühstück ans Bett bringen, um gleich danach wieder mit mir zu schlafen.
Ich komme einfach nicht damit klar, dass er mich so alleine lässt.
Danke fürs Zuhören
Sophie
Geändert von Sophie (06.05.2006 um 10:40 Uhr)
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